Coronavirus SARS-CoV-2: Die aktuellen Informationen im Liveblog

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Alle aktuellen Informationen zum Coronavirus im Yahoo-Liveblog. (Bild: Getty Images)

Das Wichtigste in Kürze:

  • Weltweit: Über 1,5 Millionen Infizierte (Todesfälle über 87.700; genesen: über 317.800) - Quelle: Johns Hopkins University

  • Bestätigte Fälle in Deutschland: Über 111.700 (Todesfälle: über 2100, genesen: über 36.000) - Quelle: Johns Hopkins University

  • In Europa sind Italien und Spanien am meisten betroffen: In Italien sind es über 139.400 Infizierte (Todesfälle: über 17.600, genesen: über 26.400) und in Spanien über 146.600 (Todesfälle: über 14.600, genesen: über 48.000) - Quelle: Johns Hopkins University

  • Bestätigte Fälle in den USA: Über 423.100 (Todesfälle: über 14.300; genesen: über 23.100) - Quelle: Johns Hopkins Universität

  • Gesundheitsminister Spahn macht Hoffnung: Rückkehr zur Normalität

  • Wirtschaftsforscher: Corona-Krise löst in Deutschland tiefe Rezession aus - aber bald wieder Aufschwung erwartet

  • EU-Kommission für Verlängerung des Einreisestopps bis 15. Mai

Corona weltweit (dpa)

+++ Neuinfektionen in Südkorea weiter auf niedrigem Niveau +++

(09.04.2020, 09:19 Uhr)

Südkoreas Gesundheitsbehörden haben die wenigsten Neuinfektionen mit dem Coronavirus an einem Tag seit sieben Wochen gemeldet. Am Mittwoch seien 39 Fälle nachgewiesen worden, teilten die Zentren für Krankheitskontrolle und Prävention am Donnerstag mit. Zum ersten Mal fiel die Zahl damit seit dem 20. Februar auf unter 40. Bisher wurden im Land 10 423 Menschen positiv auf Sars-CoV-2 getestet. Es wurden 204 Todesopfer in Verbindung mit dem Virus gebracht.

Zuletzt hatten die erfassten Infektionen bei etwa 50 täglich gelegen. Ein deutlicher Abwärtstrend stellte sich bereits im Verlauf des vergangenen Monats ein, nachdem Ende Februar mit mehr als 900 Neuerkrankungen innerhalb von 24 Stunden ein Höhepunkt registriert wurde. Südkorea gilt wegen seines rigiden Testprogramms als Vorbild bei der Bekämpfung des Virus. Knapp 7000 Menschen, die sich infiziert hatten, gelten als genesen.

Trotz rückläufiger Fallzahlen rufen die Gesundheitsbehörden die Bevölkerung auf, die Kampagne zur Vermeidung sozialer Kontakte weiter strikt zu befolgen. (dpa)

+++ Mehr als 5000 Coronavirus-Fälle in Japan +++

(09.04.2020, 09:06 Uhr)

In Japan hat die Zahl der mit dem neuartigen Coronavirus infizierten Menschen die Marke von 5000 überschritten. Das berichtete die japanische Nachrichtenagentur Jiji Press am Donnerstag. Hinzu kommen rund 700 infizierte Menschen, die sich an Bord eines Kreuzfahrtschiffes befunden hatten. Rund 110 Tote sind in der drittgrößten Volkswirtschaft der Welt zu beklagen.

In Japan sind die Maßnahmen laxer als beispielsweise in Deutschland. Trotzdem sind die Zahlen in Japan wesentlich niedriger als in der Bundesrepublik. Analytiker werfen der Regierung in Tokio vor, deutlich weniger auf Sars-CoV-2 zu testen als andere Länder.

Am Dienstag hatte Regierungschef Shinzo Abe den Notstand für den besonders betroffenen Großraum Tokio sowie einzelne andere Provinzen ausgerufen. Rund 56 Millionen Menschen - etwa 45 Prozent der Gesamtbevölkerung - in Tokio, den Nachbarprovinzen Chiba, Kanagawa und Saitama sowie in den Provinzen Osaka, Hyogo und Fukuoka sind aufgerufen, bis 6. Mai möglichst zu Hause zu bleiben. (dpa)

+++ Bauernverband “erleichtert” über Einreise von Erntehelfern +++

(09.04.2020, 08:55 Uhr)

Der Deutsche Bauernverband begrüßt die Einreise von ausländischen Erntehelfern inmitten der Coronavirus-Krise. “Wir sind erleichtert: Durch diese Regelung bleiben unsere Betriebe arbeitsfähig”, sagte Präsident Joachim Rukwied am Donnerstag dem “Bayerischen Rundfunk”. Bundesinnenminister Horst Seehofer (CSU) und Agrarministerin Julia Klöckner (CDU) hatten sich am vergangenen Donnerstag darauf geeinigt, 80.000 ausländische Saisonkräfte unter strengen Auflagen nach Deutschland zu fliegen. Die Helfer werden unter anderem dringend für die Spargelernte gebraucht. Am Donnerstag sollen erste Flüge am Flughafen Düsseldorf sowie am Flughafen Berlin-Schönefeld landen.

Rukwied hofft zwar, dass auch Erntehelfer aus Deutschland zum Einsatz kommen können. Allerdings hätten die ausländischen Saisonkräfte mehr Erfahrung: “Ohne die wäre es nicht gegangen.” Die Einreise per Flugzeug führe allerdings zu höheren Kosten, räumte Rukwied ein. Höhere Preise für Agrarprodukte könne man daraus aber noch nicht ableiten. “Da müssen wir mal die nächsten Wochen abwarten, wohin die Reise geht.” (dpa)

+++ Ab Freitag gilt in Deutschland Pflicht-Quarantäne für Einreisende aus Ausland +++

(09.04.2020, 08:50 Uhr)

Ab Freitag gilt in Deutschland eine verpflichtende Quarantäne von zwei Wochen für Menschen, die aus dem Ausland einreisen. Bei Verstößen gegen die neuen Regeln drohen Bußgelder in Höhe von 150 Euro bis 25.000 Euro, kündigte das Bundesinnenministerium am Donnerstag in Berlin an. Bund und Länder hätten sich auf eine Musterverordnung geeinigt, die bundesweit einheitliche Maßstäbe festsetzt und die bereits zum Osterverkehr gelten soll.

Demnach müssen Ausländer und zurückkehrende Bundesbürger zunächst in eine 14-tägige häusliche Quarantäne gehen, um abzuklären, ob sie mit dem Coronavirus infiziert sind. Dies gilt für jeden, der einen "mehrtägigen Auslandsaufenthalt" hinter sich hat.

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+++ Umfrage: Mehrheit gegen Lockerung der Corona-Maßnahmen ab 20. April +++

(09.04.2020, 08:05 Uhr)

Eine Mehrheit von rund 56 Prozent der Bürger hält eine Lockerung der einschneidenden Beschränkungen im Alltagsleben wegen des Coronavirus ab 20. April für zu früh. Das hat eine repräsentative Civey-Umfrage für das Magazin "Business Insider" ergeben, die am Donnerstag veröffentlicht wurde. Danach halten knapp 30 Prozent Lockerungen vom 20. April an für angemessen, lediglich 9,4 Prozent für zu spät.

Die aktuellen Einschränkungen des öffentlichen Lebens sind vorerst bis zum 19. April befristet. Bundeskanzlerin Angela Merkel will am 15. und am 19. April mit den Ministerpräsidenten der Länder darüber beraten, wie es weitergehen soll.

Wie die Civey-Umfrage ergab, sollten aus Sicht der Befragten zuerst Geschäfte sowie Schulen und Kitas wieder geöffnet werden, gefolgt von Friseursalons, Spielplätzen, Restaurants/Cafes, Kirchen, Museen und Fitnessstudios.

+++ Spahn: Schrittweise Rückkehr zur Normalität nach Osterferien denkbar +++

(09.04.2020, 07:00 Uhr)

Angesichts erster Erfolge bei der Eindämmung des Coronavirus in Deutschland hält Gesundheitsminister Jens Spahn vorsichtige Schritte aus dem staatlich angeordneten Stillstand nach den Osterferien für möglich. Sollte die Entwicklung bei den Infektionszahlen anhalten, "werden wir mit den Ministerpräsidenten über eine schrittweise Rückkehr zur Normalität nach den Osterferien reden können", sagte der CDU-Politiker dem "Handelsblatt" (Donnerstag).

In einem freiheitlichen Rechtsstaat könnten weitreichende Einschränkungen von Grundrechten nur so lange funktionieren, wie sie verstanden und akzeptiert würden. Deshalb sei es nicht nur wichtig, das Handeln gut zu begründen, sondern auch eine Perspektive aufzuzeigen.

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+++ Debatte um höheres Kurzarbeitergeld +++

(09.04.2020, 06:50 Uhr)

Die Forderungen nach einem höheren Kurzarbeitergeld in Deutschland werden lauter. Der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB) fordert eine deutliche Anhebung, die Christlich-Demokratische Arbeitnehmerschaft (CDA) dringt auf ein Mindest-Kurzarbeitergeld. Auch die Grünen forderten schon eine gestaffelte Aufstockung des Kurzarbeitergeldes, so dass Menschen mit kleinerem Einkommen bis zu 90 Prozent ihres Nettolohns erhalten. Die Vereinte Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) begrüßte die Debatte.

"Um halbwegs gut durchzukommen, sind mindestens 80 Prozent des normalen Verdienstes nötig", sagte DGB-Vorstand Annelie Buntenbach den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Donnerstag).

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+++ Lehrerverband: Kein 'Unterrichts-Vollstart' nach den Osterferien +++

(09.04.2020, 06:05 Uhr)

Eine Rückkehr zum normalen Unterricht an den Schulen direkt nach den Osterferien wird es nach Einschätzung des Deutschen Lehrerverbandes nicht geben. Alles hänge von der medizinisch-virologischen Lageeinschätzung und den Maßnahmen ab, die am kommenden Mittwoch von den Ministerpräsidenten der Länder und Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) beschlossen und verkündet würden, sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger der Deutschen Presse-Agentur. "Ich bin mir aber sicher, dass es nach den Osterferien keinen Unterrichts-Vollstart an den Schulen geben wird."

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+++ Zweiter Tag in Folge mit fast 2000 Corona-Toten in den USA +++

(09.04.2020, 06:25 Uhr)

In den USA sind den zweiten Tag in Folge fast 2000 Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Insgesamt belief sich die Zahl der Toten in dem Land auf 14 817, wie kurz nach Mitternacht am Donnerstag (Ortszeit) aus den Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervorging. 24 Stunden zuvor hatte die Universität die Zahl der Toten noch mit 12 907 ausgewiesen. Den Angaben nach wurden bereits rund 430 000 Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 nachgewiesen.

Corona-Überblick (dpa)

Weltweit sind nach Daten der Universität mittlerweile rund 1,5 Millionen Menschen mit dem Virus infiziert. Rund 88 500 Menschen starben demnach, weitere rund 330 000 erholten sich von einer Infektion mit dem Virus.

