Bundeswehr will zwei Airbus-Transporter wegen technischer Mängel nicht annehmen

Bundeswehr verweigert Annahme von zwei A400M-Flugzeugen

Die Bundeswehr hat wegen technischer Probleme die Annahme von zwei neuen Transportflugzeugen des Typs Airbus A400M abgelehnt. Bei Routinekontrollen an bereits ausgelieferten Maschinen seien Mängel an den Befestigungsmuttern der Propeller festgestellt worden, erklärte die Bundeswehr am Mittwoch. Die beiden derzeit auszuliefernden A400M hätten darüber hinaus "nicht die vertraglich zugesicherten Eigenschaften" aufgewiesen.

Bei Überprüfungen der bereits im Dienst befindlichen A400M sei festgestellt worden, dass nicht alle 24 Muttern pro Propeller das vorgesehene Anzugsdrehmoment aufgewiesen hätten, erklärte die Bundeswehr. Der Mangel könne zu "schwerwiegenden strukturellen Schäden" am Propeller und der Welle des Propellergetriebes führen.

Daher seien zusätzliche Inspektionen angeordnet worden, bei denen die Maschinen jeweils für einen ganzen Tag ausfielen, hieß es in der Erklärung weiter. Dies wirke sich "negativ auf die materielle Einsatzbereitschaft" der A400M-Flotte aus.

Zudem seien bei den bereits im Besitz der Bundeswehr befindlichen A400M "eine Vielzahl zusätzlicher Inspektionen" erforderlich. Dies betreffe etwa Überprüfungen der Triebwerks-Befestigungen, Rissprüfungen an unterschiedlichen Stellen und Kontrollen der Triebwerksklappen.

Die A400M soll die veralteten Transall-Transporter der Bundeswehr ersetzen. Insgesamt wurden 53 der Maschinen bestellt, bislang wurden 31 Flugzeuge ausgeliefert. Sie sind im Fliegerhorst Wunstorf in Niedersachsen stationiert. Nach Angaben der Bundeswehr kamen die A400M mittlerweile in knapp 1700 Missionen zum Einsatz, etwa bei der Versorgung der Bundeswehr mit Material und Personal bei Auslandseinsätzen.