Champions League: Letzte Hoffnung Leicester: Englands Fußball in der Krise

Vor neun Jahren waren englische Klubs in der Königsklasse das Maß aller Dinge, nun sind sie nur noch Beiwerk. Was ist nur passiert?

Berlin.  Neun Jahre nur ist es her, dass Manchester United in einem rein englischen Finale gegen den FC Chelsea die Champions League gewann. Mehr noch: Die Klubs von der Insel hatten Europas Eliteliga dominiert und alle vier Starter das Viertelfinale erreicht – nichts deutete darauf hin, dass sich daran etwas ändern würde. Zu groß die Geldlücke zwischen der milliardenschweren Premier League und dem Festland, zu reizvoll das Ziel England für die Top-Stars – die Zukunft der Fußballelite, sie schien umhüllt von einem samtigen Union Jack.

Heftige Kritik an Guardiola

Die Realität aber sah anders aus. Längst ist die britische Party vorbei, die Bilanz des Jahres 2017 liest sich ernüchternd. Der FC Arsenal? Gedemütigt von Bayern München (zweimal 1:5). Tottenham Hotspur? Raus in der Vorrunde. Pep Guardiolas Manchester City? Durch das 1:3 im Rückspiel bei AS Monaco am Viertelfinale vorbeigeschrammt. "Der erfahrene Pep Guardiola sah wie ein Anfänger aus", lästerte der "Daily Mirror".

Bleibt Leicester City, der eigentlich formschwächste Vertreter des Quartetts, der sich gegen den FC Sevilla durchsetzte. Eine Ausnahme, die die Regel bestätigt, denn statt England dominiert seit Jahren Spanien (siehe Grafik). Im Mutterland des Fußballs suchen sie nicht erst seit diesem Jahr nach den Gründen für die internationale Misere. Tottenham sei zu unerfahren; Guardiola, der Sonntag auf Jürgen Klopps FC Liverpool trifft, habe in Manchester auf das falsche System gesetzt, und Arsenal ohnehin immer Lospech mit dem ...

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