+++ Umfrage: Kaum Reisen oder Ausflüge an Ostern geplant +++

(09.04.2020, 06:00 Uhr)

Bis auf wenige Ausnahmen wollen sich die Deutschen auch an Ostern an die Reisebeschränkungen wegen der Corona-Krise halten. In einer Umfrage des Meinungsforschungsinstituts YouGov im Auftrag der Deutschen Presse-Agentur sagten nur 1,3 Prozent, dass sie eine mehrtägige Reise zu Verwandten, Freunden oder in ein Ferienhaus planten. Weitere 2,2 Prozent haben sich einen Tagesausflug zu einem Ziel außerhalb ihrer Heimatregion vorgenommen. 93 Prozent wollen dagegen an Ostern wie von der Bundesregierung empfohlen zu Hause bleiben und sich nur in der näheren Umgebung im Freien bewegen. 4 Prozent machten keine Angaben.

Die Bundesregierung hatte schon Mitte März vor touristischen Reisen ins Ausland, aber auch innerhalb Deutschlands gewarnt, um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen.

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+++ Eurogruppe nimmt neuen Anlauf für ein Krisen-Rettungspaket +++

(09.04.2020, 05:55 Uhr)

Im Streit über milliardenschwere Hilfen gegen die Corona-Wirtschaftskrise unternehmen die EU-Finanzminister am Donnerstag (17.00 Uhr) einen neuen Einigungsversuch. Die Vertreter der 19 Staaten der Eurozone und der übrigen EU-Staaten hatten bereits in der Nacht vom Dienstag auf Mittwoch 16 Stunden lang durchverhandelt, ohne eine Lösung zu finden.

Es geht um ein Rettungspaket im Wert von rund 500 Milliarden Euro, die Arbeitnehmern, Unternehmen und verschuldeten Staaten zugute kommen sollen.

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+++ Vlies für Atemschutzmasken wird knapp - lange Lieferzeiten +++

(09.04.2020, 05:53 Uhr)

Das für die Produktion von Atemschutzmasken benötigte Spezialvlies wird nach Angaben von Herstellern knapp. "Leider sind unsere Fertigungskapazitäten für Vliesstoffe für Atemmasken zum aktuellen Zeitpunkt vollkommen ausgeschöpft", heißt es beispielsweise bei der Firma Sandler. Voraussichtlich bis Anfang Juni könne man deshalb keine Neuaufträge bearbeiten. Das Unternehmen mit Sitz in Schwarzenbach/Saale fertigt nach eigenen Angaben verschiedene Vliesstoffe, die für OP-Masken und den Mund-Nasen-Schutz verwendet werden können.

Der Hersteller Freudenberg liefert einem Bericht der "Wirtschaftswoche" zufolge nur noch an professionelle Schutzbekleidungshersteller. Das solle etwa verhindern, dass Spekulanten den Vliesstoff horten. "Wir haben entschieden, dass das rare Gut so effizient wie möglich eingesetzt werden muss", sagte eine Sprecherin dem Magazin. Die Kapazitäten seien ausgelastet.

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+++ Unionsfraktion tagt per Videoschalte mit Merkel zur Corona-Krise +++

(09.04.2020, 05:50 Uhr)

Die Unionsfraktion berät an diesem Donnerstag per Videokonferenz mit Kanzlerin Angela Merkel (CDU) und verschiedenen Ministern über die Lage im Kampf gegen die Corona-Krise. Auf der Tagesordnung der sogenannten fraktionsoffenen Sitzung stehen nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur in Berlin vom Mittwoch mehrere Berichte.

Der Tagesordnung der Sondersitzung zufolge soll Gesundheitsminister Jens Spahn zur Lage im Gesundheitswesen vortragen, Wirtschaftsminister Peter Altmaier über die Situation in der Wirtschaft sprechen und Agrarministerin Julia Klöckner über die Lage in der Landwirtschaft. Der für Finanzen zuständige Fraktionsvize Andreas Jung soll gemeinsam mit dem Haushaltsexperten Eckhardt Rehberg (alle CDU) über die auf EU-Ebene geplanten finanziellen Hilfen berichten.

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+++ Spahn: Erste Lockerungen von Corona-Restriktionen nach Osterferien möglich +++

(09.04.2020, 05:50 Uhr)

Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) hält erste Lockerungen der Restriktionen in der Corona-Krise nach den Osterferien für möglich. Bei den Infektionszahlen sei ein "positiver Trend" zu beobachten, der sich aber noch "verstetigen" müsse, sagte Spahn dem "Handelsblatt" (Donnerstagsausgabe). Voraussetzung möglicher Schritte in Richtung Normalität sei, dass sich sich die Bevölkerung auch über die Osterfeiertage an die Alltagsbeschränkungen halte.

Sollte die derzeitige positive Entwicklung bei den Infektionszahlen anhalten, werde die Bundesregierung mit den Regierungschefs der Bundesländer "über eine schrittweise Rückkehr zur Normalität nach den Osterferien reden können", sagte Spahn.

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Die Meldungen vom Vortag lesen Sie hier:

+++ Mehr als 1,5 Millionen nachgewiesene Coronavirus-Infektionen weltweit +++

(08.04.2020, 23:36 Uhr)

Die Zahl der weltweit nachgewiesenen Infektionen mit dem neuartigen Coronavirus hat die Marke von 1,5 Millionen überschritten. Das ging am Mittwochabend (Ortszeit) aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore in den USA hervor. Das bis vor gut drei Monaten praktisch noch völlig unbekannte Virus Sars-CoV-2 kann die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen. In Folge der Pandemie wurden bereits mehr als 87 700 Corona-Tote verzeichnet.

Die meisten bekannten Infektionen gab es der der Universität zufolge mit mehr als 420 000 Fällen in den USA, einem Land mit rund 330 Millionen Einwohnern. An zweiter Stelle folgte Spanien mit rund 150 000 bekannten Infektionen. In Italien waren es rund 140 000. Dahinter folgten Frankreich, Deutschland, China und der Iran. Die Zahlen lassen sich wegen der unterschiedlichen Testquote und einer hohen Dunkelziffer jedoch nur begrenzt vergleichen.

Unter den am stärksten von der Lungenkrankheit Covid-19 betroffenen Ländern registrierte die Universität den höchsten Anteil an Corona-Toten relativ zur Bevölkerungszahl bislang in Spanien. Dort starben demnach rund 30 Menschen pro 100 000 Einwohner nach einer Infektion. In Italien waren es 28, in den USA waren es 3,9 Todesfälle pro 100 000 Einwohner, in Deutschland 2,4. (dpa)

+++ Bericht: EU-Kommission schlägt stufenweisen Ausstieg aus Corona-Maßnahmen vor +++

(08.04.2020, 23:17 Uhr)

Die EU-Kommission schlägt laut einem Medienbericht einen stufenweisen Ausstieg aus den Notfallmaßnahmen gegen die Corona-Pandemie mit langen Zeitabständen vor. Die EU-Staaten sollten die bestehenden freiheitsbeschränkenden Maßnahmen erst auf lokaler Ebene aufheben und dann die Öffnung nach und nach ausweiten, heißt es in der bislang unveröffentlichten "Ausstiegsstrategie", die der Zeitung "Die Welt" (Donnerstagsausgabe) vorliegt. (AFP)

Hier finden Sie den kompletten Artikel zu den angeblichen EU-Plänen

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen. (Bild: Getty Images)

+++ Berliner Gericht bestätigt befristetes Gottesdienstverbot +++

(08.04.2020, 23:09 Uhr)

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Berlin-Brandenburg hat den Eilantrag eines religiösen Vereins abgelehnt, der gegen das Verbot öffentlicher Gottesdienste in der Corona-Krise vorgehen wollte. Nach Auffassung des 11. Senats am OVG führt die aktuelle Regelung nicht zu einer unverhältnismäßigen Einschränkung der im Grundgesetz verbrieften Religionsfreiheit. Das OVG bestätigte damit am Mittwoch eine Entscheidung des Berliner Verwaltungsgerichts - dieses habe beanstandungsfrei dargelegt, dass die Gottesdienste, die die Antragsteller in der Karwoche sowie an Ostern feiern wollten, die erhebliche Gefahr weiterer Infektionen bergen würden (Beschluss der 11. Kammer vom 8. April 2020 - OVG 11 S 21/11).

Das Verwaltungsgericht hatte am Dienstag entschieden, dass Ausnahmen von der Berliner Verordnung zur Eindämmung des Coronavirus keine Gottesdienste beträfen (VG 14 L 32/20). Der klagende Verein wollte Gottesdienste unter Einhaltung von Mindestabständen feiern und die Kontaktdaten der Besucher aufnehmen. Nach der Berliner Sars-CoV-2-Eindämmungsverordnung ist der Besuch von Kirchen, Moscheen, Synagogen und Häusern anderer Glaubens- und Weltanschauungsgemeinschaften zurzeit nur zur individuellen stillen Einkehr erlaubt. (dpa)

+++ AFP-Zählung: Weltweit mehr als 86.000 Coronavirus-Todesfälle +++

(08.04.2020, 23:01 Uhr)

Weltweit sind inzwischen mehr als 86.200 Menschen an den Folgen einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Seit dem Beginn der Pandemie wurden mehr als 1,4 Millionen bestätigte Infektionsfälle verzeichnet, wie eine Berechnung der Nachrichtenagentur AFP auf Grundlage von Behördenangaben am Mittwochabend ergab. Mindestens 280.300 Patienten sind demnach wieder gesund.

Mit mehr als 60.000 Todesfällen wurde weiterhin ein Großteil der Opfer in Europa verzeichnet. Allein in Italien starben bereits rund 17.600 Infizierte - so viele wie in keinem anderen Land der Erde. In Spanien wurden bislang mehr als 14.500 Todesopfer gezählt, gefolgt von den USA mit rund 13.800 Toten und Frankreich mit über 10.800 Toten. (AFP)

+++ Jemen: Saudisches Militärbündnis kündigt zweiwöchige Waffenruhe an +++

(08.04.2020, 22:16 Uhr)

Im Jemen gilt nach Angaben des von Saudi-Arabien angeführten Militärbündnisses ab Donnerstag für zwei Wochen eine landesweite Waffenruhe. Ziel sei es, eine drohende Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, teilte die Militärkoalition der staatlichen Nachrichtenagentur SPA zufolge am Mittwochabend mit. (dpa)

+++ Anwalt scheitert mit Klage gegen Berliner Corona-Regelungen +++

(08.04.2020, 21:57 Uhr)

Ein Rechtsanwalt ist auch vor dem Oberverwaltungsgericht der Bundeshauptstadt mit seinem Eilantrag gegen die Berliner Verordnung zur Eindämmung der Corona-Epidemie gescheitert. Der 11. Senat stellte in seiner am Mittwoch bekanntgegebenen Entscheidung fest, dass die Regelungen verhältnismäßig seien. Die «hohe Dynamik des Infektionsgeschehens und die damit verbundene Gefahr einer Überlastung des Gesundheitssystems» rechtfertigten die verfügten Kontaktbeschränkungen (Az.: OVG 11 S 20/20).

Das OVG bestätigte damit eine vorangegangene Entscheidung des Berliner Verwaltungsgerichts (VG 14 L 31.20). Der Anwalt hatte die Auffassung vertreten, die sogenannte Eindämmungsmaßnahmenverordnung vom 22. März greife unverhältnismäßig in seine Freiheit zur Berufsausübung ein. Zudem werde es den Rechtssuchenden erheblich erschwert, bei ihm Rat zu bekommen.

