Charité: Wenn eine Hummel im Krankenhaus Visite macht

Behandlung in der Charité

Auf einmal hat Anton das Herz in der Hand. Versehentlich herausgerissen. Verdutzt hält er das rote Stück Textil zwischen seinen Fingern. "Huch, das wollte ich nicht", sagt er, schaut dann aber doch neugierig, was noch alles im Bauch der flauschigen Hummel steckt. Lunge, Leber und Blase. Für die interessiert sich Anton besonders: "Kommt da auch Pipi heraus?"

Der Achtjährige hat sich beim Entzünden eines Lagerfeuers mit einer Gasflasche Verbrennungen zugezogen und liegt jetzt mit einem verbundenen Bein im Bett auf der Kinderchirurgiestation 27 der Charité, Campus Virchow-Klinikum. Seit drei Tagen ist er in der Klinik, das kann schon langweilig werden, auch wenn der Vater immer um ihn ist. Darum freut er sich jetzt über die Ablenkung der Hummelkind-Visite.

Einmal im Monat besuchen die angehende Medizinerin Kathrin Schmidt und Illustratorin Caroline Körner zusammen mit Hummel Simon die kleinen Patienten in der Kinderchirurgie. Simon ist dabei klarer Favorit der Kinder. Das etwa 30 Zentimeter große Stofftier lässt sich am Bauch mit einem Reißverschluss öffnen, und in ihm stecken alle wichtigen Organe. An der Hummel lassen sich Abläufe im Körper, Erkrankungen und Operationen erklären.

Anton findet das spannend und er hat viele Fragen. Kathrin Schmidt beantwortet sie ihm – anschaulich, kindgerecht und mit viel Geduld. Im Krankenhausalltag ist dafür normalerweise nur wenig Luft. Bei der Visite rauscht der Arzt meist nur schnell über die Station, wenn vielleicht gerade ein kleines Zeitfe...

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