BVG: "Weil wir dich lieben" - Die BVG und ihre Liebeskampagne

Jens Gruner von der Agentur GUD (re.) und Martell Beck, Bereichsleiter Marketing

Martell Beck kann sich noch genau an jenen Tag erinnern, an dem die Berliner Verkehrsbetriebe BVG ihren Fahrgästen zum ersten Mal mitgeteilt haben, dass sie sie lieben würden. Es war der 13. Januar 2015. Unter dem Hashtag "#weilwirdichlieben" wurden die Berliner damals aufgefordert, von ihren Erlebnissen mit Bus und Straßenbahn zu berichten. "Wir haben zwar Kritik erwartet, aber dass es so schlimm kommen würde, damit haben wir nicht gerechnet", sagt Martell Beck, Marketingchef der BVG. Mit der neuen Kampagne hätten sie einen regelrechten Shitstorm losgetreten. Die Leute hätten Verspätungen angemahnt, Dreck in den Bahnen, unfreundliche Fahrer.

Das ist drei Jahre her. Seitdem hat sich viel verändert. Das Wichtigste: Die Berliner lieben zurück – zumindest das coole Image der BVG kommt an. Auch wenn Busse und Bahnen noch oft genug unpünktlich und längst nicht alle Fahrer freundlich sind. "Freunden verzeiht man so etwas eben eher", sagt Beck. Die Kampagne habe geschafft, was zunächst undenkbar schien – sie habe viele Berliner zu Freunden der BVG gemacht. "Die Zahl der Hauptstädter, die uns weiterempfehlen würden, ist in drei Jahren um zehn Prozent gestiegen", sagt Beck. 60 Prozent würden die Kampagne kennen und "ihrer" BVG auf Twitter, Facebook oder Instagram folgen.

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