«Der hohe Rang der Rechtsgüter Leben und Gesundheit lasse keinen Zweifel daran, dass die vom Antragsteller angegriffene Einschränkung, Anwaltstermine nur in dringenden Fällen wahrzunehmen, angemessen sei», heißt es in der Mitteilung des OVG. Die Verordnung verstoße mit Blick auf Gewerbebetriebe, die von den Einschränkungen ausgenommen sind, auch nicht gegen den allgemeinen Gleichheitsgrundsatz - denn solche Betriebe seien aus Sicht des Senats für die Versorgung der Bevölkerung mit Gütern des täglichen Bedarfs notwendig. (dpa)

+++ Geplantes NRW-Pandemie-Gesetz wird entschärft +++

(08.04.2020, 21:26 Uhr)

Das geplante Pandemie-Gesetz für Nordrhein-Westfalen mit weitreichenden Befugnissen für die Landesregierung in der Corona-Krise wird entschärft. Darauf einigten sich die Fraktionsspitzen der CDU/FDP-Koalition und der oppositionellen SPD und Grünen am Mittwochabend, wie aus Landtagskreisen verlautete. Der besonders strittige Passus zur Zwangsverpflichtung von Ärzten und Pflegern im Katastrophenfall sei gestrichen worden, hieß es. Stattdessen werde es ein Freiwilligenregister geben. Das gesamte Gesetz werde bis 31. März 2021 befristet. Bei wesentlichen Entscheidungen gelte ein Parlamentsvorbehalt.

Die SPD hatte angekündigt, dem Gesetz nur zustimmen, wenn Zwangsverpflichtungen von medizinischem Personal gestrichen würden. Auch Rechtsexperten hatten bei diesem Punkt Zweifel an der Verfassungsmäßigkeit geäußert.

Das Gesetz soll am Donnerstag in einer Landtags-Sondersitzung verabschiedet werden. NRW-Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) wollte eine möglichst einstimmige Verabschiedung im Landtag erreichen. Die AfD wurde nicht an den Verhandlungen beteiligt. (dpa)

+++ Verband: Berufsschulen brauchen einheitliche Corona-Schutz-Standards +++

(08.04.2020, 21:09 Uhr)

Die Berufsschullehrer haben die Kultusminister in der Corona-Krise aufgefordert, für bundesweit einheitliche Mindeststandards bei der Wiederaufnahme des Unterrichts an Berufsschulen zu sorgen. «Alles andere wäre grob fahrlässig und kann von den Berufsbildnern nicht mitgetragen werden», erklärten Joachim Maiß und Eugen Straubinger, Vorsitzende des Bundesverbandes für Lehrkräfte der Berufsbildung (BvLB), am Mittwoch.

Bei Videokonferenzen von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) mit den Ministerpräsidenten der Länder soll am 15. und 19. April darüber beraten werden, wie mit den seit März geltenden scharfen Beschränkungen für die Bürger weiter umgegangen werden soll. Eine Frage ist, ob im Falle von Lockerungen an Schulen und Berufsschulen wieder unterrichtet werden darf.

Der Verband fordert: «Die Risikogruppen müssen klar definiert sein. Der Mindestabstand in den Klassenräumen muss gewährleistet sein.» Zudem müssten die hygienischen Bedingungen dem Infektionsschutzgesetz genügen. Und der Gesundheitsschutz müsse für Lehrkräfte und Schülerinnen und Schüler gleichermaßen garantiert sein. «Andernfalls kann der Unterricht an beruflichen Schulen nicht starten», sagten Maiß und Straubinger. (dpa)

+++ Corona-Krise: Frankreich will Ausgangsbeschränkungen verlängern +++

(08.04.2020, 21:02 Uhr)

Frankreich will in der Corona-Krise die strikten Ausgangsbeschränkungen über den 15. April hinaus verlängern. Staatschef Emmanuel Macron werde sich am Montagabend an die Bürger wenden, bestätigte das Präsidialamt am Donnerstagabend in Paris.

Eine neue Frist für die Ausgangsbeschränkungen wurde zunächst nicht mitgeteilt. Sie gelten seit Mitte März.

Die Menschen sind angehalten, nur mit triftigen Gründen vor die Haustüre zu gehen. Dafür müssen sie einen Passierschein bei sich tragen. Die Polizei kontrolliert die Umsetzung der Maßnahmen streng. Die Covid-19-Pandemie forderte im Land bisher 10 869 Todesopfer. (dpa)

+++ Mehr als 108 000 Corona-Nachweise in Deutschland - mehr als 2000 Tote +++

(08.04.2020, 20:37 Uhr)

In Deutschland sind bis Mittwochabend mindestens 108 193 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 20.15 Uhr: mehr als 103 036 Infektionen). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Die Uhrzeit, wann ein neuer Tagesstand gemeldet wird, variiert von Bundesland zu Bundesland. Zudem melden einige der Bundesländer ihre Zahlen jeweils nicht immer zur gleichen Uhrzeit.

Mindestens 2071 mit Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 20.15 Uhr: 1815). Mehrere Deutsche starben im Ausland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts haben in Deutschland rund 33 300 Menschen die Infektion überstanden. Die Bundesregierung geht sogar von 46 000 Genesenen aus. Das habe Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Mittwoch gesagt, hieß es von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) auf Facebook.

Besonders hohe Infiziertenzahlen haben Bayern mit mehr als 28 000 nachgewiesenen Fällen und mindestens 589 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 22 800 Fällen und mindestens 413 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 21 400 Fällen und mindestens 514 Toten. Gerechnet auf 100 000 Einwohner verzeichnet Bayern mit einem Wert von 214,5 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 130,1. Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle. (dpa)

+++ Lufthansa verliert wegen Corona jede Stunde eine Million Euro +++

(08.04.2020, 20:33 Uhr)

Die Lufthansa verhandelt wegen der Corona-Krise über Staatshilfe - nun ist klar, wie viel Geld die stark gesunkenen Fluggastzahlen wegen der Pandemie den Konzern kosten. «In Summe verlieren wir daher jede Stunde eine Million Euro unserer Liquiditätsreserve - Tag und Nacht, Woche für Woche und wohl auch noch Monat für Monat», sagte Lufthansa-Chef Carsten Spohr in einer Videobotschaft an die Mitarbeiter vom Mittwoch, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Die Airline befördert statt täglich 350 000 Fluggästen derzeit weniger als 3000.

Die Pandemie bedeute für den Konzern «die größte Herausforderung unserer Geschichte», sagte Spohr. Lufthansa befinde sich «im Kampf» um ihre künftige Aufstellung.

Die Lufthansa könne zwar der Krise mit finanziellen Reserven von mehr als vier Milliarden Euro gegenübertreten, allerdings verzeichne der Konzern nur noch einen «Bruchteil der Einnahmen». Deshalb sei absehbar, dass das Unternehmen die Krise nur mit staatlicher Unterstützung überstehen werde. Spohr zeigte sich aber optimistisch, dass die Gespräche positiv enden werden. (dpa)

+++ Deutschlandweite Gebetsaktion: Rund 200 000 Teilnehmer +++

(08.04.2020, 20:19 Uhr)

Rund 200 000 Menschen haben nach Angaben der Organisatoren am Mittwochabend gemeinsam via Internet und Fernsehen gebetet. «Es hat alles wunderbar funktioniert», sagte Konstantin Fritz, Sprecher des ICF München, nach dem 90-minütigen gemeinschaftlichen Gebet, das am Mittwoch auf Youtube und von kirchlichen Fernsehsendern übertragen wurde. «Bei Youtube waren es knapp unter 60 000 Zugriffe, bei den Fernsehsendern haben geschätzt etwa 200 000 eingeschaltet», so Fritz.

Das Gebet wenige Stunden vor Beginn des jüdischen Pessachfestes sollte ein Zeichen gegen Antisemitismus und für Zusammenhalt in der Corona-Krise setzen. Unter dem Motto «Deutschland betet gemeinsam» waren Gläubige aus unterschiedlichsten Konfessionen eingeladen. «Es war ein Zusammenkommen der Herzen in diesen Zeiten der Krise, egal was der Background ist, egal was man glaubt oder nicht glaubt, ob mit oder ohne deutschen Pass», schilderte Fritz.

Zu den Initiatoren der Aktion zählten das Gebetshaus Augsburg, eine ökumenische Initiative junger Christen, sowie das ICF München, eine überkonfessionelle Freikirche. Schirmherr war Bayerns Ministerpräsident Markus Söder (CSU). Er hatte Ende März in der ARD-Sendung «Anne Will» gesagt: «Wer gläubig ist, soll beten, dass es Deutschland nicht zu hart trifft.» (dpa)

+++ Conte warnt vor Auseinanderbrechen Europas +++

(08.04.2020, 20:09 Uhr)

Der italienische Ministerpräsident Giuseppe Conte hat in der Corona-Krise vor einem Auseinanderbrechen der Europäischen Union gewarnt. «Deutschland hat keine Vorteile, wenn Europa in der Rezession versinkt. Unsere Volkswirtschaften sind auf eine schwere Probe gestellt», sagte er «Bild live» (Mittwoch). «Wir fordern nicht, dass Deutschland und Holland unsere Schulden zahlen sollen.»

Zentraler Streitpunkt in der EU ist in der Krise die gemeinsame Schuldenaufnahme über sogenannte Corona-Bonds. Italien ist von der Corona-Pandemie mit mehr als 17 600 Toten besonders schwer betroffen, zudem werden besonders schwere wirtschaftliche Auswirkungen in dem hochverschuldeten Land befürchtet.

Conte forderte eine Lockerung der fiskalpolitischen Regeln in der EU. «Sonst müssen wir Europa abschreiben, und jeder macht sein Ding. Ein rascher Aufstieg ist für alle das Beste.» Man dürfe am Ende nicht dastehen und sagen, die Operation sei gelungen aber der Patient Europa tot. Deutschland und Italien müssten sich gegenseitig helfen. «Wir müssen gemeinsam in die Schlacht ziehen. Die Front, die dem Feind entgegentritt, muss geschlossen sein.» (dpa)

Giuseppe Conte bei einer TV-Ansprache. (Bild: Getty Images)

+++ 87 weitere Tote wegen Corona in Türkei - Ärzte zweifeln Zahlen an +++

(08.04.2020, 20:08 Uhr)

In der Türkei sind offiziellen Angaben zufolge innerhalb der vergangenen 24 Stunden weitere 87 Menschen an der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Damit sei die Gesamtzahl der Toten auf 812 gestiegen, sagte Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Mittwochabend. Zudem seien weitere 4117 Menschen positiv auf das neuartige Coronavirus getestet worden. Die Gesamtzahl der Infizierten liege damit bei 38 226, während die Zahl der Tests auf rund 25 000 gesteigert worden sei. Die WHO hatte zuvor in einem Tweet von «einem dramatischen Anstieg bei der Verbreitung des Virus über die vergangene Woche» gesprochen. Erholt haben sich der Regierung zufolge bisher rund 1850 Menschen.

