Bundeswehr fliegt aus Ukraine 15 schwer verletzte Soldaten nach Deutschland aus

Die Bundeswehr hat aus der Ostukraine 15 Soldaten nach Deutschland ausgeflogen, die bei Kämpfen mit prorussischen Separatisten schwere Verletzungen davongetragen haben. Wie Reporter der Nachrichtenagentur AFP berichteten, wurden am Dienstag in Anwesenheit des deutschen Botschafters in Kiew, Ernst Reichel, die 15 ukrainischen Soldaten auf Tragen in einen Airbus der Bundeswehr gebracht. Nach ihrer Landung in Deutschland sollen sie hier medizinisch behandelt werden.

Bundeswehr-Arzt Michael Uhl sagte AFP, fünf Verletzte würden in Berlin behandelt, fünf weitere in Ulm und die übrigen fünf im rheinland-pfälzischen Koblenz. "Mein Sohn befindet sich in einem ernsten Zustand", sagte Valentina Spas, Mutter von einem der verletzten Soldaten. Ihr Sohn wurde an Gesicht, Arm, Schulter und Brust verletzt. "Ich bin den deutschen Ärzten sehr dankbar für ihre Bereitschaft, die Soldaten zu behandeln", sagte die Mutter.

Seit dem Beginn des bewaffneten Konflikts in der Ostukraine vor fünf Jahren hat die Bundeswehr damit bereits 127 verletzte ukrainische Soldaten zur Behandlung nach Deutschland gebracht. Auch andere EU-Länder, darunter Estland, Litauen und Polen, haben verletzte Ukrainer zur medizinischen Behandlung bei sich aufgenommen. In dem Konflikt im Osten der Ukraine wurden bereits fast 13.000 Menschen getötet und zehntausende weitere verletzt.

Kiew und der Westen werfen Russland vor, die Separatisten militärisch zu unterstützen. Obwohl Recherchen mehrerer Medien wie AFP diesen Vorwurf stützen, weist Moskau ihn zurück. Die Bundesregierung vermittelt zusammen mit Frankreich im sogenannten Normandie-Format zwischen der Ukraine und Russland.