Corona-Krise: Landeseigene Wohnungsgesellschaft mahnt Berliner Hotelier ab

Berlin. Das Hotel von Jens Strobl befindet sich in einem denkmalgeschützten Gebäude nahe dem Heinrich-von-Kleist-Park in Schöneberg. Auf 4000 Quadratmetern und in unterschiedlichen Zimmergrößen hat Strobl hier 160 Betten untergebracht. Vor allem Gruppen und Schulklassen buchen üblicherweise Übernachtungen im Jugendhotel Berlin City. Wäre es eine normale Woche, wäre sein Hotel ausgebucht. „Zu einhundert Prozent“, sagt Strobl. Doch wegen der weiteren Ausbreitung des Coronavirus und der Reisebeschränkungen ist sein Haus derzeit leer. „Mein Lebenswerk steht am Abgrund“, beklagt der 60 Jahre alte Hotelier, der das Haus seit 1998 betreibt. Für acht seiner neun Mitarbeiter hat der Unternehmer bereits Kurzarbeit beantragt. Lediglich ein Notbetrieb werde noch aufrechterhalten.

Selbst wenn die staatlich verhängten Beschränkungen wieder gelockert würden, wird das Hotel die Auswirkungen der Corona-Krise noch lange spüren. Denn Buchungen bis in den September hinein seien storniert worden, so Strobl. Die dadurch entgangenen Einnahmen bewegen sich im sechsstelligen Bereich. Nach der Absage der Internationale Tourismus-Börse ITB hat der Hotelier deswegen zunächst keine Miete mehr bezahlt.

Stadt und Land entschuldigte sich bei dem Hotelier

Sein Vermieter, die landeseigene Wohnungsbaugesellschaft Stadt und Land, hatte Strobl daraufhin bereits Mitte März abgemahnt. Erst auf Nachfrage am Donnerstag habe sich das Unternehmen entschuldigt und erklärt, dass die Miete zunächst gestundet werden könne.

Stadt und ...

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