Bus & Bahn: Der Verkehr in Berlin muss fließen

Auch mit dichteren Takten stehen die Busse noch im Stau. Der Senat muss den Verkehr flüssiger gestalten, meint Thomas Fülling

Wer täglich mit Bus und Bahn in Berlin unterwegs ist, bekommt es hautnah zu spüren: Immer mehr Menschen nutzen die öffentlichen Verkehrsmittel, und selbst außerhalb des Berufsverkehrs sind die U-Bahnen oft rappelvoll. Es ist also höchste Zeit, dass der Senat reagiert und bei den Berliner Verkehrsbetrieben mehr Leistungen bestellt. Bereits im Vorjahr wurde das Platzangebot auf einigen Linien aufgestockt, in diesem Monat soll es weitere spürbare Verbesserungen geben.

Doch die Verkehrsbetriebe stoßen dabei auch an ihre Grenzen. Da ist zum einen der leidige Fahrzeugmangel bei der U-Bahn. Rund 15 Jahre lang konnte die BVG keine neuen Züge in nennenswerter Zahl bestellen – wegen der Sparpolitik ihres Eigentümers, dem Land Berlin. Die Folge ist eine völlig überalterte und dadurch auch störanfällige Fahrzeugflotte. Berlins Finanzsenator Matthias Kollatz-Ahnen (SPD) hat das verstanden und vor zwei Jahren die Weichen für eine kontinuierliche Erneuerung des Wagenparks gestellt. Doch die Versäumnisse der Vergangenheit lassen sich gerade bei der Beschaffung neuer Triebwagen für das technisch spezielle Berliner U-Bahn-System nicht kurzfristig ausbügeln.

Besser sieht es da bei den Bussen aus. Neue Fahrzeuge können schneller geliefert werden. Allerdings: Was nützen dichtere Takte auf besonders gefragten Linien, wenn die Busse wie alle anderen Autos auch im Stau stehen? Die berüchtigte Rudelbildung, bei der der erste Bus überfüllt und der nächste zwei Minuten später halbleer ist, ist eine Folge...

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