Chinas neuer Magnetzug: Bis zu 600 km/h schnell

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China setzt Maßstäbe in der technologischen Entwicklung. Jetzt wurde mit der neuen Magnetbahn die nächste Generation von Hochgeschwindigkeitszügen eingeläutet.

So schnittig sieht der neue Magnet-Hochgeschwindigkeitszug aus China aus, der jetzt in Qingdao vorgestellt wurde. (Bild: Barcroft Media via Getty Images)
So schnittig sieht der neue Magnet-Hochgeschwindigkeitszug aus China aus, der jetzt in Qingdao vorgestellt wurde. (Bild: Barcroft Media via Getty Images)

Bereits vor zwei Jahren hatte die China Railway Rolling Stock Corporation (CRRC) den ersten Prototyp des Magnetzuges vorgestellt, der alle Geschwindigkeitsrekorde auf Schienen brechen soll. Nun wurde der erste reguläre Zug in Qingdao in der ostchinesischen Provinz Shandong vorgestellt. Es ist der nächste Entwicklungsschritt in Chinas Verkehrskonzept.

Magnetbahn auf Rekordkurs

Dabei verfügt das riesige Land bereits über ein gut ausgebautes Schienennetz für Hochgeschwindigkeitszüge: Mehr als 38.000 Kilometer umfasst das Verkehrsnetz bereits. Für die neue Generation muss es allerdings erweitert werden. Denn die Magnetschwebebahnen benötigen eigene Trassen. Allein durch elektromagnetische Kraft aufgehängt, vermeiden die Züge jeden Widerstand durch Kontakt und können so ohne Reibungsverlust ungeahnte Geschwindigkeiten erreichen. 

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Dabei sind die Züge in China jetzt schon das Maß aller Dinge. Ein herkömmlicher Zug der CRRC erreichte den Rekord von 486 km/h. Doch der Magnetzug soll noch deutlich schneller unterwegs sein. Die neue Generation wird Geschwindigkeiten von bis zu 600 km/h erreichen, teilte die staatliche Nachrichtenagentur Xinhua mit. Zum Vergleich: Der schnellste ICE erreicht in Deutschland im regulären Betrieb Höchstgeschwindigkeiten von um die 300 km/h. Die Magnetbahn wäre dann mit Abstand der schnellste Zug der Welt.

Solch ein Projekt gab es bereits vor gut 20 Jahren, als der Transrapid der deutschen Unternehmen Siemens und Thyssenkrupp an den Start ging. Auch damals gehörte China zu den Interessenten. 2002 nahm der Transrapid dann als Chinas erste Magnetschwebebahn den Betrieb zwischen dem Shanghaier Flughafen Pudong und dem Messezentrum auf. In Deutschland setzte sich das Konzept der Magnetbahn nicht durch, in China wird es nun in die nächste Entwicklungsstufe gehen. 

Chinas Zukunft fährt auf Gleisen

Bevor der Magnetzug allerdings in den regulären Passagierbetrieb übergeht, soll er zuerst mehrere Jahre lang getestet werden. Währenddessen soll das Streckennetz aufgebaut werden, so dass die ersten Fahrten dann in etwa fünf Jahren beginnen könnten. Vor allem zwischen den Großstädten könnte die Reisezeit dann erheblich verkürzt werden. Zwischen Shanghai und Peking beispielsweise würde die Fahrt dann nur noch etwa zweieinhalb Stunden dauern, anstatt wie heute noch fünf Stunden. Auch das bestehende Schienennetz soll weiter ausgebaut werden. Ein Großteil der Gleise stammt aus den vergangenen fünf Jahren, bis 2035 soll es noch einmal verdoppelt werden, um die wachsenden Metropolen besser miteinander zu vernetzen.

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