Die türkische Ärztevereinigung TTB zweifelt derweil vor allem die Zahl der offiziell erfassten Todesfälle an. In einer am Mittwoch veröffentlichten Stellungnahme hieß es, es sei «auffallend», dass die Zahl der Covid-19-Fälle ansteige, die Grafik der Todesfälle aber nicht entsprechend verlaufe. Der Zentralrat der Türkischen Ärztevereinigung habe festgestellt, dass das Ministerium bei der Meldung der Tode nicht die von der WHO empfohlenen «Codes» benutze, hieß es in der Stellungnahme weiter. Die müssten sofort angewandt und die seit Februar verzeichneten Todesfälle damit überprüft werden. (dpa)

+++ Bund und Länder einig über neue Quarantäne-Regeln und Bußgeldkatalog +++

(08.04.2020, 19:46 Uhr)

Rechtzeitig vor dem Osterwochenende haben sich Bund und Länder auf die neuen Quarantäne-Regeln für Einreisende verständigt. Die Länder haben nach Angaben des Bundesinnenministeriums vom Mittwochabend zugesagt, gemäß der Absprache eigene Verordnungen zu erlassen.

Um grenzüberschreitende Infektionsketten zu stoppen, hatte das Corona-Krisenkabinett am Montag beschlossen, für alle Einreisenden eine 14-tägige Quarantäne anzuordnen. Da außer Berufspendlern, Lastwagenfahrern und anderen speziell definierten Gruppen ohnehin kaum noch Ausländer einreisen dürfen, betrifft diese Regelung in erster Linie Deutsche und Ausländer, die dauerhaft in Deutschland leben. Zuständig für die Verordnung sind die Gesundheitsministerien der Länder.

Wer in Deutschland gegen die neuen Quarantäne-Regeln für Einreisende verstößt, muss nun mit saftigen Bußgeldern rechnen. Einreisende sind nach der Muster-Verordnung des Bundes nun verpflichtet, «sich unverzüglich nach der Einreise auf direktem Weg in die eigene Häuslichkeit oder eine andere geeignete Unterkunft zu begeben und sich für einen Zeitraum von 14 Tagen nach ihrer Einreise ständig dort abzusondern». Während dieser Zeit sei es “nicht gestattet, Besuch von Personen zu empfangen, die nicht ihrem Hausstand angehören”, heißt es in dem Papier, der der Deutschen Presse-Agentur vorliegt. Ausnahmen gibt es etwa für Pfleger.

Wie hoch das Bußgeld jeweils ist, soll davon abhängen, wie groß das “Ausmaß der durch die Tat entstandenen Gefahren für die öffentliche Gesundheit” ist, ob der Betreffende fahrlässig gehandelt hat oder sich uneinsichtig zeigt und ob ein Wiederholungsfall vorliegt.

Wer nach der Einreise gegen das Gebot der häuslichen Absonderung verstößt, soll laut Bußgeld-Katalog zwischen 500 Euro und 10 000 Euro zahlen. Verstöße gegen das Besuchsverbot sollen mit einem Bußgeld von mindestens 300 Euro und höchstens 5000 Euro geahndet werden. Fährt jemand nicht direkt nach Hause, soll er 150 Euro bis 3000 Euro bezahlen. Wer seiner Verpflichtung, Kontakt zum Gesundheitsamt aufzunehmen, nicht nachkommt, soll dafür ein Bußgeld zwischen 150 Euro und 3000 Euro entrichten.

+++ Bund fordert EU-Kommission zu Zwangsgutscheinen im Luftverkehr auf +++

(08.04.2020, 19:30 Uhr)

Die Bundesregierung hat die EU-Kommission einem Bericht des Magazins “Business Insider” zufolge aufgefordert, der schwer getroffenen Luftfahrtindustrie mit der Erlaubnis zu Zwangsgutscheinen unter die Arme zu greifen. Eine Lösung gegen die finanziellen Folgen der Corona-Krise für die Branche bestehe darin, Fluggesellschaften zu erlauben, «Rückerstattungsansprüche auch ohne Zustimmung des Fluggastes temporär in Form von Gutscheinen erfüllen zu dürfen». So zitierte “Business Insider“ am Mittwoch aus einem Brief der Minister Andreas Scheuer (CSU, Verkehr), Christine Lambrecht (SPD, Verbraucher) und Peter Altmaier (CDU, Wirtschaft) an EU-Verkehrskommissarin Adina Valean.

“Die gegenwärtigen Liquiditätsprobleme der Luftfahrtunternehmen beruhen zu einem nicht unerheblichen Teil auch auf Erstattungsansprüchen, die den Fluggästen infolge der wegen der Corona-Pandemie annullierten Flüge (...) zustehen“, betonen die Minister demnach in dem auf Dienstag datierten Schreiben. Falls aber Airlines deswegen in die Insolvenz getrieben würden, seien die Gutscheine für die Kunden wertlos. Das gemeinsame Ziel müsse lauten, “den europäischen Flugverkehrsmarkt über die Krise hinaus in seiner Struktur zu erhalten und dabei auch die Interessen der Fluggäste im Blick zu behalten“.

Das Bundeskabinett hat bereits eine Gutscheinlösung bei abgesagten Reisen beschlossen, die EU-Kommission muss aber noch zustimmen. Verbraucherschützer hatten diese Regelung abgelehnt.

Die Minister fordern dem Bericht zufolge nun, dass die Brüsseler Behörde eine “Auslegungshilfe“ veröffentlichen solle, wonach eine Zustimmung der Fluggäste zu den Gutscheinen schon jetzt nicht nötig ist. Außerdem solle die Kommission eine entsprechende Verordnung ändern, dass dies rückwirkend seit dem 8. März möglich ist. Die Interessen der Fluggäste könnten durch eine Härtefallregelung “angemessen geschützt werden“ sowie durch eine Einlösung des Gutscheins, falls dieser bis 31. Dezember 2021 nicht genutzt wird. (dpa)

+++ Mehr als 2000 Corona-Infizierte in Deutschland tot +++

(08.04.2020, 19:12 Uhr)

In Deutschland sind bis Mittwochnachmittag mindestens 2007 Menschen, die mit dem neuen Coronavirus infiziert waren, gestorben (Vortag Stand 16.15 Uhr: 1747). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Zudem wurden bundesweit mindestens 106 700 Infektionen mit Sars-CoV-2 registriert (Vortag Stand 16.15 Uhr: 101 700 Infektionen).

Die Uhrzeit, wann ein neuer Tagesstand gemeldet wird, variiert von Bundesland zu Bundesland. Zudem melden einige der Bundesländer ihre Zahlen jeweils nicht immer zur gleichen Uhrzeit.

Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts haben in Deutschland rund 33 300 Menschen die Infektion überstanden. Die Bundesregierung geht sogar von 46 000 Genesenen aus. Das habe Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Mittwoch gesagt, hieß es von Bundesfamilienministerin Franziska Giffey (SPD) auf Facebook.

Besonders hohe Infiziertenzahlen haben Bayern mit mehr als 28 000 nachgewiesenen Fällen und mindestens 589 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 22 600 Fällen und mindestens 408 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 20 600 Fällen und mindestens 464 Toten. Gerechnet auf 100 000 Einwohner verzeichnet Bayern mit einem Wert von 214,5 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 128,4. Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle. (dpa)

+++ Airbus fährt Flugzeugproduktion um ein Drittel zurück +++

(08.04.2020, 19:05 Uhr)

Der Luftfahrt- und Rüstungskonzern Airbus fährt die Produktion seiner Passagierflugzeuge wegen der Corona-Pandemie um rund ein Drittel zurück. Damit reagiere der Konzern auf die heftigen Auswirkungen der Corona-Krise auf die Kunden, teilte der europäische Rivale des US-Konzerns Boeing am Mittwochabend in Toulouse mit. So sollen vom jüngsten Langstreckenjet-Modell A350 vorerst monatlich nur noch sechs neue Maschinen die Werkshallen verlassen. Die Produktion des modernisierten Großraumjets A330neo wird auf zwei Maschinen pro Monat gekappt.

Von den Mittelstreckenjets der Modellfamilie A320 und A320neo sollen monatlich nur noch 40 Exemplare gebaut werden. Hier hatte die Airbus-Führung die Produktion von 2021 an eigentlich auf 63 Maschinen ausweiten wollen und für die folgenden Jahre weitere Steigerungen angestrebt. Noch vor wenigen Wochen hatte Airbus-Chef Guillaume Faury gesagt, die Produktion in dem Segment sei bis 2025 ausgebucht. (dpa)

+++ WHO kontert Trump-Vorwürfe mit dramatischem Appell +++

(08.04.2020, 18:39 Uhr)

Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat die Vorwürfe und Drohungen von US-Präsident Donald Trump gegen die UN-Organisation mit einem dramatischen Appell gekontert. Das Coronavirus für politische Zwecke zu missbrauchen, sei das Schädlichste, was jetzt passieren könne, sagte WHO-Chef Tedros Adhanom Ghebreyesus am Mittwoch in Genf. Es gehe um nationale Einheit, das Arbeiten über ideologische und Parteigrenzen hinweg und schließlich um internationale Solidarität.

“Das Schlimmste steht uns noch bevor, wenn wir uns nicht beeilen, Einigkeit sicherzustellen”, warnte der WHO-Chef. Trump hatte der WHO mit einem Stopp von Beitragszahlungen gedroht. Er warf der Organisation vor, nicht genügend aufgeklärt und einen auf China fokussierten Ansatz gehabt zu haben.

Ein Vorgehen, das die Gesellschaft in diesem Moment spalte, sei wie ein Spiel mit dem Feuer, meinte Tedros. Nur Einigkeit helfe, “wenn man nicht noch viel mehr Leichensäcke” riskieren wolle. Statt Länder gegeneinander auszuspielen, käme es jetzt auf einen Schulterschluss zwischen den USA und China an.

Ein solches Bündnis habe bei der Bekämpfung der Pocken zu Zeiten des Kalten Kriegs zwischen den USA und der damaligen Sowjetunion funktioniert. Beide Staaten hätten sich führend an der Ausrottung der Seuche beteiligt, was damals innerhalb von zehn Jahren gelungen sei, sagte Tedros weiter.

Tedros erinnerte daran, dass die WHO bereits seit Anfang Januar ihre Mitgliedsstaaten umfassend über die aufziehende Gefahr gewarnt habe. Ende Januar habe die Organisation eine “gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite” erklärt. Damals habe es erst sehr wenige Sars-CoV-2-Fälle außerhalb Chinas gegeben. Die WHO unterstütze die internationale Gemeinschaft unermüdlich mit Informationen und auch Material wie Schutzausrüstungen und Tests.

+++ Italien meldet weniger als 600 Tote an einem Tag +++

(08.04.2020, 18:33 Uhr)

In Italien ist der tägliche Anstieg der Zahl von Todesopfern in der Corona-Krise auf unter 600 gefallen. Am Mittwoch kamen 542 Tote dazu, insgesamt sind es nun 17 669, wie der Zivilschutz in Rom mitteilte. Das ist der zweitniedrigste Anstieg in fast drei Wochen.

Insgesamt stieg die Zahl der Ansteckungen um 2,8 Prozent auf 139 422, Experten gehen jedoch von einer großen Dunkelziffer aus. Die Zahl der Patienten auf der Intensivstation nahm weiter ab. Italien ist weltweit das Land mit den meisten Toten in der Corona-Krise.

Die Regierung in Rom plant nun ein sehr langsames, schrittweises Vorgehen, um das Land wieder zu öffnen, wie Medien am Mittwoch berichteten. Diese Pläne werden «Phase 2» genannt. Die Regierung habe den wissenschaftlichen Beirat beauftragt, Details zu erarbeiten.

