Chinesische Botschaft: Pankow bekommt chinesische Mauern

Nach 35 Jahren bebaut die Volksrepublik die Brache an der Neumannstraße – mit Wohnungen und Büros.

Noch liegt er im wahrsten Sinne des Wortes unberührt da, dieser Urwald mitten in Pankow. Dass hier seit 35 Jahren nichts passiert, ist nicht zu übersehen. Es zwitschert, wächst und wuchert auf dieser Brache, an der die Neumannstraße auf die Arnold-Zweig-Straße trifft. Drumherum nur Plattenbauten, nicht weit entfernt das Neumann-Forum und eine Kita. Doch mit der Naturbelassenheit wird es bald vorbei sein, nun soll gebaut werden. Bauherr: die chinesische Botschaft.

Die DDR überließ der Volksrepu­blik China das Grundstück im Rahmen eines Abkommens von 1982, mit Nutzungsrecht bis 2066. Das ist nichts Ungewöhnliches. Staaten, die mit einer Botschaft in einem anderen Land vertreten sind, bekommen häufig Grundstücke für die diplomatische Nutzung im Gastland. Und umgekehrt. Nur werden diese oft nicht genutzt.

Für eine Botschafterresidenz "zu dezentral"

Gerade erst berichteten die "Prenzlauer Berg Nachrichten" von einer Brache in der Stavangerstraße, die vom Bezirk nicht für den Erweiterungsbau der Bornholm-Grundschule genutzt werden kann, weil sie der bulgarischen Botschaft gehört. Auch die Chinesen scheinen ihr Pankower Grundstück bislang nicht gebraucht zu haben.

"In Peking hat die deutsche Botschaft ein gutes, zentrales Grundstück bekommen, dort steht heute die deutsche Schule", heißt es in der chinesischen Botschaft. Noch im Herbst vergangenen Jahres sagte man dort, aufgrund der "geografischen Lage" könne China an besagtem Pankower Standort keine Botschafterresidenz bauen. "Zu dezent...

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