Das ist das Corona-Konzept für den Eurovision Song Contest 2021

(wue/spot)
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Der ESC, hier ein Bild aus dem Jahr 2017, soll in diesem Jahr in jedem Fall ausgetragen werden. (Bild: Review News/Shutterstock.com)
Der ESC, hier ein Bild aus dem Jahr 2017, soll in diesem Jahr in jedem Fall ausgetragen werden. (Bild: Review News/Shutterstock.com)

Ende Mai steht der Eurovision Song Contest 2021 (ESC) an. Das Musikevent wird aber nicht wie gewohnt über die Bühne gehen. Das haben die European Broadcasting Union (EBU), der Austragungsort Rotterdam und die niederländischen Rundfunkanstalten beziehungsweise -gesellschaften NPO, NOS und Avrotros nun bekannt gegeben. Gleichzeitig teilten sie mit, wie das Corona-Konzept für den 65. ESC aussehen soll, der in jedem Fall ausgetragen werde.

So soll die Show ablaufen

Derzeit seien einer Pressemitteilung zufolge drei unterschiedliche Szenarien geplant. Bevorzugt wolle man einen Social-Distancing-ESC veranstalten, wenn möglich. In insgesamt neun Shows (sechs Kostümproben, zwei Halbfinale und ein Finale) sollen Künstler in der Veranstaltungshalle Ahoy in Rotterdam auftreten. Die Sänger und Bands, die Delegationen und Mitarbeiter der Produktion sollen sich vor Ort an Social Distancing halten. Unter anderem seien auch Corona-Tests geplant. Während Künstler, die nicht anreisen können, eine Live-Performance aufzeichnen sollen, die dann abgespielt werden kann, würden anwesende Artists live auftreten. Ein Publikum soll entweder in reduzierter Größe - unter Einhaltung der Abstandsregeln - dabei sein, oder es werde keine Zuschauer in der Arena geben.

In einem anderen möglichen Szenario werde die Show zwar vor Ort stattfinden, es wären aber kein einziger Künstler und auch keine Delegationen anwesend. Alle Auftritte würden zuvor aufgezeichnet. Hier würden nur die Moderatoren und Pausen-Acts vor begrenztem Publikum oder keinen Zuschauern direkt auftreten. Die letzte Option sei eine Show komplett ohne Sänger, Delegationen und Besucher in Rotterdam. Für alle Alternativen seien entsprechende Schutzpläne vorbereitet.

Martin Österdahl, Executive Supervisor des diesjährigen ESC, erklärt: "Der Eurovision Song Contest wird diesen Mai trotz der Pandemie definitiv seine willkommene Rückkehr feiern, aber [...] es ist leider nicht möglich, das Event so stattfinden zu lassen, wie wir es gewohnt sind." Die Sicherheit und Gesundheit aller - vom Crewmitglied bis zum Künstler - stehe an vorderster Stelle. Man werde die internationale Entwicklung der Pandemie weiter genau verfolgen und für die drei erwähnten Szenarios planen.

Tickets werden zurückerstattet

Die Veranstalter haben sich dazu entschieden, wegen den verringerten Sitzplätzen, die Kaufpreise aller vorbestellten Tickets noch im Februar zurückzuerstatten. Später soll es die Möglichkeit geben, die Karten erneut zu kaufen. Derzeit ist nicht bekannt, wie viele Tickets insgesamt voraussichtlich erhältlich sein werden. Sollte die Lage es zulassen, sollen zusätzliche Eintrittskarten verkauft werden. Die Entscheidung darüber, ob Publikum zugelassen werde, soll laut der Mitteilung spätestens Mitte April fallen.

2020 hätte der Sänger Ben Dolic (23) Deutschland mit dem Song "Violent Thing" beim ESC vertreten sollen. Wegen der Pandemie war das Event jedoch komplett ausgefallen. Er verzichtete im vergangenen November auf eine wiederholte Teilnahme an der Vorauswahl für den deutschen ESC-Beitrag. Ende Dezember wurde bekannt, dass der neue Teilnehmer bereits feststehe, aus organisatorischen Gründen allerdings noch nicht genannt werden könne. Das Finale des ESC 2021 soll am 22. Mai 2021 stattfinden, die beiden Halbfinale am 18. und 20. Mai.