Corona: So trifft die Corona-Krise Berlins Reinigungsbranche

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Berlin. In Freizeitkleidung zuhause am Schreibtisch statt im Anzug ins Büro – dieses Phänomen der Corona-Pandemie dürfte Vielen bekannt vorkommen. Wer früher täglich auf ein faltenfreies Hemd und einen sauberen Anzug angewiesen war, muss sich jetzt lediglich für die Videokonferenzen schnell etwas Präsentables überwerfen, den Rest des Tages aber kann der Anzug im Schrank bleiben. Was Arbeitnehmern täglichen Aufwand spart, schadet jedoch einer anderen Wirtschaftsbranche: Landesweit verzeichnen Reinigungen und Wäschereien seit März große Umsatzverluste.

„Vor der Coronakrise haben wir am Tag 1000 Hemden gewaschen und gebügelt, im Lockdown waren es 400, heute sind wir täglich wieder bei 750 Hemden“, sagt Armin Schneider, Geschäftsführer von „Pinguin Textilpflege“. Er sitzt in seinem Büro in der Zentrale des Berliner Unternehmens in Altglienicke, wo sämtliche Wäsche von den vier Standorten ankommt, um dann gereinigt und gebügelt zu werden.

Zwei Filialen befinden sich an Verkehrsknotenpunkten in der Innenstadt, in den Bahnhöfen Alexanderplatz und Friedrichstraße, sodass Berufstätige ihre Kleidung auf dem Weg zur Arbeit einfach dort abgeben können. „Wenn die Menschen nun im Homeoffice arbeiten, kommen sie dort natürlich seltener vorbei“, so Schneider. „Das schadet unserem Unternehmen, denn wir leben von der Frequenz der Kundschaft.“

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