„Buy American“: Trump unterzeichnet neues Dekret – Weniger Arbeitsvisa für Ausländer

Öffentliche Aufträge sollen hauptsächlich an inländische Unternehmen gehen.

Mit ihren Produkten vom Schraubschlüssel über die Bohrmaschine bis zur Werkbank ist die Firma Snap-On den meisten Heimwerkern in den USA ein Begriff. Das 1920 im Bundesstaat Wisconsin gegründete Unternehmen beschäftigt rund 12.000 Menschen und macht rund zwei Drittel seines Umsatzes auf dem Heimatmarkt.

Eine schöne Kulisse also für eine Inszenierung des Slogans „Amerika zuerst“, die Präsident Donald Trump am Dienstag gerne nutzte. Künftig, erklärte er bei einem Firmenbesuch, solle in den USA das Prinzip „Kauft amerikanisch und stellt Amerikaner ein“ gelten. Vor laufenden Kameras unterzeichnete er ein entsprechendes Dekret.

Die präsidiale Anordnung mit dem programmatischen Titel „Buy American, Hire American“ soll die Vergabe von Arbeitsvisa für hochqualifizierte Ausländer einschränken und dafür sorgen, dass öffentliche Aufträge verstärkt an inländische Unternehmen vergeben werden. Selbst eine Neuverhandlung internationaler WTO-Verträge wird angedeutet. Die Stärkung der amerikanischen Wirtschaft habe höchste Priorität für die Regierung, erklärte das Weiße Haus.

Trump vollzieht immer wieder 180-Grad-Wendungen hin – Anhänger geraten ins Zweifeln

Der demonstrative Aufschlag für eine nationalistische Wirtschaftspolitik kommt nicht von ungefähr. Trump hat seinen überzeugten Anhängern zuletzt einiges zugemutet. Auf zentralen Politikfeldern legte er gegenüber seinen populistischen Wahlkampf-Aussagen eine 180-Grad-Wende hin. So erklärte er plötzlich, das Verteidigungsbündnis Nato sei doch nicht obsolet. China, das er noch im vergangenen Sommer als „größten Währungsmanipulator der Welt“ beschimpft hatte, wird nun nicht mehr...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung

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