Comeback der No Angels: Darum flossen beim Interview mit Frauke Ludowig Tränen

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Frauke Ludowig (Mitte) empfing die No Angels 
Lucy Diakovska (links), Jessica Wahls (zweite von links), Sandy Mölling (zweite von rechts) und Nadja Benaissa zu einem ausführlichen Interview. (Bild: TVNOW / Frank Dicks)
Frauke Ludowig (Mitte) empfing die No Angels Lucy Diakovska (links), Jessica Wahls (zweite von links), Sandy Mölling (zweite von rechts) und Nadja Benaissa zu einem ausführlichen Interview. (Bild: TVNOW / Frank Dicks)

Die No Angels feiern Jubiläum: 20 Jahre nach der Veröffentlichung ihrer Debütsingle "Daylight In Your Eyes" trafen sich vier der fünf Sängerinnen von damals in einem großen RTL-Interview bei Frauke Ludowig erstmals offiziell wieder.

Es war der Beginn einer ungewöhnlichen Karriere: Als erste deutsche Casting-Girlband eroberten die No Angels 2001 aus dem Nichts die Spitze der Charts. Zum Jubiläum ihrer damaligen Debütsingle "Daylight In Your Eyes" haben sich vier der ehemals fünf Sängerinnen nun erstmals offiziell wieder getroffen. In der RTL-Sendung "Exclusiv Weekend" sprachen Lucy Diakovska, Jessica Wahls, Sandy Mölling und Nadja Benaissa am vergangenen Sonntag mit Frauke Ludowig über ihre Vergangenheit und ihr Mini-Comeback.

In den vergangenen Jahren hätten sie sich immer mal wieder einzeln privat getroffen, erinnerte sich die 39-jährige Mölling in dem Gespräch: "Aber zu viert haben wir es tatsächlich lange Zeit nicht geschafft, zusammen zu quatschen." Erst angesichts des bevorstehenden Jubiläums hätten sie sich im vergangenen Jahr erstmals gemeinsam über Zoom wiedergesehen.

Die Idee, ausgerechnet ihre erste Single anlässlich des Bandgeburtstags neu aufzulegen, lag laut Diakovska auf der Hand. Sie hätten schnell gemerkt, welche Bedeutung der Song auch nach 20 Jahren noch für ihre Fans hätte: "Alle Geschichten, die sich um diesen Song drehen, sind der Wahnsinn! Wie viele Freundschaften dieser Song geschlossen hat, wie viele Menschen er zusammengebracht hat."

Die No Angels waren einst die deutsche Antwort auf den Girlband-Hype: Im Jahr 2000 gingen die No Angels aus der ersten "Popstars"-Staffel hervor, 2014 folgte die (letzte) offizielle Trennung. (Bild: Polydor)
Die No Angels waren einst die deutsche Antwort auf den Girlband-Hype: Im Jahr 2000 gingen die No Angels aus der ersten "Popstars"-Staffel hervor, 2014 folgte die (letzte) offizielle Trennung. (Bild: Polydor)

Schmerzliche Erinnerungen: "Das tut weh und das sitzt"

Die Bandmitglieder scheinen sich heute sogar noch näher zu sein als in ihrer Anfangszeit. Das weiß vor allem Diakovska, deren Mutter im vergangenen Jahr gestorben ist, zu schätzen: "Die drei sind im letzten Jahr eigentlich viel mehr Familie für mich geworden, als ich es mir je hätte erdenken können. Es kann die Liebe meiner Mutter nicht ersetzen, aber es fühlt sich ähnlich an", so die 44-Jährige. Es war nicht der einzige tränenreiche Moment während des emotionalen Wiedersehens.

Deutlich lustiger ging es da schon bei der Erinnerung an ihren verpatzten Auftritt beim Eurovision Song Contest 2008 zu. Damals belegten No Angels den letzten Platz. "Ich weiß, dass wir damals alle sehr, sehr aufgeregt waren", erinnert sich Benaissa. Doch Weder Stress noch Aufregung seien das Problem gewesen: "Das war wirklich einfach ein schlechter Auftritt". Selbst wenn die vier heute herzlich über das gezeigte Video von damals lachen, gab Möller zu: "Das tut weh und das sitzt. Und man schämt sich auch einfach ein bisschen."

Ende 2003 hatten die No Angels sich erstmals getrennt. Vier Jahre später erfolgte die Wiedervereinigung ohne Vanessa Petruo, die auch dieses Mal nicht dabei ist. Ein echtes Comeback ist laut den Engeln allerdings unwahrscheinlich: "Wir haben gar keinen Druck, weil wir wirklich einfach 20 Jahre feiern wollen. Und jeder, der mitfeiern will, ist eingeladen", so Benaissa.