Comic: Die Berliner Goldenen Zwanziger leben!

Der Berliner Illustrator Arne Jysch hat Volker Kutschers Kriminalroman „Der nasse Fisch“ zum Comic umgestaltet.

Eigentlich. Wer einen Widerspruch sucht, könnte dieses Wort an den Anfang stellen. Eigentlich ist er kein Krimi-Fan. Eigentlich gehören auch Comics nicht zu seiner Lieblingslektüre. Und eigentlich hätte er aus dem Stoff viel lieber einen Film gemacht. Und nun ist es doch eine Graphic Novel geworden. Nach vier Jahren Arbeit hat der Illustrator Arne Jysch die grafische Adaption des ersten Kriminalromans von Volker Kutscher mit Kommissar Gereon Rath, "Der nasse Fisch", veröffentlicht.

Die Online-Fotogalerie, mit der Jysch die Schaffensphase begleitete, ist unterlegt mit einer Tonaufnahme. "Ach, Frollein Gretchen, Sie süßes Mädchen, wann gehen wir endlich aus, dumdidum", swingt die Kapelle von Fud Candrix, dazu im Hintergrund das Gemurmel und Gelächter einer Abendgesellschaft und das Grundrauschen eines Grammophons. Die kurzen Klänge beschwören sofort eine Vision herauf: Herren im Dreiteiler charmieren im Zigarettendunst mit androgynen Damen; die tragen Stirnband über dem Garcon-Haarschnitt oder Boa zum Cocktailkleid, und auch sie rauchen – mit überlanger Spitze.

Bild Nr. 1:
Arne Jysch/ Carlsen / BM

"Es waren die 20er-Jahre, über die ich auf Volker Kutscher gekommen bin", sagt Arne Jysch. 1995 war der gebürtige Bremer in die Hauptstadt gezogen. Hier entwirft er Storyboards für Filmkulissen, hat damit Erfolg. Für das Historiendrama "Der Medicus" zeichnete er das England des 11. Jahrhunderts, in der Kinoproduktion "Goethe!" gab er Frankfurts besserer Gesellschaft des Sturm und Drang Konturen. Seine heimliche Leidenschaf...

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