Charles III. übertragt wichtigen militärischen Ehrentitel an Sohn William

Bei einem seltenen gemeinsamen Aufritt hat der britische König Charles III. seinen Sohn Prinz William zum Oberst des Army Air Corps ernannt. Auf einem Stützpunkt in Südengland wurde dem 41-Jährigen der Ehrentitel von seinem Vater übertragen. (Kin Cheung)
Bei einem seltenen gemeinsamen Aufritt hat der britische König Charles III. seinen Sohn Prinz William zum Oberst des Army Air Corps ernannt. Auf einem Stützpunkt in Südengland wurde dem 41-Jährigen der Ehrentitel von seinem Vater übertragen. (Kin Cheung)

Bei einem seltenen gemeinsamen Aufritt hat der britische König Charles III. seinen Sohn Prinz William offiziell zum Oberst des Army Air Corps, einem Regiment der Heeresflieger, ernannt. Auf einem Stützpunkt im südenglischen Middle Wallop wurde dem 41-jährigen Thronfolger der militärische Ehrentitel von seinem Vater übertragen. "Ich hoffe, dass Sie in Zukunft mit dem Prince of Wales als neuem Oberst noch stärker werden", sagte Charles in einer Rede an das Regiment.

Zwar freue er sich, an der Veranstaltung teilzunehmen, es sei jedoch auch traurig, den Posten nun nach 32 Jahren abzugeben, sagte der an Krebs erkrankte Monarch weiter. Großartig sei allerdings, dass William selbst ein "guter Pilot" sei. "Das ist sehr ermutigend."

William hatte als Such- und Rettungspilot der Royal Air Force gearbeitet und auch für eine zivile Rettungsflugwacht im Cockpit gesessen, bevor er sich ganz seinen royaler Pflichten gewidmet hatte.

Dass der wichtige Posten nun an den Erstgeborenen William übergeht, wird als Affront gegen dessen jüngeren Bruder Prinz Harry gewertet. Dieser hatte 2012 selbst als Hubschrauberpilot beim Army Air Corps in Afghanistan gedient und war lange für den Ehrentitel vorgesehen gewesen. Allerdings ist der 39-jährige Prinz mit der Königsfamilie zerstritten und lebt seit 2020 mit seiner Frau, der früheren US-Schauspielerin Meghan Markle, in Kalifornien.

Charles III. hatte seine Krebserkrankung Anfang Februar öffentlich gemacht. Sie wurde nach einer Operation wegen einer vergrößerten Prostata festgestellt, laut Palast handelt es sich jedoch nicht um Prostata-Krebs. An welcher Art von Krebs er erkrankt ist, ist nicht bekannt.

Der König hatte kürzlich seine öffentlichen Auftritte wieder aufgenommen, nachdem die Ärzte erklärt hatten, dass die Behandlung gut anschlage.

lt/mid