Chinas Staatschef Xi reist kommende Woche zu Trump in die USA

Chinas Staatschef Xi Jinping ist zu seiner ersten Begegnung mit US-Präsident Donald Trump in den USA eingetroffen. In Trumps Luxusdomizil Mar-a-Lago in Florida will er zwei Tage lang mit dem US-Präsidenten beraten

US-Präsident Donald Trump und Chinas Staatschef Xi Jinping werden Ende kommender Woche erstmals zusammentreffen. Wie beide Regierungen am Mittwoch mitteilten, ist Xi am 6. und 7. April zu Besuch in Trumps Privatdomizil Mar-a-Lago im US-Bundesstaat Florida. Trump hatte China im Wahlkampf vor allem wegen seiner Handelspolitik hart kritisiert, seine Rhetorik aber zuletzt gemäßigt.

Das Weiße Haus kündigte an, dass Trump und seine Ehefrau Melania als Teil des Besuchsprogramms ein Essen zu Ehren von Xi und dessen Gattin veranstalten würden. Über Xis Besuch in den USA war bereits seit Tagen spekuliert worden. Offiziell bestätigt wurde das Treffen aber erst jetzt. Vor eineinhalb Wochen hatte Xi bereits US-Außenminister Rex Tillerson in Peking empfangen.

In seinem Wahlkampf hatte Trump der Volksrepublik vorgeworfen, Arbeitsplätze in den USA zu "stehlen" und die USA mit unfairen Handelspraktiken zu "vergewaltigen". Insbesondere der hohe Überschuss Chinas im bilateralen Handel erregte Trumps Zorn.

Auch nach seinem Wahlsieg im November dämpfte Trump dann seine chinakritische Rhetorik zunächst nicht. Er verurteilte den Herrschaftsanspruch Chinas über weite Teile des Südchinesischen Meeres und verärgerte Peking zudem, indem er einen Gratulationsanruf der Präsidentin von Taiwan annahm. Peking betrachtet Taiwan als abtrünnige Provinz.

Zuletzt schlug Trump jedoch versöhnlichere Töne an. Bei einem Telefonat mit Xi Mitte Februar versicherte er, dass die Vereinigten Staaten an der sogenannten Ein-China-Politik festhielten. Diese besteht darin, die Führung in Peking als alleinige Regierung Chinas anzuerkennen und mit der taiwanischen Regierung lediglich informelle Kontakte zu unterhalten.

Ganz oben auf der Agenda bei Xis Besuch in Mar-a-Lago dürfte Nordkorea stehen. Tillerson und Xi hatten bei ihrem Treffen in Peking vereinbart, beim Umgang mit der wachsenden Bedrohung durch das nordkoreanische Atom- und Raketenprogramm zusammenzuarbeiten.

Die Trump-Regierung möchte, dass China mehr Druck als bislang auf seinen traditionellen Verbündeten Nordkorea ausübt. China hatte zuletzt bereits sämtliche Kohle-Importe aus dem Land bis Jahresende gestoppt. Peking wiederum kritisiert das Raketenabwehrsystem, das die USA in Südkorea zu installieren begonnen haben.

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