Die Bundeswehr will milliardenschwere Kampfschiffe anschaffen, die auch Ziele unter Wasser bekämpfen können

Amira Ehrhardt
Bundeswehr Schiff


Die Bundeswehr soll ein neues Mehrzwecksschiff vom Typ MKS 180 bekommen, das sowohl Angriffe unter und über Wasser als auch in der Luft abwehren kann. Zudem sollen die neuen Fregatten in der Lage sein, Einsätze der Soldaten an Land zu koordinieren. Mit einem Gesamtvolumen von vier Milliarden Euro ist es das wohl größte Rüstungsprojekt von Verteidigungsministerin Ursula von der Leyen (CDU), berichte die „Frankfurter Allgemeine Zeitung“ (FAZ).

Neben seiner Größe soll sich das MKS 180 vor allem in seiner Anpassungsfähigkeit von seinen Vorgängern abheben. Das Mehrzweckschiff soll laut Bundeswehr optimal an die jeweiligen Bedingungen des Einsatzes angepasst werden. Unter anderem zähle dazu die Ausstattung mit diversen Missionsmodulen wie etwa ein Schleppsonar zur U-Boot-Jagd, ein modernes Schiffslazarett oder Räume, um Personen in Gewahrsam nehmen zu können. Eine Besatzung von bis zu 180 Soldaten soll das Schiff aufnehmen können.

Vergabe könnte Arbeitsplätze sichern

Bislang unklar ist, welche Werft die Mehrzweckschiffe bauen wird. Um den Auftrag für den Bau an Land zu ziehen, haben sich nun zwei deutsche Werften zusammengeschlossen. Die Kieler Werft German Naval Yards (GNYK) bewerbe sich in Kooperation mit der Thyssen-Krupp-Tochtergesellschaft TKMS um den Zuschlag für das milliardenschweren Marine-Projekt Deutschlands, teilte GNYK mit. Damit sei die Kieler Werft „der einzig verbliebene deutsche Generalunternehmer in dem europaweit ausgeschriebenen Wettbewerb“, heißt es in der Mitteilung. Sollten die Unternehmen den milliardenschwerden Auftrag bekommen, wird TKMS mit seinen Ingenieurskompetenzen einen Großteil der Entwicklungs- und Konstruktionleistungen übernehmen.

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