China beschränkt Zugang zu Internet-Spielen für Minderjährige drastisch

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Die chinesische Jugend soll weniger Zeit mit Zocken verbringen (Archivbild: Zhang Peng/LightRocket via Getty Images)
Die chinesische Jugend soll weniger Zeit mit Zocken verbringen (Archivbild: Zhang Peng/LightRocket via Getty Images)

Mit harten Beschränkungen will China die Abhängigkeit Minderjähriger von Videospielen im Internet verringern.

Künftig dürfen Kinder und Jugendliche nur noch drei Stunden pro Woche spielen - und zwar freitags, samstags und sonntags jeweils von 20.00 bis 21.00 Uhr, wie die Behörden am Montag mitteilten. Bisher war es Minderjährigen lediglich verboten, zwischen 22.00 Uhr und 8.00 Uhr an Video-Spielen im Internet teilzunehmen.

Sorge um "geistiges Opium"

Ziel der neuen Regelungen ist es, die Abhängigkeit von den Spielen zu bekämpfen. Lehrer und Ärzte in der Volksrepublik beklagen sich schon lange über nachlassende Sehfähigkeit der Kinder, schlechtere Noten und mangelnde körperliche Betätigung. Anfang August hieß es in einer einflussreichen Regierungszeitung, die Video-Spiele seien zu einem "geistigen Opium" geworden.

Nun sollen Internet-Spiele für Minderjährige von Montag bis Donnerstag gar nicht und an den anderen drei Tagen jeweils nur für eine Stunde zugänglich sein. Ausnahmen soll es in den Ferien geben - dann sollen Minderjährige aber auch nur eine Stunde pro Tag spielen dürfen. Damit Kinder und Jugendliche überhaupt an den Spielen teilnehmen können, soll beim Einloggen ihr Ausweis geprüft werden. Der führende Gaming-Anbieter Tencent hatte bereits im Juli eine Gesichtserkennungssoftware eingeführt, die verhindern soll, dass Kinder die Zugänge von Erwachsenen nutzen.

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