Commerzbank-Retail-Chef Mandel unter Druck wegen Filialnetz

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(Bloomberg) -- Der Aufsichtsrat der Commerzbank AG setzt Privatkunden-Chef Michael Mandel wegen seiner Rolle bei der erfolglosen Sanierung des Kreditinstituts unter Druck. Der Vorfall zeigt, dass der Umbruch an der Spitze der Bank auch nach dem angekündigten Abgang des Vorstandsvorsitzenden weitergehen könnte.

Mandel, ein Schützling des scheidenden Vorstandsvorsitzenden Martin Zielke, wurde bei einer Aufsichtsratssitzung in der vergangenen Woche von mehreren Mitgliedern kritisiert, weil er sich weigerte, das Filialnetz im Rahmen der bisherigen Strategie der Bank aggressiver zu trimmen, sagten Personen, die mit der Angelegenheit vertraut sind.

Einige Großaktionäre und Banken-Aufseher teilten die Ansicht, dass Mandel Verantwortung übernehmen müsse, sagten andere Personen. Alle baten darum, wegen der Erörterung privater Informationen nicht namentlich genannt zu werden.

Die Commerzbank geriet im Juni in eine Führungskrise, als Zielke und der damalige Vorstandsvorsitzende Stefan Schmittmann zurücktraten. Die Rücktritte erfolgten, nachdem die Bundesregierung und Cerberus Capital Management, die beiden größten Aktionäre der Bank, privat ihre Frustration über das langsame Tempo der Kostensenkungen bei der Frankfurter Bank zum Ausdruck gebracht hatten.

Ein Sprecher der Commerzbank lehnte es ab, sich zu den Überlegungen des Aufsichtsrates zu äußern. Der Unternehmensbereich Privat- und Geschäftskunden sei leistungsfähig und stehe im Vergleich zum Wettbewerb gut da, hieß es.

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