Offenbar neue Kämpfe in syrischer Hauptstadt

Clinton stellt Rebellen mehr Hilfe in Aussicht

In der Umgebung des internationalen Flughafens der syrischen Hauptstadt Damaskus haben sich Regierungstruppen und Rebellen nach Angaben von Aktivisten heftige Kämpfe geliefert. Diese hätten die ganze Nacht hindurch angedauert, berichtete die in London ansässige Syrische Beobachtungsstelle für Menschenrechte. Ein Mitarbeiter des Flughafens sagte der Nachrichtenagentur AFP, der Flugbetrieb laufe jedoch weiter wie gewöhnlich.

Bereits am Donnerstag war die Hauptverbindungsstraße zum Flughafen von Damaskus wegen heftiger Kämpfe gesperrt worden. Nach Angaben aus Wien wurden dort zwei österreichische UN-Soldaten duch Schüsse verletzt. Sie wollten demnach von den Golan-Höhen nach Damaskus fahren, um nach Österreich zurückfliegen zu können, als ihr Konvoi angegriffen wurde.

Nach Angaben der Beobachtungsstelle sind weiter das Telefonnetz und die Internetverbindungen in Syrien weitgehend lahmgelegt. Lediglich in einigen Gegenden sei mit großen Schwierigkeiten ein Zugang zum Internet möglich. Auch Telefonverbindungen über das Festnetz könnten nur in bestimmten Regionen hergestellt werden, hieß es. Die Angaben der Beobachtungsstelle, die sich auf ein landesweites Netz von Informanten beruft, können von unabhängiger Seite nicht überprüft werden.

Unterdessen können die Aufständischen in Syrien bei ihrem Kampf gegen Präsident Baschar al-Assad auf mehr Hilfe aus den USA hoffen. Die US-Regierung denke derzeit darüber nach, "was man mehr machen kann", sagte Außenministerin Hillary Clinton in Washington. "Ich bin sicher, dass wir in den kommenden Wochen mehr machen werden." Konkrete Angaben über die Art der möglichen Hilfen machte Clinton nicht.

Die US-Außenministerin machte zudem über ihre Sprecherin die Führung in Damaskus für den nahezu landesweiten Ausfall von Internet und Telefon in Syrien verantwortlich. Die Maßnahme zeige, "dass das Regime sich mit allen Mitteln halten will", sagte Victoria Nuland. Durch das Abschalten der Verbindungen wolle Damaskus die Kommunikationsmöglichkeiten des eigenen Volkes beschneiden.

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