Zuletzt waren die Ausgangsbeschränkungen für die rund 60 Millionen Italiener, die am 10. März erlassen wurden, bis Ostermontag verlängert worden. Außerdem ist die nicht lebensnotwendige Produktion gestoppt und viele Läden sowie Restaurants sind geschlossen. Es wurde erwartet, dass die Arbeit in einigen stillgelegten Firmen nächste Woche wieder anlaufen darf. Unternehmerverbände machen zunehmend Druck wegen drohender Pleiten. (dpa)

+++ Bundesregierung erwartet 40 Millionen Corona-Schutzmasken +++

(08.04.2020, 18:31 Uhr)

Die Bundesregierung erwartet zum Schutz gegen Corona-Infektionen eine schnelle Großlieferung von Schutzausstattung für das medizinische Personal. Diese Woche sollen 40 Millionen Schutzmasken nach Deutschland kommen, wie das Gesundheitsministerium am Mittwoch mitteilte. Das sei so viel wie in den beiden vorangegangenen Wochen zusammen. Hintergrund ist auch eine Kooperation mit der Lufthansa in einer Art «Luftbrücke» für regelmäßige Transportflüge nach China. Masken und andere Schutzausstattung sind derzeit weltweit knapp.

Die in Europa entwickelte Smartphone-Technologie zur Eindämmung der Covid-19-Epidemie steht voraussichtlich bald nach Ostern als konkrete Corona-Warn-App zur Verfügung. Das kündigte Chris Boos, einer der führenden Forscher des Projektes PEPP-PT in einem Gespräch mit der Deutschen Presse-Agentur an. Die App soll Menschen rasch und anonym informieren, wenn sie Kontakt zu anderen hatten, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden. Dies gilt ein technischer Weg, Beschränkungen teils aufheben zu können.

Das Bundesinnenministerium erarbeitet aktuell eine Musterverordnung für die Länder, um die vom Krisenkabinett beschlossene 14-Tage-Quarantänepflicht für Einreisende bundesweit umzusetzen. Wer nach der Einreise nach Deutschland gegen die häusliche Absonderung verstößt, soll nach den Empfehlungen des Ministeriums ein Bußgeld in Höhe zwischen 200 Euro und 25 000 Euro zahlen. (dpa)

+++ Griechenland kontrolliert Bewegungsverbote verschärft +++

(08.04.2020, 18:24 Uhr)

Im Kampf gegen die Ausbreitung des Coronavirus verschärft Athen die Kontrollen der Reiseverbote für Bürger im eigenen Land.

Seit 18.00 Uhr Ortszeit (17.00 MESZ) am Mittwoch kontrolliert die Polizei an allen Autobahnen und Landstraßen die Autos, die von den Großstädten in Richtung der Provinzen fahren. "Nur wer beweisen kann, dass er in einer Provinz wohnt, darf weiterreisen", teilte der Chef des Zivilschutzes, Nikos Chardalias, im Staatsfernsehen mit. Dies gelte auch für Flüge und Fährverbindungen, hieß es. Wer die Regel nicht einhält, muss mit einem Bußgeld von 300 Euro rechnen.

Bislang wurden die Reiseeinschränkungen von der Polizei nur stichprobenweise kontrolliert. Seit Mittwochabend kontrolliert die Polizei nun systematisch an Mautstellen und wichtigen Kreuzungen die Einhaltung des Reiseverbots. Die Küstenwache erlaubt keine Ausgabe von Fahrkarten für Fähren zu den Inseln, wenn der Reisende nicht nachweislich von der Zielinsel stammt und auch dort wohnt.

Griechenland hatte bereits die ersten Einschränkungen mit der Schließung von Schulen und Restaurants, Bars und von Geschäften Ende März eingeführt. Das Land mit rund 10,5 Millionen Einwohnern hat eine der niedrigsten Opferraten in Europa. Bislang sind 83 Menschen an den Folgen von Erkrankungen an Coronavirus gestorben. (dpa)

+++ Schweiz verlängert Corona-Maßnahmen bis zum 26. April +++

(08.04.2020, 18:07 Uhr)

Die Schweiz kündigte an, die geltenden Einschränkungen wegen der Corona-Pandemie bis zum 26. April zu verlängern.

Nach dem 26. April sollen die Auflagen dann schrittweise und vorsichtig gelockert werden, sagte Bundespräsidentin Simonetta Sommaruga. Inwiefern die Vorsichtsmaßnahmen genau gelockert werden, soll die Regierung in der kommenden Woche entscheiden.

+++ EU-Kommission für Verlängerung des Einreisestopps in EU bis 15. Mai +++

(08.04.2020, 17:51 Uhr)

Der weitgehende Einreisestopp in die Europäische Union soll nach Ansicht der EU-Kommission bis zum 15. Mai verlängert werden. Das schlug die Brüsseler Behörde am Mittwoch vor. Zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie hatten sich Mitte März alle EU-Staaten außer Irland sowie die Schweiz, Norwegen, Liechtenstein und Island darauf geeinigt, alle nicht zwingend notwendigen Reisen in die EU zunächst für 30 Tage einzuschränken.

Damit waren sie einem Vorschlag von EU-Kommissionschefin Ursula von der Leyen gefolgt. Die Regel sieht Ausnahmen etwa für Ärzte, Pflegekräfte, Diplomaten und Heimkehrer vor. Die Entscheidung über solche Einreisebeschränkungen kann jedes Land für sich treffen.

Die Erfahrung habe gezeigt, dass die Maßnahme mehr als 30 Tage brauche, um wirksam zu sein, hieß es am Mittwoch in einer Mitteilung der EU-Kommission. Die Behörde rief die Staaten zu einem abgestimmten Vorgehen bei der Verlängerung auf. Maßnahmen an den Außengrenzen seien nur dann effektiv, wenn sie einheitlich seien. (dpa)

+++ Forscher schätzen wegen Dunkelziffer schon 460 000 Corona-Fälle +++

(08.04.2020, 17:15 Uhr)

Nach Berechnung von Göttinger Forschern hatten sich in Deutschland unter Berücksichtigung einer hohen Dunkelziffer bereits bis Ende März mehr als 460 000 Menschen mit dem Coronavirus infiziert. Bislang seien schätzungsweise 15,6 Prozent der Infektionen in Deutschland festgestellt worden, errechneten die Entwicklungsökonomen Christian Bommer und Sebastian Vollmer, wie die Universität mitteilte. Die Zahl registrierter Infektionen lag indes am Mittwoch bei etwas über 100 000. Ende März lag sie noch darunter.

Um die Qualität der offiziellen Fallaufzeichnungen zu prüfen, nutzten die Forscher unter anderem Daten aus einer Studie zur Mortalität von Covid-19 und zum Zeitraum bis zum Tod von Betroffenen. Auf dieser Grundlage gehen die Ökonomen davon aus, dass die Zahl der Infektionen womöglich in allen betroffenen Ländern deutlich höher liegt, als bislang angenommen. Sie vermuten, dass weltweit bislang im Durchschnitt nur etwa sechs Prozent aller Infektionen nachgewiesen wurden. Nach ihren Berechnungen könnte die tatsächliche Zahl der Infizierten weltweit bereits mehrere zehn Millionen erreicht haben.

Unzureichende und verzögerte Tests könnten erklären, warum einige europäische Länder wie Italien und Spanien viel höhere Opferzahlen im Vergleich zu den gemeldeten bestätigten Fällen aufweisen als Deutschland. Während Deutschland eine Entdeckungsrate von schätzungsweise 15,6 Prozent habe, liege sie in Italien bei 3,5 Prozent oder 1,7 Prozent in Spanien. Noch niedriger seien sie in den USA mit 1,6 Prozent und Großbritannien mit 1,2 Prozent. Im Gegensatz dazu habe Südkorea fast die Hälfte aller seiner Infektionen entdeckt. (dpa)

+++ Schweiz verlängert Anti-Corona-Maßnahmen bis 26. April +++

(08.04.2020, 17:14 Uhr)

Die Schweiz verlängert die Maßnahmen zur Bekämpfung des Coronavirus um eine Woche bis zum 26. April. Danach sollen sie aber vorsichtig und schrittweise gelockert werden, beschloss die Schweizer Regierung am Mittwoch. Über die Etappen der Lockerung soll nächste Woche entschieden werden. Das Tempo der Ausbreitung der Covid-19-Epidemie in der Schweiz habe in den vergangenen Tagen deutlich abgenommen, hieß es. Die Maßnahmen zur Bekämpfung des Virus würden gut umgesetzt und zeigten Wirkung.

In der Schweiz war das öffentliche Leben wegen der Coronavirus-Pandemie Mitte März auf Sparflamme zurückgefahren worden. Fast alle Geschäfte sowie alle Restaurants, Märkte, Museen und Freizeitbetriebe wurden geschlossen. Private und öffentliche Veranstaltungen wurden verboten.

Die Schweiz ist von der Pandemie erheblich betroffen. Am Mittwoch waren fast 23 000 Fälle der Infektion mit Sars-CoV-2 bestätigt. Mit 266 Betroffenen pro 100 000 Einwohner weist das Land einen im europaweiten Vergleich hohen Wert auf. 705 Todesfälle im Zusammenhang mit Covid-19 wurden bisher verzeichnet. Zu Engpässen im Schweizer Gesundheitswesen ist es bisher nicht gekommen. (dpa)

+++ Statistiker: Toilettenpapier-Absatz bricht ein +++

(08.04.2020, 17:12 Uhr)

Der Verkauf von Toilettenpapier ist in der vergangenen Woche drastisch zurückgegangen. Erstmals seit Beginn der Corona-Krise habe er unter dem Durchschnittswert der vorausgegangenen sechs Monate gelegen, teilte das Statistische Bundesamt am Mittwoch mit. Es sei fast ein Drittel weniger Toilettenpapier verkauft worden als normal. Zum Vergleich: In der Woche davor lag die Verkaufsmenge noch rund 50 Prozent über dem Sechs-Monats-Durchschnitt. (dpa)

+++ EU-Kommission für Verlängerung des Einreisestopps bis 15. Mai +++

(08.04.2020, 17:01 Uhr)

Der weitgehende Stopp der Einreisen in die Europäische Union soll nach Ansicht der EU-Kommission bis zum 15. Mai verlängert werden. Dies schlug die Brüsseler Behörde am Mittwoch vor; die Entscheidung darüber kann jedoch jedes Land für sich treffen. Zur Eindämmung der Coronavirus-Pandemie hatten sich Mitte März alle EU-Staaten außer Irland sowie die Schweiz, Norwegen, Liechtenstein und Island darauf geeinigt, nicht zwingend notwendige Reisen in die EU zunächst für 30 Tage einzuschränken. (dpa)

+++ 500 Berliner Polizisten zu Ostern täglich im Corona-Einsatz +++

(08.04.2020, 16:58 Uhr)

Rund 500 Polizisten pro Tag kontrollieren über Ostern in der Bundeshauptstadt, ob sich die Berliner an die Corona-Abstandsregeln halten. Die Polizei setze wie bisher auf Transparenz, Augenmaß und Kommunikation, betonte eine Sprecherin am Mittwoch. Bei Unbelehrbaren werde aber geahndet.

