CO2-Steuer könnte Benzinpreis um bis zu 37 Cent pro Liter steigen lassen, sagen Ökonomen

Joshua Fritz
Stau Auto


Die Diskussion um eine mögliche CO2-Steuer spaltet die Deutschen: 55 Prozent sprechen sich dafür aus, 39 Prozent dagegen, wie eine Umfrage des Instituts Yougov für das „Handelsblatt“ vom Dienstag ergab. Der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung hat nun am Freitag ein Sondergutachten zur Klimastrategie der Bundesregierung veröffentlicht, das weitreichende Veränderungen fordert.

Das 157-seitige Papier sieht eine CO2 Steuer vor, die zunächst 50 Euro pro Tonne betragen und bis 2030 auf 130 Euro angehoben werden soll. „Für die Autofahrer würde sich der Preis für einen Liter Benzin [...] dadurch anfangs um 14 Cent und bis zum Jahr 2030 um insgesamt 37 Cent erhöhen“, erklärte Ottmar Edenhofer, Umweltökonom und Chef des Mercator-Institus für Klimawandel, der am Gutachten beteiligt war, in einem Interview mit dem „Spiegel“.

Geht man vom durchschnittlichen deutschen Autofahrer aus, der etwa 12.000 Kilometer pro Jahr zurücklegt und dabei einen Kraftstoffverbrauch von etwa 8 Litern pro 100 Kilometer hat, würden anfangs bei der CO2-Steuer etwa 130 Euro im Jahr zusätzlich für das Benzin fällig werden. Im Jahr 2030 wären es dann schon satte 350 Euro — wohlgemerkt nur für das Auto.

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