Chef der Jungen Union mahnt bessere Voraussetzungen für Homeschooling an

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Schüler in Oberhausen
Schüler in Oberhausen

Die Junge Union (JU) hat Bund und Länder dazu aufgerufen, bei den Beratungen über die weiteren Corona-Maßnahmen am Mittwoch bessere Voraussetzungen für das Homeschooling zu schaffen. "Wir müssen jetzt alles dafür tun, damit der digitale Unterricht in Deutschland funktioniert", sagte JU-Chef Tilman Kuban den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Sonntag. "Nur dann lassen sich ältere Schüler oder Berufsschüler verantwortungsvoll ins Homeschooling schicken."

Am Mittwoch wollen sich die Länderregierungschefs und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) erneut mit den Corona-Regeln befassen. Zuletzt hatte es dabei wieder vermehrt Forderungen gegeben, die Lage an den Schulen verstärkt in den Blick zu nehmen. Bei den jüngsten Beratungen war eine Entscheidung über neue Corona-Beschlüsse vertagt worden - der Bund hatte dabei unter anderem eine Halbierung von Klassen und die Einführung eines Systems des Wechselunterrichts gefordert; die Länder lehnten dies aber ab.

JU-Chef Kuban beklagte ausbleibende Fortschritte über den Sommer. Nun gelte es, Hindernisse für die Digitalisierung der Schulen zu beseitigen. Als Beispiel nannte er den finanziellen Eigenanteil der Kommunen beim Digitalpakt für die Schulen. Für jüngere Schüler müsse der Präsenzunterricht oberste Priorität behalten. "Es darf keine Corona-Generation geben", warnte Kuban. Der JU-Vorsitzende regte den flächendeckenden Einsatz von Luftfiltern in allen Schulen an. Dies dürfe "nicht an den Kosten scheitern".

jm/hex