Charlotte Knobloch sorgt sich um Erfolg im Kampf gegen Antisemitismus

Charlotte Knobloch (links) mit Bundeskanzlerin Angela Merkel

Die Vorsitzende der Israelitischen Kultusgemeinde München und Oberbayern, Charlotte Knobloch, sorgt sich um den Erfolg ihrer Bemühungen gegen Antisemitismus und für die Aussöhnung zwischen Juden und Nichtjuden. "Ignatz Bubis hat kurz vor seinem Tod gesagt: Ich habe nichts erreicht", sagte Knobloch der Wochenzeitung "Die Zeit" laut Vorabmeldung vom Mittwoch. Sie habe ihm "damals persönlich widersprochen, aber jetzt erreichen mich diese Worte selbst".

"Wenn ich mir die derzeitige Situation anschaue, denke ich manchmal: Du hast doch auch nichts erreicht", sagte sie der Zeitung. Sie habe sich vorgestellt, dass "wir im Miteinander von Juden und Nichtjuden in eine Normalität übergehen" und habe gehofft, dass sie dies vielleicht noch erlebe. "Im Moment sehe ich eher das Gegenteil", sagte Knobloch.