Comeback von Megastar toppt irre Lesnar-Show im Rumble

Patrick Hauser

Brock Lesnar im Beast-Mode, das Comeback eines Megastars und die Krönung einen grandiosen Aufstiegs: Die Wrestling-Liga WWE hat die Road to WrestleMania mit einem spektakulären Großereignis Royal Rumble eingeleitet.

Das Rumble-Match der Männer bildete den Main Event in Houston: WWE-Champion Lesnar eröffnete wie angekündigt die Battle Royal. Es folgte Elias, der gleich ein kleines Konzert zum Besten gab und das "Biest" derart provozierte, dass er ihm dessen Gitarre überzog und ihn schnell eliminierte.


Auch die nächsten Teilnehmer Erick Rowan, Robert Roode und John Morrison hielten nur wenige Sekunden gegen Lesnar durch. Einige Minuten später stand Lesnar erneut allein im Ring, für die ersten 13 Eliminations sorgte er höchstpersönlich!


Edge gibt Comeback - McIntyre eliminiert Lesnar

Erst die beiden Schwergewichte Keith Lee und Braun Strowman sorgten für eine ausgeglichenere Situation. Als die beiden jedoch aneinander gerieten, reagierte Lesnar schnell und warf beide gleichzeitig aus dem Match.

Elimination 14 - war dann Lesnar selbst! Ricochet revanchierte sich mit einem Tiefschlag für die gleiche Aktion Lesnars in der Wochenshow Monday Night RAW, Drew McIntyre beförderte den WWE-Champion über das Seil. 


An Nummer 21 dann die nächste Sensation: Hall of Famer Edge gab fast neun Jahre nach seinem Karriereende sein Comeback als Aktiver, die schwerwiegende Nackenverletzung des 46-Jährigen ist offenbar überstanden.

Im Anschluss kamen sämtliche noch offene Topstars in den Rumble, als Nummer 30 Seth Rollins. Dessen Gehilfen Buddy Murphy und AOP halfen bei der Eliminierung von Kevin Owens und Samoa Joe, diese prügelten sich danach mit den drei Heels aus der Arena.


Drew McIntyre krönt seinen WWE-Aufstieg

Rollins, McIntyre, Roman Reigns, Edge und Randy Orton blieben als letzte fünf Teilnehmer übrig. Als erstes flog Rollins raus, dann eliminierte Edge Orton und Reigns Edge. Zum Sieg für den "Big Dog" reichte es jedoch nicht, McIntyre verpasste Reigns den Claymore Kick und holte sich den Rumble-Sieg.


Damit dürfte der Schotte Lesnar bei WrestleMania um dessen WWE Championship herausfordern. McIntyre wurde bereits in den vergangenen Wochen bärenstark dargestellt, der Rumble-Sieg ist die (vorläufige) Krönung seines Aufstiegs.


SPORT1 fasst die weiteren Highlights zusammen:

- In der Kickoff Show strichen zwei Bösewichte Siege ein. Sheamus gewann in seinem ersten Match nach fast einjähriger Pause per Brogue Kick gegen Shorty G, Andrade verteidigte seine United States Championship gegen Toptalent Humberto Carrillo per Einroller.


- Reigns und King Corbin klärten ihre seit Monaten andauernde Rivalität, während der Corbin seinen Gegner unter anderem mit Hundefutter beschmiert hatte, in einem Falls Count Anywhere Match, bei dem Pinfalls überall in der Arena erlaubt waren.


Beide Showkämpfer nutzten das Inventar in der Baseball-Arena der Houston Astros reichlich und brachten unter anderem vier Kommentatoren-Tische zum Einsturz, auch Roode, Dolph Ziggler und die Usos beteiligten sich an der Prügelei. Die entscheidenden Aktionen landete dann Reigns: Zuerst beförderte er den "King" in ein Dixi-Klo und warf dieses um, dann spearte er Corbin auf das Dach der Trainerbank - der Sieg.

- Nach einer Würdigung der wenige Stunden zuvor verstorbenen NBA-Legende Kobe Bryant stieg das Rumble-Match der Frauen. Alexa Bliss und NXT-Talent Bianca Belair begannen das Match, es folgte Legende Molly Holly. Die erste Eliminierung gelang Liv Morgan gegen ihre Rivalin Lana, diese revanchierte sich und warf ihrerseits Morgan heraus.


Für ein Highlight sorgte Mandy Rose, die über das Seil nicht auf den Boden, sondern auf ihren dort liegenden Verehrer Otis fiel und dadurch dem Ausscheiden entging. Zur Hälfte des Matches begann das Match dann quasi von vorne, nach zahlreichen Eliminations waren erneut nur noch Bliss und Belair übrig. Letztere sorgte mit insgesamt acht (!) Rauswürfen für einen neuen Rekord bei Frauen-Rumbles.


Als letzte Teilnehmerin betrat die frühere NXT Women's Champion Shayna Baszler den Ring, gar nicht dabei war neben Ronda Rousey überraschend auch Sasha Banks. Am Ende blieben Baszler und Charlotte Flair übrig, die Tochter von WWE-Legende Ric Flair holte sich den Sieg und darf bei WrestleMania eine Titelträgerin ihrer Wahl herausfordern.


- Bayley, die ebenfalls ohne ihre beste Freundin und Geburtstagskind Banks zum Ring kam, verteidigte ihre SmackDown Women's Championship erfolgreich gegen Lacey Evans. Einen verunglückten Moonsault-Versuch konterte Bayley schnell und pinnte ihre Gegnerin.


- Ein hochintensives Match lieferten sich Bray Wyatt aka The Fiend und Daniel Bryan um Wyatts Universal Championship. Beide machten in dem Strap Match ausgiebig Gebrauch vom Lederband, das beide Kontrahenten aneinander band.

Bryan hielt erstaunlich gut und lange mit und brachte zweimal seine Spezialaktion Running Knee durch, zum Sieg reichte das jedoch nicht. Der Fiend verteidigte seinen Gürtel, in dem er Bryan in die Mandible Claw nahm und ihn pinnte.


- Auch im letzten Titelmatch des Abends gab es keinen Titelwechsel, Becky Lynch gewann zum allerersten Mal gegen Asuka und verteidigte ihre RAW Women's Championship.


Nach einem harten Kick gegen das Gesicht der Irin wollte der Referee das Match bereits abbrechen, Lynch verhinderte dies jedoch im letzten Moment. Als Asuka ihren grünen Nebel versprühen wollte, konterte Lynch mit einem Kick, nahm die Japanerin in den Dis-Arm-Her und brachte sie zur Aufgabe.

Die Ergebnisse des WWE Royal Rumble:

Kickoff Show: Sheamus besiegt Shorty G
Kickoff Show - United States Championship: Andrade (c) besiegt Humberto Carrillo
Falls Count Anywhere Match: Roman Reigns besiegt King Corbin
30 Women Royal Rumble Match - Siegerin: Charlotte Flair
WWE SmackDown Women's Championship: Bayley (c) besiegt Lacey Evans
WWE Universal Championship: The Fiend (c) besiegt Daniel Bryan
WWE RAW Women's Championship: Becky Lynch (c) besiegt Asuka
30 Men Royal Rumble Match - Sieger: Drew McIntyre