Bundeswehrausrüstung bleibt vielfach in Afghanistan

42 Prozent des Kriegsgeräts der Bundeswehr werden nach dem Abzug in Afghanistan bleiben und 47 Prozent nach Deutschland zurückgebracht werden. Bei den restlichen 11 Prozent soll je nach Materialzustand entschieden. Das berichtet der "Spiegel" unter Berufung aus Angaben aus dem Verteidigungsministerium

Die Bundeswehr wird offenbar bei ihrem Abzug aus Afghanistan Kriegsgerät im Neuwert von rund 150 Millionen Euro zurücklassen. Das Material wird entweder an die Afghanen übergeben, verkauft oder verschrottet, wie der "Spiegel" berichtet. Das Nachrichtenmagazin beruft sich auf Angaben des Verteidigungsministeriums, wonach rund 42 Prozent der Gerätschaften in Afghanistan bleiben und 47 Prozent nach Deutschland zurückgebracht werden. Bei den restlichen 11 Prozent werde je nach Materialzustand entschieden.

Für die Weiternutzung gelten dem Ministerium zufolge strenge Kriterien. Ein zwei Jahre alter Geländewagen "Wolf" etwa werde in der Regel nicht mehr nach Deutschland zurückgebracht. Das Ministerium rechtfertigt den Ausschuss laut "Spiegel" damit, dass der Wert des Kriegsgeräts nach der Nutzung "weit unter" dem Anschaffungspreis liege und deshalb der Rücktransport unwirtschaftlich sei.