Bundeswehrverband sieht vor bevorstehendem Truppenabzug erhöhte Gefahr in Kabul

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Menschen warten auf ihren Flug aus Kabul

Der Vorsitzende des Deutschen Bundeswehrverbandes, André Wüstner, hat angesichts des bevorstehenden US-Truppenabzugs aus Afghanistan vor einer zunehmenden Gefährdung am Kabuler Flughafen gewarnt. "Einerseits wissen die Afghanen, dass das Zeitfenster sich jetzt schließt, dass die Schlinge der Taliban sich zuzieht, das wird nochmal den Druck erhöhen in Richtung Flughafen", sagte Wüstner am Mittwoch im ZDF-Morgenmagazin. Zudem gebe es Berichte, wonach sich Selbstmordattentäter in der Stadt befinden sollen.

Die Gefahr eines Anschlags bezeichnete Wüstner als "enorm". "Wir wissen ja, es gibt unterschiedliche terroristische Gruppierungen, Menschen die unterschiedliche Interessen haben in Afghanistan und die werden versuchen, nochmal auf sich aufmerksam zu machen." Deutschland müsse in dieser Situation hoffen, "dass uns die Amerikaner in der letzten Phase weiterhin den Rücken freihalten".

Wüstner kritisierte zudem die Abhängigkeit Deutschlands und Europas von den USA: Aktuell stelle Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) mit ihrer Regierung fest, dass sie "ohne das Engagement der Amerikaner" und deren militärische Handlungsoptionen "nur Beobachter großer und tragischer Ereignisse" sei.

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