Bundeswehr-Skandal: Von der Leyen gerät nach Truppen-Schelte selbst in die Kritik

Die Verteidigungsministerin beklagte „falsch verstandenen Korpsgeist“.

Mit einer drastischen Rüge an der Bundeswehr hat deren oberste Dienstherrin, Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU), auf die neuesten Enthüllungen im Bundeswehr-Skandal reagiert – und damit selbst Kritik auf sich gezogen. „Die Bundeswehr hat ein Haltungsproblem und sie hat offensichtlich eine Führungsschwäche auf verschiedenen Ebenen“, sagte von der Leyen am Sonntag im ZDF.

Wenn die Vorgesetzten nicht ihre Verantwortung wahrnähmen, „dann werden Dinge aus falsch verstandenem Korpsgeist schöngeredet“, sagte sie: „Es wird weggeschaut, das gärt dann, bis es zum Eklat kommt.“

Vorangegangen waren neue Enthüllungen im Fall des vorige Woche festgenommenen Oberleutnants Franco A., der sich monatelang als syrischer Flüchtling ausgegeben und offenbar einen Anschlag geplant hatte, der dann wohl auf Asylbewerber in Deutschland zurückfallen sollte.

Am Wochenende wurde unter anderem bekannt, dass die Ermittler bei ihm auf eine Liste mutmaßlicher Ziele für Angriffe gegen linke Organisationen und Politiker.

Bundeswehr hatte schon drei Jahre lang Hinweise

Der Spiegel berichtete unter Berufung auf ungenannte Sicherheitskreise, dass bei Hausdurchsuchungen am Mittwoch eine Liste gefunden worden sei, die nun ausgewertet werde. Ob es sich tatsächlich um eine Zielliste handele oder Franco A. aus anderen Gründen Organisationen aufgeführt habe, die sich gegen rechte Gewalt und extremistisches Gedankengut einsetzen, sei noch nicht ermittelt. Allerdings informierten die Behörden Personen und Organisationen auf der gefundenen Liste.

Darunter war nach eigenen Angaben auch die Berliner Linken-Politikerin Anne Helm. Sie sagte dem RBB, sie...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung

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