Corona-Krise beschert Bahn Verlust von 5,7 Milliarden Euro

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Sitz der Deutschen Bahn in Berlin im Spiegelbild

Die Corona-Pandemie hat bei der Deutschen Bahn enorme finanzielle Schäden verursacht - dennoch blickt der bundeseigene Konzern optimistisch in die Zukunft. Unter dem Strich verbuchte der Konzern für das vergangene Jahr angesichts deutlich eingebrochener Fahrgastzahlen ein Minus 5,7 Milliarden Euro. Der Umsatz des Konzerns sank gegenüber 2019 um 10,2 Prozent auf 39,3 Milliarden Euro.

Die Zahl der Fahrgäste sank um fast die Hälfte: Nach Jahren der Fahrgastrekorde reisten im DB-Fernverkehr 2020 rund 81 Millionen Menschen - ein Minus von etwa 46 Prozent. Im Regionalverkehr sank die Zahl der Zugreisenden mit gut 38 Prozent etwas weniger stark.

Im laufenden Jahr wird sich das Geschäft nach Einschätzung des Konzerns wieder verbessern - dennoch seien "erneut beträchtliche Verluste zu erwarten", die beim operativen Ergebnis derzeit in einer Größenordnung von rund zwei Milliarden Euro erwartet werden. Beim Umsatz geht die Bahn von mindestens 41 Milliarden Euro für 2021 aus. Alle Prognosen blieben pandemiebedingt allerdings "mit hohen Unsicherheiten behaftet", wie Finanzvorstand Levin Holle hervorhob. Ab 2022 rechne die Bahn wieder mit operativen Gewinnen.

Konzernchef Richard Lutz zeigte sich zuversichtlich, dass die Nachfrage nach Bahnreisen zurückkehren werde. Wenn das Thema Corona in der Hintergrund trete, werde der Klimawandel wieder mehr in den Fokus rücken. "Ich bin ganz sicher: Die Menschen werden in unsere Züge zurückkehren und auch ihre Güter mehr denn je umweltfreundlich auf der Schiene befördern", erklärte er. Die Bahn sei "der Impfstoff gegen den Klimawandel".

jm/ilo