Christine Kaufmann hielt ihre Krankheit geheim

Christine Kaufmann hielt ihre Krankheit geheim

Der Tod von Christine Kaufmann traf nicht nur ihre Fans überraschend. Selbst die Familie wusste offenbar jahrelang nichts von der Krebserkrankung der Schauspielerin. Ihre Tochter Allegra Curtis sprach in einem Interview nun über die letzte Zeit mit ihrer Mutter.

Vor etwa zwei Wochen war Christine Kaufmann nach einem Zusammenbruch ins Krankenhaus eingeliefert worden. Bis zu diesem Zeitpunkt wusste ihre Tochter zwar, dass der Filmstar seit Längerem mit gesundheitlichen Problemen zu kämpfen hatte, nicht jedoch, wie schlecht es um die Mutter stand.

"Mama hat nie gesagt, dass sie Krebs hat", erzählte Allegra Curtis der "Bild". Die Diagnose Leukämie traf die 50-Jährige demnach wie ein Schock. "Sie meinte immer, dass sie Probleme mit ihrem Blut habe."

Wie die Familie nun herausfand, habe Christine Kaufmann seit zwei Jahren heimlich Ärzte unterschiedlicher Fachausrichtungen besucht, wohl aber nie einen Onkologen, wie Allegra Curtis berichtet.

"Mir kam es nie vor, als wäre das etwas Ernsthaftes", erklärte Curits gegenüber "Bild". Gemeinsam mit ihrem 14-jährigen Sohn sei sie vor etwa einem Jahr bei ihrer Mutter eingezogen. Die blauen Flecken und das Nasenbluten - typische Symptome einer Leukämie-Erkrankung - habe Christine Kaufmann als Lappalien abgetan oder davon abgelenkt.

Rückblickend meint Allegra Curtis: "Wenn ich jetzt zurückschaue, fühlt es sich an, als wollte sie mich auf ein Leben ohne sie vorbereiten." In den Wochen vor ihrem Tod habe ihre Mutter gehetzt gewirkt und ihr viele Ratschläge mit auf den Weg gegeben.

"Das letz­te Mal, als ich sie ge­se­hen hab, sah sie so fried­lich aus, wie sie da in ihrem Bett lag. Das war am ver­gan­ge­nen Mon­tag­abend. Ich habe mich an ihr Ohr ge­drückt und ge­flüs­tert: 'Mama, wenn du noch nicht gehen willst, dann kämpf und komm zu­rück zu mir. Aber wenn du gehen willst, dann werde ein Engel und pass von oben auf uns auf!' Und das tut sie ge­ra­de, das fühle ich ganz stark." Da ist sich die Tochter von Christine Kaufmann sicher.

Ihr Tod reißt eine große Lücke. Wie groß, davon rühren Allegra Curtis' emotionale Worte: "Ich habe sie meine 'liebste Feindin' genannt."

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