Corona: Niederländischer Premier verurteilt Krawalle - Ausschreitungen bei Demo in Brüssel

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Der niederländische Regierungschef Mark Rutte hat die Krawalle der vergangenen Tage in seinem Land scharf verurteilt. (Bild: Pierre Crom/Getty Images)
Der niederländische Regierungschef Mark Rutte hat die Krawalle der vergangenen Tage in seinem Land scharf verurteilt. (Bild: Pierre Crom/Getty Images)

Der niederländische Regierungschef Mark Rutte hat die Krawalle der vergangenen Tage in seinem Land scharf verurteilt. Das sei "eine reine Gewaltexplosion unter dem Deckmantel von Demonstrieren", sagte Rutte am Montag Reportern in Den Haag. Polizei und Justiz täten nun alles, um die Schuldigen zur Verantwortung zu ziehen, sagte der geschäftsführende Premier.

In den vergangenen drei Nächten hatte es zum Teil heftige Ausschreitungen in mehreren Städten gegeben. In der Nacht zum Montag waren vor allem Enschede im Osten und Groningen im Süden Schauplätze der Gewalt. Oft waren zunächst friedliche Proteste gegen staatliche Corona-Beschränkungen der Auslöser.

Das Demonstrationsrecht sei ein hohes Gut, sagte der Premier. "Aber ich werde nie akzeptieren, dass Idioten reine Gewalt gegen Hilfs- und Einsatzkräfte gebrauchen mit der Ausrede: Wir sind unzufrieden."

Ausschreitungen in Brüssel

Bei Protesten gegen verschärfte Corona-Maßnahmen in Brüssel ist es zu gewalttätigen Auseinandersetzungen gekommen. Auf Bildern, die die Nachrichtenagentur Belga verbreitete, waren Polizeiwagen mit zerbrochenen Scheiben, brennende Barrikaden und der Einsatz von Pyrotechnik zu sehen. Die Polizei bestätigte, dass sie am Sonntag Wasserwerfer und Tränengas gegen Demonstranten eingesetzt hat.

Es habe 44 Festnahmen gegeben, drei Polizisten seien verletzt worden. Sechs Polizeifahrzeuge seien beschädigt, ein Roller der Beamten in Brand gesetzt worden. Auch Schaufenster und Autos von Privatpersonen seien in Mitleidenschaft gezogen worden. Einer Schätzung der Einsatzkräfte zufolge beteiligten sich rund 35 000 Menschen an der anfangs friedlichen Demonstration.

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Auf Videos auf Twitter, die die Proteste zeigen sollen, ist zu sehen, wie Feuerwerkskörper und andere Wurfgeschosse gegen die Polizei eingesetzt wurden und es zu Straßenschlachten mit den Sicherheitskräften kam. Die Demonstration sei von der Stadt Brüssel genehmigt worden, sagte eine Polizeisprecherin Belga zufolge am Nachmittag. Gemeinsam mit den Ordnungskräften sei eine Route bis in das Europaviertel der belgischen Hauptstadt festgelegt worden. Die Demonstranten kritisieren dem Bericht zufolge unter anderem die zunehmende Pflicht Corona-Zertifikaten in Restaurants und anderen Lebensbereichen vorzeigen zu müssen.

Ähnlich wie in Deutschland war die Zahl der Corona-Infektionen auch in Belgien in den vergangenen Wochen deutlich gestiegen. Zuletzt wurden in dem Land mit rund 11,5 Millionen Einwohnern im Durchschnitt mehr als 12 000 Neuinfektionen am Tag verzeichnet.

Im Video: Ausschreitungen bei Demo gegen Corona-Maßnahmen in Belgien

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