Chef von Cyber-Kommando der Bundeswehr warnt vor Attacken auf Infrastruktur

Geheimdienste warnen vor zunehmenden Cyber-Attacken

Die Bundeswehr warnt vor weitreichenden Folgen von Hacker-Angriffen auf ihre IT-Systeme und Infrastruktur. "Teilweise sollen unsere Systeme ausgespäht, Informationen abgegriffen werden", sagte der Chef des neuen Cyber-Kommandos der Bundeswehr, Generalleutnant Ludwig Leinhos, der "Bild"-Zeitung vom Montag. Darüber hinaus gehe es aber auch um Versuche, "ganze Anlagen stillzulegen oder Infrastruktur zu zerstören".

Wenn es Hackern gelinge, etwa in den Bordcomputer eines Jets einzudringen, könnten dadurch unmittelbar Menschenleben gefährdet werden, sagte Leinhos, der Anfang April das Kommando der neuen Cyber-Einheit bei der Bundeswehr übernommen hat. "Vom Hacker-Angriff bis zu staatlichen Attacken müssen wir auf alles vorbereitet sein."

Nach Angaben des Verteidigungsministeriums gab es allein in den ersten neun Wochen dieses Jahres rund 284.000 Angriffsversuche auf die Netze der Bundeswehr. Schaden entstand dadurch bislang aber nicht. Das neue Kommando beginnt seine Arbeit zunächst vorwiegend mit bereits vorhandenem Personal, soll aber schrittweise weiter aufgebaut werden.

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