COP27: Frankreichs Präsident Macron nimmt reiche Länder in die Pflicht

Beim UN-Klimagipfel COP27 in Ägypten hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron betont, dass der Klimaschutz, trotz der russischen Invasion Kriegs in die Ukraine, nicht vernachlässigt werden dürfe.

In seiner Rede mahnte Macron auch, der Krieg in der Ukraine habe zu einer Energie- und Ernährungskrise in der ganzen Welt geführt. "Wir werden unsere Klimaversprechungen nicht der Energiebedrohung durch Russland opfern. Deshalb müssen alle Verpflichtungen umgesetzt werden", so der 44-Jährige. Für die reicheren Länder, insbesondere in Europa, wie Frankreich, sei dies die Grundlage für die nationalen Strategien gewesen.

Stephen Cornelius, Chefberater des WWF, bezeichnete es als "ein gutes politisches Signal", dass die Verhandlungen begonnen haben.

"Der Klimawandel ist das größte Problem, mit dem wir derzeit konfrontiert sind. Es gibt viele Krisen, wie die der Artenvielfalt, eine Energie- und Nahrungsmittelkrise. Doch der Klimawandel steht im Hintergrund und teils im Vordergrund – und deshalb erleben wir verbreitete Katastrophen aufgrund des Klimawandels."

Die Reden der Staats- und Regierungschefs bilden den politischen Auftakt der COP 27. Jeder Staats- und Regierungschef nutzt diese Plattform, um die Dringlichkeit weltweit koordinierter Maßnahmen und vor allem die Solidarität zu unterstreichen.

Doch die von der Klimakrise am stärksten bedrohten Länder erwarten mehr als nur Worte. Nach weiteren Reden am zweiten Tag werden dann die Unterhändler versuchen, diese Verpflichtungen umzusetzen.