Bei Burger King Strom tanken

Logo der Fastfood-Kette Burger King

Burger essen und währenddessen das Elektroauto laden: Die Fastfood-Kette Burger King eröffnet am Mittwoch die erste Ladesäule auf einem ihrer Restaurantparkplätze. "Wir wollen mit diesem Angebot ein Zeichen für mehr Nachhaltigkeit setzen und vor allem auch mehr Komfort für unsere Gäste schaffen", erklärte Deutschland-Chef Carlos Baron gegenüber der Nachrichtenagentur AFP am Dienstag. "Der Roll-out startet im niedersächsischen Burgdorf und wird in diesem Jahr an zahlreichen weiteren Standorten fortgeführt."

"Mit der Marktentwicklung wird das Angebot nachfragegerecht ausgeweitet werden", erklärte der Chef der Nachhaltigkeits-Investmentgesellschaft Cut Power, Karl Eberhard Hunke. Die Gesellschaft ist die Eigentümerin der Ladestellen.

Die Stromtankstelle hat laut Mitteilung eine Leistung von 50 bis 150 Kilowattstunden, wodurch die Autos in einer halben Stunde genügend Strom für weitere 200 Kilometer laden sollen. Den Ökostrom dafür soll das baden-württembergische Energieunternehmen EnBW liefern.

Erst am Montag hatte der Mineralölkonzern Shell den Bau von Schnellladesäulen an seinen Tankstellen in Deutschland gestartet. Bislang betreiben vor allem Stromkonzerne wie Innogy, EnBW, Eon und diverse Stadtwerke Ladesäulen. Daneben bieten auch zahlreiche Einzelhändler wie Aldi, Ikea oder die Kette McDonalds ihren Kunden auf dem Parkplatz Stromtankstellen an. Mit dem Gemeinschaftsunternehmen Ionity betreiben auch die deutschen Autohersteller Schnellladesäulen; die Deutsche Telekom will an ihren Verteilerkästen Ladepunkte installieren.

Das Netz wächst schnell - das Ladesäulenregister der Bundesnetzagentur verzeichnet derzeit mehr als 8700 öffentliche Ladesäulen mit rund 17.200 Ladepunkten. Laut Berechnungen der Nationalen Plattform Elektromobilität werden im Jahr 2025 rund 130.000 bis 190.000 öffentliche Ladepunkte mit normaler Geschwindigkeit und rund 13.000 bis 19.000 öffentliche Schnellladepunkte benötigt. Zusätzlich müssten ungefähr 2,4 bis 3,5 Millionen private Ladepunkte bis 2025 installiert sein.