Champions League: "Barca schreit nach einer Revolution"

Beim FC Barcelona stehen die Zeichen nach dem 0:3 gegen Juventus Turin in der Champions League auf Umbruch. An ein neues Wunder glaub keiner.

Barcelona.  Die Stimmung am Tag danach? Da brauchte es keine Psychoanalysen, es reichten die ersten drei von wie üblich 20 Seiten Klubberichterstattung in der Zeitung "Sport". Titelblatt: "Gekreuzigt". Spielbericht: "Paris, dritte Halbzeit". Leitartikel: "Barca schreit nach einer Revolution". Ja, die spanischen Fußballpostillen sind sensationalistisch, und nein, in der seriösen Presse klingt es nicht anders. "Von Schiffbruch zu Schiffbruch" sah "La Vanguardia" ein "schon wieder lächerliches Barca", das in Turin allenfalls als "Hologramm" auftrat.

0:3 (0:2) bei Juventus am Dienstag im Viertelfinale nach 0:4 im Achtelfinale bei Paris St. Germain. Wer mag, kann das als Fortschritt sehen. Trainer Luis Enrique mochte nicht. Erstmals in seiner dreijährigen Amtszeit weigerte er sich, die Mannschaft zu schützen. "Ich habe einen Albtraum von neuem erlebt", sagte er. "Juventus hatte mehr Intensität. Unsere Positionierung auf dem Platz war gruselig. Sie hatte nichts mit dem zu tun, was ich gefordert hatte. Ich fühle mich traurig, machtlos."

Trainer Luis Enrique hat die Mannschaft verloren

Die offenen Worte verraten zum einen, dass der 46-Jährige innerlich schon ausgecheckt hat aus einem Amt, das er zum Saisonende auf eigenen Wunsch verlassen wird. Zum anderen scheinen ihm die Spieler auch nur noch bedingt zu folgen.

Nachdem in Paris der diesmal gesperrte Sergio Busquets die Marschroute seines Trainers kritisierte ("Sie waren taktisch besser"), ist die Mannschaft nun offenbar beim Autopilot angekommen: ...

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