Coronavirus: Chinas Millionenstädte befinden sich wieder im Lockdown

In vielen westlichen Ländern gehören die meisten Corona-Maßnahmen der Vergangenheit an. Nicht so in China. Als Antwort auf die steigenden Infektionszahlen hat die Regierung erneut streng kontrollierte Lockdowns verhängt - Teile Pekings gleichen einer Geisterstadt.

Für Arztbesuche oder den Kauf von Lebensmitteln dürfen Anwohner:innen das Haus verlassen, müssen aber vor dem Betreten einen aktuellen Gesundheitscode scannen lassen.

In der Industriestadt Zhengzhou dürfen sich rund 6,6 Millionen Menschen auf Anweisung der Behörden fünf Tage lang nicht außer Haus begeben.

Die Unzufriedenheit der Menschen gegen die strenge Null-Covid-Politik der Regierung führt zunehmend zu Protesten - in Zhengzhou war es bei Foxconn, der Teile für i-Phones und andere Apple-Produkte herstellt, zur Eskalation zwischen Arbeitern und Sicherheitskräften gekommen. Sie beklagen schlechte Arbeitsbedingungen in dem riesigen Werk.

Trotz aller Vorsichtsmaßnahmen ist die Zahl der Neuinfektionen nach Angaben der Pekinger Gesundheitskommission auf über 31.000 gestiegen - die höhste Rate seit dem Ausbruch der Pandemie in Wuhan.