Bundeswehrärzte müssen bei früherem Ausscheiden Ausbildungskosten zurückzahlen

Bundeswehrärzte müssen bei einem vorzeitigem Ausscheiden aus dem Dienst die vom Bund übernommenen Ausbildungskosten zurückzahlen. Diese Zahlungen seien ein "angemessenen Ausgleich für die enttäuschten Erwartungen des Bundes", dass ihm der Soldat mit seinen Spezialkenntnissen bis zum Ende der Verpflichtungszeit zur Verfügung stehen wird, heißt es in einem am Mittwoch vom Bundesverwaltungsgericht in Leipzig verkündeten Urteil. (Az.2 C 16.16)

Die klagenden Ärzte hatten sich als Zeitsoldaten für zehn Jahre bei der Bundeswehr verpflichtet und dort zu Ende studiert. Dann verließen sie die Truppe aber schon nach zwei bis drei Jahren, um im Zivilleben als Arzt zu praktizieren. Der Bund forderte daraufhin Ausbildungskosten und -geld in durchweg sechsstelliger Höhe zurück.

Einen kleinen Teilerfolg erzielten die Kläger jedoch. Ihre Dienstzeiten als Ärzte in einem Bundeswehrkrankenhaus müsse als sogenannte Abdienquote von der Rückzahlungssumme abgezogen werden. Zudem darf der Bund keine Zinsen auf seine Forderungen erheben.

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