Christenverfolgung: Aufstehen gegen das Unrecht

Die heute weltweit am meisten bedrohte Religionsgemeinschaft ist die Christenheit.

Die Anschläge auf koptische Christen in Ägypten wenige Tage vor Ostern haben ein makabres Opfer-Ranking bestätigt: Die heute weltweit am meisten bedrohte Religionsgemeinschaft ist die Christenheit. In manchen Ländern wie dem Irak steht eine über Jahrhunderte hinweg lebendige christliche Tradition vor der Auslöschung.  

Gleichwohl haben etwa die Christen in Ägypten über Generationen hinweg weitgehend unbehelligt und in teils guter Nachbarschaft mit den Muslimen leben können – als eine auch vom Koran ausdrücklich geschützte Minderheit. Umso deutlicher zeigen die Terrorattacken auf koptische Kirchen vom vorigen Sonntag, dass es den Tätern darum geht, Hass zu schüren, so die Gesellschaft zu destabilisieren und das Staatsgefüge zu erschüttern.

Wer Gotteshäuser attackiert und Menschen umbringt, die sich zum Gebet versammeln, der mag „Gott ist groß“ skandieren und aus dem Koran Belegstellen für einen vermeintlich gottgefälligen Kampf gegen die „Ungläubigen“ herbeten. Diese „Gotteskrieger“ sind dennoch nur gemeine Kriminelle. Ihnen ist nichts heilig, noch nicht einmal die Glaubensüberlieferung, der sie vorgeblich verpflichtet sind.

Mangel an Solidarität

Diese entscheidende Differenz zwischen dem Islam als Religion und dem Islamismus als politische Ideologie oder Terror-Doktrin darf nicht unter den Tisch fallen, damit die Christenverfolgung – ein seit der Antike hoch emotional besetzter Begriff – nicht zur „inneren Angelegenheit“ der Kirchen wird.

Christen im Nahen und Mittleren Osten oder in Afrika fallen keinem „Religionskrieg“ zum Opfer, aus dem die säkulare Welt...Lesen Sie den ganzen Artikel bei berliner-zeitung

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