CDU-Innenexperte Schuster sieht Abschiebungsfall aus der Türkei undramatisch

IS-Kämpfer nach der Gefangennahme in Ostsyrien

Der CDU-Innenexperte Armin Schuster hat im Fall der aktuellen Abschiebung einer salafistischen Familie aus der Türkei vor Hysterie gewarnt. Die Meldungen dazu seien "ein bisschen ins Kraut geschossen", sagte er am Donnerstag im Deutschlandfunk. Er würde die Familie zwar "nicht als ungefährlich bezeichnen", es handele sich aber um "keine hochkarätig schwerwiegenden Fälle".

Die Türkei hatte angekündigt, an diesem Donnerstag die siebenköpfige Familie nach Deutschland abzuschieben. Es handelt sich um Deutsch-Iraker mit salafistischem Hintergrund aus Hildesheim. Ein Haftbefehl liegt nicht vor, deswegen muss kein Familienmitglied mit einer Inhaftierung rechnen.

Schuster wies darauf hin, dass die Familie den vorliegenden Erkenntnissen zufolge nicht in Syrien gewesen sei und nicht an Kampfhandlungen teilgenommen habe. "Sie werden unsere Sicherheitsbehörden beschäftigen, weil wir solche Personen natürlich überwachen", räumte er zugleich ein.