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CDS-Gremium braucht länger für Entscheidung zu Credit-Suisse-AT1

(Bloomberg) -- Das Marktgremium, das über Zweifelsfälle bei Kreditausfall-Swaps (CDS) entscheidet, hat am gestrigen Dienstag erstmals zu der Frage getagt, ob die Abschreibung von Additional-Tier-1-Anleihen (AT1) der Credit Suisse Group AG eine Auszahlung auslöst.

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Das sogenannte Credit Derivatives Determinations Committee (CDDC) wird am heutigen Mittwoch erneut zusammentreten, um die Angelegenheit zu erörtern, hieß es in einer Mitteilung auf seiner Website. Das Gremium hatte letzte Woche beschlossen, zu prüfen, ob die AT1-Anleihen unter den Schutz fallen, den CDS auf nachrangige Anleihen der Credit Suisse bieten.

Die Entscheidung des CDDC hat dabei zwei Aspekte.

Erstens muss das Gremium feststellen, ob die Abschreibung der AT1-Anleihen im Zuge der staatlich eingefädelten Notübernahme der Credit Suisse durch die UBS Group AG die Kriterien für ein sogenanntes Kreditereignis mit staatlicher Beteiligung erfüllt. Zweitens muss sie prüfen, ob die AT1-Anleihen den nachrangigen Schuldtiteln, an die die Swaps gebunden sind, gleichgestellt sind oder ob sie in der Kapitalstruktur der Credit Suisse sogar nachrangig sind.

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In ähnlichen Fällen hat es in der Vergangenheit mehrere Wochen gedauert, bis das CDDC eine Entscheidung getroffen hat. Bei komplexen Angelegenheiten tritt das Gremium, das sich aus 13 Mitgliedern zusammensetzt, darunter Banken und auf dem Markt tätige Investoren, oft mehrmals zusammen und fordert in einigen Fällen weitere Informationen an. Letztes Jahr war dies etwa im Zusammenhang mit russischen Staatsanleihen der Fall.

Überschrift des Artikels im Original:CDS Panel Says It Needs More Time to Deliberate on Credit Suisse

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