Bundeswehr-Skandale: Verteidigungsministerin von der Leyen will Konsequenzen ziehen

Wie diese Konsequenzen aussehen sollen, ließ sie zunächst offen.

Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU) will nach der Festnahme des terrorverdächtigen Offiziers Franco A. offenbar rasch Konsequenzen innerhalb der Bundeswehr ziehen. Nach Informationen dieser Zeitung lud die Ministerin die Fraktions-Obleute im Verteidigungsausschuss des Parlaments für Dienstagabend zu einer Unterrichtung ein. Eine für diesen Mittwoch geplante USA-Reise sagte von der Leyen ab.

Ministerin äußert Kritik in offenem Brief an die Bundeswehr

Auch von der Leyen selbst machte deutlich, dass die jüngsten Skandale in der Truppe schon bald Folgen haben sollen: Die Summe der in den  vergangenen Wochen zutage getretenen Ereignisse zeige, dass es in zu vielen Bereichen der Bundeswehr keinen Konsens über demokratische Werte und angemessene Umgangsformen bei der Ausbildung  gebe. „Deswegen müsse wir handeln“, schreibt die Ministerin in einem offenen Brief an die Angehörigen der Bundeswehr.

Welche Konsequenzen ihr vorschweben, ließ sie am Dienstag aber zunächst offen. Es gehe darum, die eigene Haltung klarer zu definieren und Ausbildungskonzepte zu hinterfragen, heißt es lediglich in dem Brief. Überdies müsse man über Sicherungsmechanismen nachdenken, die Folgen gravierender Fehleinschätzungen und unterbrochener Meldeketten ausgleichen.

„Die Bundewehr lebt davon, dass auf allen Ebenen Verantwortung übernommen wird in dem klaren Wissen, was von Führung erwartet wird. Wenn diese Führungsverantwortung nicht mehr ausgefüllt wird, dann funktioniert in unserer Bundeswehr etwas ganz Grundlegendes nicht mehr“, betont von der Leyen.

In der Bundeswehr regt sich Widerstand...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung

Mit Yahoo Nutzung stimmen Sie zu, dass Yahoo und Partner Cookies für Personalisierungs- und andere Zwecke nutzen