Christen begehen das Weihnachtsfest

Christen auf der ganzen Welt feiern die Geburt Jesu. Bei der traditionellen Christmette im Petersdom in Rom rief Papst Franziskus die Menschen zu Güte und Selbstlosigkeit auf. Für ihn ist es das siebte Weihnachtsfest als Oberhaupt der katholischen Kirche: 

"Weihnachten erinnert uns daran, dass Gott unentwegt jeden Menschen liebt, auch den schlimmsten - mich, dich und dich. Zu jedem von uns sagt er heute: 'Ich liebe dich, ich werde dich immer lieben, du bist in meinen Augen wunderschön'."

Weiterhin betonte er:

"Wir, die Kirche und die Geschichte ändert sich, sobald wir aufhören zu versuchen, andere zu ändern und an uns arbeiten und unser Leben als Geschenk betrachten."

Außerdem sagte der Papst, es gebe keine Entschuldigung für den klerikalen Missbrauch und die Finanzskandale, von denen die Kirche betroffen sei.

Feierlichkeiten in Bethlehem 

In Bethlehem im Westjordanland kamen Tausende Pilger zusammen. Die Stadt gilt dem Neuen Testament nach als Jesus Geburtsort. Erzbischof Pierbattista Pizzaballa, Leiter des katholischen Patriarchats im Heiligen Land, führte die Prozession an:

"Ich sehe überall in den Gemeinden großes Engagement und den Wunsch, vor allem bei den Jugendlichen, etwas für ihre Gesellschaft und für die Familien zu tun. Meine Hoffnung ist, dass diese Menschen die Weihnachtsbotschaft nicht nur heute, sondern jeden Tag in sich tragen, denn das ist es, was wir brauchen. Mit ihnen gibt es eine Zukunft."

In seiner Predigt in der Mitternachtsmesse beklagte Pizzaballa die Gewalt und die tiefen Spaltungen im Heiligen Land in seiner heutigen Form. Aber er lobte auch diejenigen, die dem Beispiel Jesu folgten.