Die Einsatzkräfte seien von Karfreitag bis Ostersonntag wieder stadtweit unterwegs, auch in Grünanlagen und Waldgebieten. Und: «Auch die Wasserschutzpolizei fährt Streife.» Der private Paddler dürfe in sein Boot steigen und aufs Wasser, auf Steganlagen dürften aber keine Gruppen wie etwa Segelclubs zusammenkommen. Die Planungen für den Ostermontag seien noch nicht abgeschlossen, sie sollen sich dann an den Erfahrungen der vorherigen Tage orientieren, so die Polizeisprecherin. (dpa)

+++ Macron will sich mit Merkel in Streit um EU-Krisenlösung einschalten +++

(08.04.2020, 16:34 Uhr)

Frankreichs Staatschef Emmanuel Macron will sich nach französischer Darstellung gemeinsam mit Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) in den Streit um die milliardenschwere europäische Corona-Krisenlösung einschalten. Es seien deutsch-französische Vorschläge für die Gipfelrunde der EU-Staats- und Regierungschefs geplant, hieß es am Mittwoch aus Kreisen des französischen Präsidialamts. Das nächste Treffen der Chefs per Videoschalte sei in den «nächsten Tagen» geplant, ein genauer Termin blieb offen. (dpa)

+++ Litauen verlängert Quarantäne und verhängt Reiseverbot über Ostern +++

(08.04.2020, 16:15 Uhr)

Litauen hat die Quarantäne wegen der Coronavirus-Pandemie um zwei weitere Wochen bis zum 27. April verlängert, aber auch erste Lockerungen der strengen Maßnahmen vorgenommen. Die Regierung in Vilnius verhängte zudem ein Reiseverbot über die Osterfeiertage und ordnete eine Pflicht zum Tragen von Mundschutz in der Öffentlichkeit an, wie die Staatskanzlei am Mittwoch mitteilte.

Litauen verzeichnete bislang 912 bestätigte Coronavirus-Infektionen und 15 Todesfälle. Die Regierung hatte den Notstand ausgerufen und das EU-Land zuvor bis zum 13. April unter Quarantäne gestellt. “Wir hoffen, dass es nach Ostern möglich sein wird, über eine Lockerung der Quarantänebedingungen nachzudenken. Vor allem, wenn es um kleine Unternehmen geht”, erklärte Regierungschef Saulius Skvernelis.

Zunächst aber müssen die knapp 3 Millionen Bewohner des katholisch geprägten Baltenstaats auf die üblichen Familienbesuche an Ostern verzichten. Auf Anordnung der Regierung sind Reisen in andere Städte und Gemeinden außerhalb des eigenen Wohnsitzes zwischen Karfreitag und Ostermontag untersagt.

Litauens Regierung änderte zudem auch die bisherige Empfehlung, in der Öffentlichkeit Schutzmasken zu tragen, in eine verbindliche Anordnung - sie wird am Freitag in Kraft treten. Damit sollten die Menschen im Vorgriff auf die vorgesehenen Lockerungen für Geschäfte an das Tragen persönlicher Schutzausrüstung gewöhnt werden, sagte Skvernelis. (dpa)

+++ Putin schwört Landsleute auf harte Zeiten ein +++

(08.04.2020, 16:13 Uhr)

Russlands Präsident Wladimir Putin hat sein Land in der Corona-Krise auf harte Zeiten eingeschworen. “Ich verstehe, dass sich schon Müdigkeit, die schwere Last finanzieller, häuslicher und anderer irdischer Probleme angestaut haben. Ihr gewöhnlicher Lebensrhythmus ist zerstört”, sagte Putin am Mittwoch in Moskau. “Aber es gibt keine Wahl”, sagte er bei einer im Fernsehen übertragenen Videokonferenz mit Vertretern der Regionalregierungen.

Zugleich sprach der 67-Jährige den Menschen im Kampf gegen die Coronavirus-Epidemie Mut zu. Russland habe alles, was es brauche, um die Krise zu überwinden. “Alles geht vorbei. Auch das geht vorbei”, betonte der Kremlchef. “Wir werden siegen.” Allerdings müssten die Menschen im Land weiter das strenge Regime der Selbstisolierung einhalten, mahnte Putin. “Von unserer Disziplin und Verantwortung hängt der Wendepunkt im Kampf gegen die Infektion ab, den wir erreichen müssen”, meinte er.

Die nächsten zwei, drei Wochen seien entscheidend. Russland verzeichnete einen Zuwachs von mehr als 1000 Fällen auf nun insgesamt 8672 Infizierte. 63 Menschen starben mit dem Virus, 580 waren genesen. Zugleich warnte Putin die Gouverneure, Bürgermeister und Chefs der Teilrepubliken davor, es im Kampf gegen die Krise mit den Maßnahmen zu übertreiben. Nötig sei Augenmaß, damit der Wirtschaft nicht unnötig Schaden zugefügt werde. (dpa)

+++ Äthiopien ruft wegen Corona-Krise den Notstand aus +++

(08.04.2020, 16:13 Uhr)

Im Kampf gegen das Coronavirus hat Äthiopien am Mittwoch landesweit den Notstand ausgerufen. In einer Erklärung des Büros von Regierungschef Abiy Ahmed wird die Bevölkerung des ostafrikanischen Landes dazu aufgerufen, den noch zu erlassenden Anweisungen Folge zu leisten.

Die Ausrufung des Notstandes erlaubt ihm eine Verschärfung bereits bestehender Einschränkungen. Äthiopien hatte die für den 29. August geplante Parlamentswahl schon wegen der Corona-Krise verschoben. Als Gründe führte die Wahlkommission die Ausbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 und die unterbrochenen Vorbereitungen an. Ein neues Datum steht noch nicht fest. (dpa)

+++ Sorge vor Arznei-Engpass: EU-Kommission lockert Kartellregeln +++

(08.04.2020, 15:59 Uhr)

In der Corona-Krise befürchtet die EU-Kommission zunehmende Engpässe bei wichtigen Arzneimitteln. Mit dieser Begründung lockerte die Brüsseler Behörde am Mittwoch vorübergehend die Kartellregeln und erlaubte eine engere Zusammenarbeit von Pharmakonzernen zur Deckung des Bedarfs. Es gelte, die Versorgung der Krankenhäuser mit Arzneimitteln für Coronavirus-Patienten zu sichern, erklärte Wettbewerbskommissarin Margrethe Vestager.

Dazu dürfen sich die Hersteller stärker abstimmen, als es nach Wettbewerbsregeln üblicherweise zulässig wäre, zum Beispiel bei der Umstellung der Produktion, der Lagerhaltung, im Vertrieb. So soll auch verhindert werden, dass sich Firmen auf einzelne Medikamente konzentrieren, während es an anderen Arzneimitteln fehlt. Aus Sorge vor Engpässen bei wichtigen Arzneien hatte Gesundheitskommissarin Stella Kyriakides bereits die Pharmaindustrie aufgefordert, die Produktion hochzufahren.

In einem Brief an Herstellerverbände schreibt die Kommissarin von einem unmittelbar drohenden Risiko von Engpässen bei wichtigen Arzneien für Covid-19-Patienten. Schwer an Covid-19 erkrankte Patienten, die auf Intensivstationen an Beatmungsgeräte angeschlossen sind, benötigen bis zu 50 verschiedene Medikamente, darunter Beruhigungsmittel und Wirkstoffe, die bei der Intubation eingesetzt werden. Ersatzwirkstoffe haben teils Nebenwirkungen. (dpa)

+++ Krise lässt McDonald's-Geschäft einbrechen +++

(08.04.2020, 15:42 Uhr)

Der weltgrößte Fast-Food-Konzern McDonald's hat wegen der Corona-Pandemie einen heftigen Geschäftseinbruch erlitten. Im vergangenen Monat fielen die vergleichbaren Erlöse weltweit im Vergleich zum Vorjahreswert um gut 22 Prozent, wie McDonald's am Mittwoch in Chicago mitteilte. Im gesamten ersten Quartal belief sich das Minus auf 3,4 Prozent. Auf dem US-Heimatmarkt gab es im März einen Rückgang um 13,4 Prozent und im Quartal ein Mini-Plus von 0,1 Prozent. Die Geschäftsprognose für 2020 zog das Unternehmen zurück.

Die Ausbreitung des neuen Coronavirus habe dem Geschäft erheblich geschadet, sagte Vorstandschef Chris Kempczinski. Zwar seien 75 Prozent der Schnellrestaurants weltweit weiter in Betrieb, jedoch liege der Fokus auf Drive-thru, Take-away und Essenslieferungen. McDonald's rechnet weiter mit starken Belastungen und hat nach eigenen Angaben bereits 6,5 Milliarden US-Dollar (5,97 Mrd Euro) an neuen Krediten aufgenommen. Die Aktie reagierte zunächst mit leichten Kursverlusten. Ausführliche Quartalszahlen sollen am 30. April folgen. (dpa)

+++ Tschechischer Historiker Jan Kren an Covid-19 gestorben +++

(08.04.2020, 15:41 Uhr)

Der Historiker Jan Kren ist tot. Der Experte für die deutsch-tschechischen Beziehungen starb bereits am Dienstag im Alter von 89 Jahren in Prag. Grund seien Komplikationen im Zusammenhang mit dem Coronavirus gewesen, teilte das Institut für Zeitgeschichte in der tschechischen Hauptstadt mit. Kren veröffentlichte zahlreiche Bücher, darunter sein Hauptwerk “Die Konfliktgemeinschaft - Tschechen und Deutsche 1780-1918”. Für eine Geschichte Mitteleuropas seit dem 18. Jahrhundert erhielt er 2006 den wichtigsten tschechischen Literaturpreis Magnesia Litera.

Kren war Mitglied der kommunistischen Partei der damaligen Tschechoslowakei, wurde aber nach Kritik am Einmarsch des Warschauer Pakts vom August 1968 ausgeschlossen. Später stieß er zur Bürgerrechtsbewegung Charta 77 um Vaclav Havel. Als Dissident hielt Kren wissenschaftliche Seminare im Untergrund ab. Nach der Wende wurde er Professor an der Prager Karls-Universität. Er erhielt zahlreiche Auszeichnungen, darunter die tschechische Verdienstmedaille, das Große Verdienstkreuz der Bundesrepublik Deutschland, den Wenzel-Jaksch-Preis und die Goethe-Medaille. (dpa)

+++ BMW steigt in Produktion von Atemschutzmasken ein +++

(08.04.2020, 15:19 Uhr)

Auch der Autobauer BMW steigt in der Corona-Krise in die Produktion von Atemschutzmasken ein. “Wir können sehr bald schon mehrere Hunderttausend Masken am Tag produzieren”, sagte BMW-Chef Oliver Zipse am Mittwoch in München. Die für die Produktion notwendigen Maschinen würden in den kommenden Wochen angeliefert, anschließend könnten bis zu 300.000 Masken am Tag hergestellt werden.

BMW will die Maskenproduktion auch für den Eigenbedarf nutzen. Um die Produktion in den Werken in den kommenden Wochen wieder hochfahren zu können, dürften viele Mitarbeiter Schutzmasken benötigen. Überkapazitäten sollen aber auch für den Gebrauch von Ärzten und Pflegern zur Verfügung gestellt werden.

