Bundeswehrsoldat wegen Verdachts auf Anschlagspläne festgenommen

Wegen des Verdachts, einen Anschlag geplant zu haben, ist ein 28-jähriger Bundeswehrsoldat festgenommen worden. Im Zuge der Ermittlungen wegen des Verdachts der Vorbereitung einer schweren staatsgefährdenden Gewalttat wurden am Mittwoch insgesamt 16 Objekte in Deutschland, Österreich und Frankreich durchsucht, wie die Staatsanwaltschaft Frankfurt am Main am Donnerstag mitteilte. Der aus Offenbach stammende Verdächtige wurde im unterfränkischen Hammelburg festgenommen.

Bei dem Beschuldigten handelt es sich den Angaben zufolge um einen im französischen Illkirch stationierten Oberleutnant der Bundeswehr. Er soll im Januar am Flughafen Wien eine geladene Schusswaffe auf einer Toilette versteckt haben. Als er sie im Februar wieder holen wollte, wurde er vorübergehend festgenommen.

Die folgenden Ermittlungen ergaben Hinweise darauf, dass sich der Beschuldigte Ende 2015 unter einem Aliasnamen als syrischer Flüchtling ausgegeben und später einen Asylantrag gestellt hatte. Zudem ergaben sich Anhaltspunkte für "einen fremdenfeindlichen Hintergrund" bei dem Mann. Die Ergebnisse der Ermittlungen legten den Verdacht nahe, "dass der Beschuldigte mit der zuvor am Wiener Flughafen hinterlegten Waffe eine schwere staatsgefährdende Straftat im Sinne eines Anschlags geplant hat", erklärte die Staatsanwaltschaft.

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