Bundesumweltministerium und Deutsche Bahn starten Bike+Ride-Offensive

Fahrradparkhaus

Mit einer Förderoffensive wollen das Bundesumweltministerium und die Deutsche Bahn bis 2022 zur Schaffung von bis zu 100.000 zusätzlichen Fahrradabstellplätzen an den Bahnhöfen in Deutschland beitragen. Die Bike+Ride-Offensive soll von Januar an attraktive Rahmenbedingungen schaffen, um die Kommunen bei der kurzfristigen Errichtung von Fahrradabstellanlagen zu unterstützen, wie Ministerium und Bahn am Donnerstag in Berlin ankündigten.

Das Bundesumweltministerium stellt dafür eine anteilige Finanzierung in Höhe von 40 Prozent über die Kommunalrichtlinie der Nationalen Klimaschutzinitiative zur Verfügung. Die Deutsche Bahn hilft demnach, geeignete Standorte im Bahnhofsumfeld zu finden, die Anlagen zu planen und sie zu montieren.

Die Parlamentarische Staatssekretärin im Bundesumweltministerium, Rita Schwarzelühr-Sutter (SPD), erklärte, die gemeinsame Initiative stelle "besonders für Pendler eine attraktive Alternative zum Auto dar und stärkt eine umweltschonende Mobilität". Der Vorstandsvorsitzende der DB Station&Service AG, Bernd Koch, nannte Fahrradstellplätze im Bahnhofsumfeld einen "wichtigen Schlüssel für die umweltfreundliche Anfahrt zum Zug".

Der Fahrradclub ADFC begrüßte den Vorstoß, wies aber darauf hin, dass Millionen Fahrradparkplätze an Bahnhöfen fehlen. Die angestrebten 100.000 Fahrradabstellplätze seien "höchstens zwei Tropfen auf den heißen Stein". Vom Bundesverkehrsministerium forderte der ADFC ein 40-Millionen-Investitionsprogramm für Fahrradparkhäuser und Radstationen an Bahnhöfen.