Wochenend-Lockdown in Dünkirchen gegen britische Variante

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"Krankenhaus im Alarmzustand" steht an einer Klinik in Dünkirchen

Nach einer massiven Ausbreitung der britischen Corona-Variante im französischen Dünkirchen werden die Auflagen in der Stadt am Ärmelkanal verschärft. Gesundheitsminister Olivier Véran kündigte am Mittwoch bei einem Besuch vor Ort erweiterte Ausgangsbeschränkungen ab diesem Wochenende an. Auch Einkaufszentren müssen schließen.

An Wochenenden dürfen die rund 200.000 Bürger in Dünkirchen und Umgebung demnach nur noch aus triftigem Grund ihre Häuser verlassen, etwa zum Einkaufen. Die Zahl der Neuinfektionen war in dem Grenzgebiet zu Belgien auf mehr als 900 pro 100.000 Einwohner gestiegen, das 18-fache des europäischen Alarmwerts. Zuvor hatte die Regierung ähnliche Maßnahmen an einem Teil der Côte d'Azur rund um die südfranzösischen Städte Nizza und Cannes verhängt.

Am Donnerstag könnten weitere Maßnahmen folgen: Ein Regierungssprecher nannte die Lage "in rund zehn Verwaltungsbezirken sehr beunruhigend". Auch im Grenzgebiet zu Deutschland könnte es härtere Auflagen geben. Dort bereitet die südafrikanische Corona-Variante Sorgen, die sich im Verwaltungsbezirk Moselle ausbreitet.

lob/ju