Charlottenburg: BVG-Mitarbeiter wegen rassistischer Beleidigung angezeigt

In Charlottenburg soll ein BVG-Sicherheitsmitarbeiter zwei Personen fremdenfeindlich beleidigt haben. Die beiden erstatteten Anzeige.

Am Montagnachmittag haben eine Frau und ein Mann bei der Polizei Anzeige wegen Beleidigung mit fremdenfeindlichem Hintergrund angezeigt. Die beiden gaben an, dass sie am Vormittag gegen 10 Uhr auf dem U-Bahnhof Richard-Wagner-Platz in Charlottenburg an einer Wand etwas für ein Kunstprojekt abpausten.

Plötzlich soll ein BVG-Mitarbeiter an sie herangetreten sein und die Zeichnung zerrissen haben. Als die 32-Jährige und ihr 35 Jahre alter Begleiter dem Mitarbeiter erklären wollten, was sie dort machten, soll dieser die beiden vermutlich aufgrund ihres Aussehens fremdenfeindlich beleidigt haben. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin übernahm die Ermittlungen.

Ende März gab es einen ähnlichen Vorwurf gegen einen BVG-Mitarbeiter. Eine Frau gab auf Facebook an, mitbekommen zu haben, wie ein U-Bahnfahrer mehrere Frauen in afrikanischen Trachten rassistisch beleidigt haben soll. Der Verkehrsbetrieb kündigte eine Untersuchung des Vorfalls an. Auf Anfrage teilte die BVG mit, dass es keine Hinweise auf ein Fehlverhalten des Mannes gäbe.

Dieser hatte ausgesagt, angesichts einer Gruppe von mindestens 20 Personen in entsprechender Bekleidung einen freundlichen Kommentar gemacht zu haben. Er könne sich nicht erklären, wie dieser negativ aufgefasst werden könne. "Ich habe keinen Grund, an den Worten meines Kollegen zu zweifeln", sagte BVG-Sprecherin Petra Reetz.

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