Chamäleon, Python & Co. von innen: Skurrile Zoo-Fotoaktion zu Halloween

Mirja Mattis
Das Chamäleon ist sowieso schon ziemlich spektakulär. Doch auf den Röntgenaufnahmen zeigt das Tier ganz neue Seiten. (Symbolbild: Carl Court/Getty Images)
Das Chamäleon ist sowieso schon ziemlich spektakulär. Doch auf den Röntgenaufnahmen zeigt das Tier ganz neue Seiten. (Symbolbild: Carl Court/Getty Images)

Pünktlich zur Halloween-Saison hat der Zoo von Oregon das Tierreich auf eine leicht gruselige Art betrachtet: durch Röntgenaufnahmen. Es entstand eine faszinierende Serie, die auf Twitter sofort Fans fand.

Jurassic Park lässt grüßen: Der in Portland ansässige Zoo twitterte am Donnerstag eine Reihe von, wie sie es selbst betitelten, “Grufti-Tier-Röntgenaufnahmen”. Die Scans entstanden bei routinemäßigen Gesundheitschecks der Zoobewohner und wurden zur allgemeinen Diagnose und zur Forschung zur Verkürzung der Narkosezeit angefertigt. Die unheimlichen Bilder enthüllten das Innenleben von verschiedensten Lebewesen und Kriechtieren, darunter ein Chamäleon, ein Python und ein Biberschwanz.

Chamäleon und Fliegender Fuchs

Königspython und Biberschwanz

Ein Tukan

Jedes Tier im Oregon Zoo erhält routinemäßige Gesundheitsuntersuchungen – oft beinhalten diese auch Röntgenaufnahmen. Die digitale Radiologie hat sich als nützliches Diagnoseinstrument erwiesen und den Tierexperten des Zoos zu einer exzellenten Gesundheitsversorgung verholfen. Aber wie röntgt man einen 150 Kilo schweren Sibirischen Tiger? Natürlich sehr sorgfältig und mit modernster Ausrüstung, die größtenteils durch eine Spende des Banfield Pet Hospital aus dem Jahr 2009 finanziert wird.

Die digitale Radiologie ermöglicht es dem Tierarzt, Röntgenergebnisse schneller zu erhalten und die Bilder nach der Aufnahme zu verfeinern, was die Anästhesie und Untersuchungszeit für Tiere minimiert. Diese verkürzte Anästhesiezeit bedeutet ein geringeres Risiko und eine verbesserte Sicherheit für die tierischen Patienten. So können auch Bilder für einen späteren Vergleich digital archiviert und Röntgenbilder mit Beratern und Tierärzten in anderen Zoos diskutiert werden.

Tierische Kunstliebhaber auf Twitter

Doch nicht nur der Wissenschaft sind die Aufnahmen dienlich. Twitter-User empfahlen vermehrt, die Scans als Fotos oder Kalender zum Verkauf anzubieten – und mit den Einnahmen die Pflege der Tiere zu unterstützen. Ob das der Zoo von Oregon in Betracht zieht, blieb bislang offen. Einen einzigartigen Einblick in die Welt der Wildtiere haben sie jedoch auch schon so gegeben.

Und wer noch nicht genug hat von dem Innenleben der Zootiere: Es wurden noch weitere Bilder getweetet.

Eine Schildkröte

Ein Gecko und eine Zwergmanguste

Eine Eule und eine Tigerpfote

Ein Seewolf und ein Igel – mit Gas im Bauch