Chris Watts: Ein Jahr nach der Netflix-Doku "American Murder: The Family Next Door" steht das Haus weiter leer

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Drei Jahre nach Chris Watts grausamen Mord an seiner schwangeren Frau und den zwei gemeinsamen Töchtern steht das Haus der Familie in einem Denver Vorort weiter leer. Vor allem aus einem Grund lässt sich noch immer kein Käufer finden.

Memorial vor dem Haus der Familie Watts in Frederick, wo Chris Watts seine Frau und Kinder tötete
Das Haus der Watts findet weiter keinen Käufer. (Bild: Lewis Geyer/Digital First Media Group/Boulder Daily Camera via Getty Images)

2018 tötete Chris Watts seine Frau Shannan nach einer Auseinandersetzung. Aus Wut soll er die Schwangere erwürgt haben, bevor er die beiden gemeinsamen Kinder, Celeste und Bella, im Auto erstickte. Nach dem Mord verklagten die Eltern von Shannon ihren Schwiegersohn und ihnen wurde ein Schadensersatz in Höhe von sechs Millionen Euro zugesprochen - der als Pfand auf das Haus übertragen wurde.

6 Millionen Dollar Pfand - auf ein Haus mit einem Wert von nur 716.000 Dollar

Tatsächlich ist das einer der Hauptgründe, warum das Haus in Frederick keinen Käufer findet. Die neuen Besitzer könnten nämlich gezwungen sein, die Schulden auf sich zu nehmen. Bei einem Haus, dass nach Informationen von Realtor.com nur einen Wert von rund 716.000 Dollar hat, würde das eine enorme Fehlinvestition bedeuten.

Neben diesen Schulden hat auch der örtliche Hauseigentümerverband Anteile an dem Haus, die gepfändet wurden und die Hypothek, die Chris Watts für den Kauf des Hauses aufgenommen hat, wurde ebenfalls noch nicht abbezahlt.

Aus diesem Grund mangelt es weiter an interessierten Käufern. Bereits nach den Morden wurde das Haus zwangsversteigert, fand jedoch keinen Abnehmer. Nach einem Jahr wurde es vorerst vom Markt genommen. "Die Zwangsversteigerung wird derzeit nicht fortgeführt", bestätigt Anwalt David Owen, dessen Firma die Kreditgeber des Hauses repräsentiert. Denn: "Keiner ist an einem Haus interessiert, auf dem ein sechs Millionen Dollar schwerer Pfand liegt."

Zahlreiche Schaulustige werden angezogen

Solange, bis doch eventuell ein*e Käufer*in gefunden wird, bleibt das Haus weiter leerstehend - und eine Touristenattraktion, die zahlreiche Schaulustige anzieht. Jede Stunde sollen drei bis vier Autos an dem Haus vorbeifahren, anhalten und Fotos machen, so berichtet ein Nachbar. Manche sollen sogar versuchen in das Gebäude einzubrechen.

Besonders die Netflix-Dokumentation "American Murder: The Family Next Door" über den Fall habe die Schaulust der Menschen noch mehr befeuert. Mindestens ein Nachbar soll bereits umgezogen sein, weil ihm der Truble um das Watts-Haus zu viel geworden ist.

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