In den vergangenen Tagen hatten schon viele andere deutsche Unternehmen auf die Produktion von Schutzmasken umgestellt. Sie reagierten damit auf Appelle aus der Politik, da der weltweite Handel mit den Masken wegen der hohen Nachfrage massiv unter Druck steht. Solange es keinen Impfstoff gegen die Krankheit gebe, werde der Bedarf an Masken sehr hoch bleiben, sagte CSU-Chef Markus Söder. Ein Rückfall bei den Ansteckungen müsse in jedem Fall verhindert werden. (d

+++ Serbien verhängt fürs Wochenende 60-Stunden-Ausgangssperre +++

(08.04.2020, 15:10 Uhr)

Die serbische Regierung hat wegen der Corona-Pandemie für das kommende Wochenende eine durchgehende Ausgangssperre von 60 Stunden verhängt. Ohne Sondererlaubnis darf von Freitag 17 Uhr bis Montag 5 Uhr früh niemand sein Haus oder seine Wohnung verlassen; das teilten die Behörden am Mittwoch in Belgrad mit.

Bisher galt eine 40-stündige Wochenend-Ausgangssperre von Samstag 13 Uhr bis Montag 5 Uhr. Weiter in Kraft bleibt die Ausgangssperre an Werktagen, die sich von 17 Uhr bis 5 Uhr am nächsten Tag erstreckt. Serbien versucht mit rigorosen Maßnahmen die Ausbreitung des Virus einzudämmen, das die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann.

Für Menschen, die älter sind als 65 Jahre - in Landgemeinden 70 Jahre - gilt ein grundsätzliches Ausgangsverbot. Seit Dienstag müssen sich Menschen, die positiv auf das Corona-Virus getestet werden und keine oder nur leichte Symptome aufweisen, in improvisierten Massenlazaretten unterbringen lassen. Bis Mittwoch hatten sich in Serbien 2447 Menschen nachweislich mit dem Coronavirus angesteckt. Die Zahl der Toten wurde mit 61 angegeben. (dpa)

+++ WTO befürchtet Rückgang des Welthandels 2020 um bis zu 32 Prozent +++

(08.04.2020, 15:05 Uhr)

Die Welthandelsorganisation (WTO) rechnet in diesem Jahr mit einem Absturz des Welthandels infolge der Corona-Krise um 13 bis 32 Prozent. Dies sei die Spanne zwischen einem optimistischen und einem pessimistischen Szenario, teilte die WTO am Mittwoch in Genf mit. «Der unvermeidliche Rückgang bei Handel und Produktion wird schmerzhafte Konsequenzen für Haushalte und Unternehmen haben, ganz abgesehen von dem menschlichen Leid, das diese Krankheit verursacht», sagte WTO-Chef Roberto Azevedo.

Entscheidend sei es auch, bereits jetzt die wirtschaftspolitisch richtigen Weichen zu stellen. Im Idealfall sei eine schnelle und kräftige Erholung möglich. «Und wenn die Länder kooperieren, werden wir eine schnellere Erholung erleben, als wenn jedes Land für sich alleine agiert.» (dpa)

+++ Demokraten wollen Konjunkturpaket in den USA um 500 Milliarden Dollar aufstocken +++

(08.04.2020, 14:51 Uhr)

Die Führung der Demokraten im US-Kongress will das jüngst beschlossene riesige Corona-Konjunkturpaket um 500 Milliarden US-Dollar (460 Milliarden Euro) aufstocken. Die Regierung schlägt bislang eine Erhöhung um 250 Milliarden Dollar vor, um damit ein Kreditprogramm für kleinere und mittlere Unternehmen auszubauen. Die Vorsitzende des Repräsentantenhauses, Nancy Pelosi, und der demokratische Minderheitsführer im Senat, Chuck Schumer, erklärten am Mittwoch, zusätzlich brauche es noch 100 Milliarden Dollar zur Stärkung des Gesundheitswesens und 150 Milliarden Dollar, um Kommunen und Bundesstaaten angesichts drastischer Einnahmeausfälle zu helfen. (dpa)

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+++ Downing Street: Behandlung bei Boris Johnson schlägt an +++

(08.04.2020, 14:31 Uhr)

Die Behandlung des mit dem Coronavirus infizierten britischen Premierministers Boris Johnson zeigt Wirkung. Das teilte der Regierungssitz Downing Street am Mittwoch mit. «Der Premierminister ist klinisch stabil und die Behandlung schlägt an», hieß es in der Mitteilung. Er werde weiterhin auf der Intensivstation des St. Thomas's Hospital in London behandelt und sei gut gelaunt.

Ein Regierungssprecher sagte Journalisten zudem, Johnson erhalte eine reguläre Sauerstoffbehandlung, könne aber selbstständig atmen. Er arbeite nicht, sei aber in der Lage, die für ihn notwendigen Kontakte zu pflegen. (dpa)

+++ Ruhani will in drei Phasen strenge Corona-Regeln lockern +++

(08.04.2020, 14:06 Uhr)

Iran will die strengen Corona-Maßnahmen in drei Phasen wieder lockern. «Natürlich wollen wir keine weiteren Corona-Opfer, gleichzeitig wollen wir auch nicht die Menschen verhungern lassen», sagte Irans Präsident Hassan Ruhani am Mittwoch im Staatsfernsehen zur Begründung. Daher plane die Regierung «unter besonders strengen hygienischen Auflagen» in drei Phasen die Corona-Vorschriften abzumildern. Ruhani sprach von einer «zweiten Welle» im Kampf gegen das Coronavirus.

Ab Samstag (11. April) soll zunächst in den Provinzen die Arbeit in Wirtschaftsbereichen mit geringem Gefährdungsrisiko wieder aufgenommen werden. In der zweiten Phase soll dies dann auch in der Hauptstadt Teheran passieren. Die laut Ruhani «risikoreichen» Gewerbe sollen weiter verboten bleiben.

Bislang sind 49 Branchen von den Schließungen betroffen. Welche davon nun wieder geöffnet werden können und welche nicht, sagte Ruhani nicht. Die Verbote für Sportanlagen, Festhallen, Friseurläden sowie heilige religiösen Stätten blieben jedoch bestehen. Bis auf Weiteres würden landesweit auch keine Freitagsgebete veranstaltet. In der dritten Phase soll aber dann auch über diese Bereiche entschieden werden, sagte Ruhani. (dpa)

+++ Hilfsorganisation: Corona-Folgen könnten 30 Millionen Kinder treffen +++

(08.04.2020, 13:58 Uhr)

Durch die Corona-Krise könnten laut einer Hilfsorganisation 30 Millionen Kinder in ärmeren Ländern und Konfliktgebieten von Krankheit und Tod bedroht sein. «Derzeit werden Lebensmittel an vielen Orten bereits teurer, Märkte werden geschlossen und Verteilungen sowie Zugänge zu Gesundheitsvorsorge erschwert», teilte World Vision Deutschland mit.

«Es wäre völlig falsch, Covid-19 nicht als gefährlich für Kinder anzusehen«, hieß es in einer Mitteilung der christlichen Organisation. Risikofaktoren seien besonders fehlende Impfungen und eine Ausweitung der Unterernährung. Viele Kinder könnten außerdem Malaria zum Opfer fallen, weil sie keinen Zugang mehr zu Behandlungen bekämen. (dpa)

+++ «Hoffnung» trotz Leere: Ein Corona-Song mit Video von Tocotronic +++

(08.04.2020, 13:47 Uhr)

Die Kamera des Videos streift durch leere Städte, eine Gitarre und wehmütige Streicher erklingen, dazu singt Tocotronic-Sänger Dirk von Lowtzow: «Hier ist ein Lied, das uns verbindet...». Die renommierte Deutschpop-Band hat am Mittwoch den Song «Hoffnung» herausgebracht - bewusst mitten in der Corona-Krise.

«Eigentlich war er gedacht für das neue Album, das 2021 erscheinen soll», erklärte ein Sprecher der Plattenfirma Universal. «Aber da er leider gerade so gut passt, haben sie sich entschlossen, ihn jetzt schon zu veröffentlichen.» Tatsächlich thematisiert die melancholische Ballade mit ihrem Schwarzweiß-Video Angst und Verunsicherung, aber eben auch mehr: «In jedem Ton/liegt eine Hoffnung/auf einen neuen/Zusammenhang». (dpa)

+++ Konzertveranstalter gründen Hilfsfonds für Musiker +++

(08.04.2020, 13:42 Uhr)

Die drei größten Veranstalter von Konzerten in der Elbphilharmonie und der Laeiszhalle haben einen Unterstützungsfonds für freiberufliche Musiker ins Leben gerufen. Vom «Elbphilharmonie Hilfsfonds» sollen Künstlerinnen und Künstler profitieren, deren Konzerte wegen der gegenwärtigen Corona-Pandemie nicht stattfinden können. Getragen wird der Fonds von der HamburgMusik gGmbH, dem NDR und der Konzertdirektion Dr. Rudolf Goette.

«Es steht bereits ein niedriger sechsstelliger Betrag zur Verfügung, mit dem wir sofort loslegen können», sagte Christoph Lieben-Seutter, Generalintendant der Elbphilharmonie und der Laeiszhalle. Das Geld stammt von Konzertgästen, die auf eine Rückerstattung des Kaufpreises für ihre Karten verzichtet haben. (dpa)

+++ Bundesamt für Bevölkerungsschutz veröffentlicht Tipps für Krankenhäuser +++

(08.04.2020, 13:28 Uhr)

Wegen der Corona-Krise hat das Bundesamt für Bevölkerungsschutz und Katastrophenhilfe Tipps und Hinweise für Krankenhäuser veröffentlicht. Das Bundesamt stellt auf seiner Website Teile eines geplanten Handbuchs für Krankenhausalarm- und -einsatzplanung vorab bereit, wie es am Mittwoch mitteilte. Das gesamte Handbuch soll noch in diesem Jahr erscheinen. Die Teilveröffentlichung beinhaltet unter anderem Empfehlungen für Alarm- und Einsatzplanungen für Kliniken. (AFP)

+++ Mehr als 10 000 Corona-Fälle in Afrika +++

(08.04.2020, 13:05 Uhr)

Das neue Coronavirus breitet sich zunehmend auch in Afrika aus. Die Zahl der bestätigten Infektionen in Afrika sei auf mehr als 10 000 angestiegen, mehr als 500 Menschen seien gestorben, gab die Weltgesundheitsorganisation (WHO) am Mittwoch in einer Erklärung bekannt. Nachdem das Virus Sars-CoV-2 den Kontinent im Vergleich zu anderen Weltregionen erst sehr spät durch Reisende aus Europa, den USA und Asien erreicht hat, breite es sich nun sehr schnell aus. Hilfsorganisationen wie World Vision oder Save the Children warnen bereits vor einer drohenden Katastrophe schwersten Ausmasses, die auch die Zukunftschancen der Kinder beeinträchtige.

In Afrika, wo ein Leben auf Distanz in vielen Armensiedlungen nicht möglich ist und auch die Hygienebedingungen nicht immer optimal sind, befürchten Experten eine hohe Dunkelziffer bei der Zahl der Infizierten. (dpa)

+++ Saarland: Ministerpräsident Hans gibt noch keine Corona-Entwarnung +++

(08.04.2020, 12:47 Uhr)

Trotz eines Rückgangs beim Anstieg der Corona-Infektionszahlen im Saarland kann es nach Aussage von Ministerpräsident Tobias Hans (CDU) noch keine Entwarnung geben. «Es muss uns klar sein, dass wir den Höhepunkt der Infektionen noch vor uns haben», sagte Hans am Mittwoch in Saarbrücken. Daher könne auch noch kein Zeitpunkt genannt werden, wann die Landesregierung die derzeit geltenden Einschränkungen lockern könne.

