Bundeswirtschaftsminister spricht sich für Verschärfung des Lockdowns aus

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Peter Altmaier

Vor dem Spitzentreffen der Ministerpräsidenten zu Beratungen über die Corona-Krise hat sich Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) für eine Verschärfung des Lockdowns ausgesprochen. "Was wir uns wirtschaftlich am wenigsten leisten können, ist die Verschärfung der Pandemie", sagte Altmaier der "Rheinischen Post" (Montagsausgabe). Er warnte vor einer Ausbreitung von mutierten Formen des Coronavirus.

Bei dem Bund-Länder-Treffen müssten die Weichen so gestellt werden, "dass wir in den nächsten Wochen die Infektionswelle endgültig brechen und ein erneutes Hochschießen der Dynamik bis Ostern verhindern", sagte der Minister. Das bedeute jedoch nicht, dass die Wirtschaft herunterfahren müsse.

"Es liegt eine Auswahl von Möglichkeiten auf dem Tisch, von der Homeoffice-Pflicht über die FFP2-Maskenpflicht im Bahnverkehr bis hin zu deutlicheren Kontaktbeschränkungen oder Ausgangssperren", sagte Altmaier der Zeitung und sprach sich dafür aus, mehrere der Maßnahmen zu kombinieren.

Vor den Bund-Länder-Beratungen am Dienstag haben bereits mehrere Spitzenpolitiker auf eine Verschärfung der Schutzmaßnahmen gedrängt. Es dürfe keine Tabus geben, das gelte "für das Thema Ausgangssperre, aber auch für die Diskussion um die Arbeit im Homeoffice", sagte etwa der saarländische Ministerpräsident Tobias Hans (CDU). Schärfere Einschränkungen forderte auch Unions-Fraktionschef Ralph Brinkhaus.

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