Die am 21. März verfügte Ausgangsbeschränkung zeige bereits «eine sehr starke Wirkung», sagte Hans. Damals habe die Zahl der Infektionen innerhalb einer Woche um den Faktor acht zugenommen. Nun liege dieser Wert bei 1,8 pro Woche. «Wenn sich dieser Trend in den kommenden Tagen fortsetzt, dann haben wir gute Chancen, dass unser Gesundheitssystem der Belastungsprobe standhalten wird.»

Nun gelte es aber noch Geduld zu haben - und sich weiter, auch über die Osterfeiertage, an die strengen Corona-Regeln zu halten. (dpa)

+++ Spanien in «Phase der Corona-Abschwächung» - aber weiter viele Tote +++

(08.04.2020, 12:45 Uhr)

In Spanien hat sich die Zuwachsrate bei den Corona-Neuinfektionen weiter stabilisiert. Innerhalb von 24 Stunden stieg die Zahl der registrierten Fälle erneut um nur vier Prozent auf knapp 146 700. Seit Tagen ist die Rate damit gleichbleibend niedrig. Gleichzeitig kletterte die Zahl der Todesopfer wieder leicht: Seit Dienstag kamen 757 Menschen in Verbindung mit Covid-19 ums Leben. Insgesamt lag die Zahl der Toten damit bei 14 500. Die gute Nachricht: 48 000 Patienten sind bereits wieder gesund, elf Prozent mehr als am Vortag.

Die strengen Ausgangsbeschränkungen in dem besonders schwer von der Krise betroffenen Spanien, die bereits seit Mitte März gelten, zeigen somit schrittweise Wirkung. Die Ansteckungskurve habe sich stabilisiert, «sie flacht ab und wir sind in der Phase der Abschwächung», sagte Gesundheitsminister Salvador Illa. (dpa)

+++ WHO Europa: Nicht die Zeit zur Lockerung von Corona-Maßnahmen +++

(08.04.2020, 12:43 Uhr)

Das Europa-Büro der Weltgesundheitsorganisation WHO warnt vor einer frühzeitigen Lockerung der gegen die Ausbreitung des neuartigen Coronavirus erlassenen Maßnahmen. «Jetzt ist nicht die Zeit, um Maßnahmen zu entspannen», sagte WHO-Regionaldirektor Hans Kluge am Mittwoch auf einer online übertragenen Pressekonferenz.

Wachsendes Wissen über Covid-19 und positive Entwicklungen in einigen Staaten bedeuteten noch lange nicht, dass man das Coronavirus Sars-CoV-2 besiegt habe. Vielmehr biete dies die Chance, das Virus besser in den Griff zu bekommen. (dpa)

+++ NRW-Gesundheitsminister Laumann will «in Kürze» wieder Besuche in Pflegeheimen ermöglichen +++

(08.04.2020, 12:40 Uhr)

Bewohner der nordrhein-westfälischen Pflegeheime sollen trotz der Corona-Krise bald wieder Besuch empfangen dürfen. Er habe bei mehreren Wissenschaftlern Praxisvorschläge in Auftrag gegeben, wie das Leben in den Heimen trotz Virus aufrechterhalten werden könne, sagte NRW-Gesundheitsminister Karl-Josef Laumann (CDU) der «Rheinischen Post» (Mittwoch). «Die Vorschläge werden schon in Kürze vorliegen und dann auch schnell umgesetzt. Wie auch immer geartete Besuche müssen wieder möglich sein.»

Die Freiheitsrechte der älteren Generation könnten nicht über einen längeren Zeitraum ausgehebelt werden, betonte der 62-Jährige. «Sie können es den 170 000 Menschen in unseren Pflegeheimen nicht zumuten, dass für sie über ein halbes oder ganzes Jahr hinweg ein Besuchsverbot gilt, dass sie weder Ehepartner, Kinder noch Enkel sehen können.» (dpa)

+++ Regierung plant Unterstützung für Studenten und Wissenschaftler +++

(08.04.2020, 12:37 Uhr)

In der Corona-Krise plant die Bundesregierung weitere Erleichterungen für Bafög-Empfänger und Hilfen für Wissenschaftler. Das Bundeskabinett hat am Mittwoch ein entsprechendes Vorhaben von Forschungsministerin Anja Karliczek (CDU) auf den Weg gebracht. Es sieht Anreize für Bafög-Bezieher vor, sich in der Krise in sogenannten systemrelevanten Bereichen zu engagieren.

Bereits beschlossen war, dass Verdienste aus Tätigkeiten in Gesundheitseinrichtungen nicht mehr auf das Bafög angerechnet werden. Dies soll nun auch auf andere Bereiche wie etwa die Lebensmittelbranche ausgeweitet werden. Das ausgezahlte Bafög soll trotz dieser Nebeneinkünfte unverändert hoch bleiben.

Für Wissenschaftler sollen Regeln zur Befristung von Verträgen gelockert werden, so dass beispielsweise Forschungsprojekte, die sich wegen der aktuellen Ausnahmesituation verzögern, weitergeführt werden können. Beschäftigungsverhältnisse zur Qualifizierung, die zwischen dem 1. März 2020 und dem 30. September 2020 bestehen, können zusätzlich um sechs Monate verlängert werden, hieß es vom Bundesforschungsministerium. Der Gesetzentwurf solle nun kurzfristig in den Deutschen Bundestag eingebracht und beschlossen werden. (dpa)

+++ Frankreich führt Passierschein für Einreisen aus dem Ausland ein +++

(08.04.2020, 12:35 Uhr)

Frankreich hat im Kampf gegen die Verbreitung des Coronavirus einen Passierschein für Einreisen aus dem Ausland eingeführt. Ab Mittwoch müssen Reisende das Dokument ausgefüllt mit sich führen, wenn sie in das französische Kernland oder in die Überseegebiete einreisen wollen, wie das Innenministerium mitteilte.

Das Formular muss demnach bei Grenzkontrollen oder vor dem Boarding eines Flugs in das französische Staatsgebiet vorgelegt werden und den Reisegrund angeben. Die Vorgabe gelte auch für Personen, die wegen ihrer Arbeit über eine europäische Binnengrenze nach Frankreich müssen. (dpa)

+++ Österreich ruft Bürger zum Heimaturlaub auf +++

(08.04.2020, 12:27 Uhr)

Angesichts der dramatischen Ausfälle im Tourismus hat Österreich seinen Bürgern nahegelegt, im Sommer in der Heimat Urlaub zu machen. Da ausländische Touristen bisher für 75 Prozent der Übernachtungen sorgten, sollten sommerurlaubswillige Österreicher wenigstens etwas Abhilfe schaffen und einen Heimaturlaub andenken, sagte Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) am Mittwoch in Wien. Köstinger betonte, dass sich Österreich, Europa und die Welt auf massive Einschränkungen der Reisefreiheit einstellen müssen. «Niemand kann sagen, wie sich die Situation in Europa und der Welt weiter entwickeln wird.»

In Österreich können Hotels und Gaststätten voraussichtlich ab Mitte Mai ihren Betrieb langsam hochfahren, sollten sich die Infektionszahlen in der Corona-Krise weiter so günstig entwickeln wie bisher. Die genauen Schritte würden derzeit ausgearbeitet, so die Ministerin. Alle Gäste und auch das Personal müssten sich aber auf das Einhalten von bestimmten Verhaltensregeln einstellen. Dabei gehe es um das Einhalten von Sitzabständen und eine Schutzmaskenpflicht. (dpa)

+++ Jeweils mehr als 5000 Coronavirus-Fälle in Polen und Tschechien +++

(08.04.2020, 12:11 Uhr)

Sowohl in Polen als auch in Tschechien hat die Zahl der bestätigten Coronavirus-Fälle erstmals die 5000er-Marke überschritten. Das Gesundheitsministerium in Prag meldete bis Mittwochvormittag 5033 bestätigte Infektionen, die Behörden in Warschau genau 5000. In Tschechien starben bisher 91 Menschen mit dem Virus, in Polen rund ein Drittel mehr, nämlich 136. (dpa)

+++ Videobotschaft von Bundespräsident Steinmeier und Ehefrau Elke Büdenbender +++

(08.04.2020, 12:08 Uhr)

Elke Büdenbender, die Frau von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier, hat sich besorgt über die mögliche Zunahme häuslicher Gewalt in der Corona-Krise geäußert. In einer gemeinsamen Videobotschaft mit ihrem Mann wies sie am Mittwoch zugleich auf Hilfsmöglichkeiten hin, die trotz der Kontaktbeschränkungen weiter bestünden. «Ja, viele soziale Einrichtungen sind geschlossen. Aber auch jetzt gibt es Anlaufstellen für Menschen in Not.»

Büdenbender rief dazu auf, nicht jene zu vergessen, die die Krise besonders hart treffe. Sie nannte alleinerziehende Mütter und Väter, Alleinstehende und Familien, die auf allerengstem Raum zusammenlebten und jetzt noch größere Existenzsorgen hätten als früher. «Und: die Kinder, die Frauen, für die das eigene Zuhause leider kein Ort der Geborgenheit und Sicherheit ist - und die jetzt viel häufiger Opfer von häuslicher Gewalt zu werden drohen.» (dpa)

+++ Nationalbank: Frankreich wegen Corona-Krise in Rezession +++

(08.04.2020, 11:41 Uhr)

Frankreich ist nach Einschätzung der Nationalbank wegen der Corona-Krise in eine Rezession abgerutscht. Die Wirtschaftsleistung sei im ersten Vierteljahr um etwa sechs Prozent gesunken, teilte die Banque de France am Mittwoch in einer ersten Schätzung mit. Schon im letzten Vierteljahr 2019 war das Bruttoinlandsprodukt der zweitgrößten Volkswirtschaft der Eurozone laut Statistikamt leicht um 0,1 Prozent zurückgegangen.

Ökonomen sprechen von einer Rezession, wenn die Wirtschaftsleistung in mindestens zwei Quartalen hintereinander - jeweils zum Vorquartal - schrumpft. Vor dem Ausbruch der Krise war für Frankreich für das erste Quartal 2020 mit einem leichten Plus von 0,1 Prozent gerechnet worden. (dpa)

+++ Spanien plant ab Ende April schrittweise Rückkehr zur Normalität +++

(08.04.2020, 11:38 Uhr)

Das besonders schwer von der Corona-Pandemie betroffene Spanien könnte nach Auffassung der Regierung Ende April Schritt für Schritt zu einer gewissen Normalität zurückkehren. Kurz vor der offiziellen Verlängerung der strikten Ausgangsbeschränkungen bis zum 26. April versicherte Finanzministerin und Regierungssprecherin María Jesús Montero am Mittwoch in einem Interview mit dem Sender «Antena 3», dass die Bürger nach diesem Datum langsam «ihr normales Leben zurückgewinnen können». Für Menschen, die Straßen und Plätze bevölkerten, werde es aber «klare Anweisungen» der Regierung geben, so Montero.

In Spanien herrscht seit dem 15. März ein striktes Ausgehverbot, das nun bereits zum zweiten Mal verlängert wird. Das Parlament muss der von Ministerpräsident Pedro Sánchez angekündigten Maßnahme am Donnerstag noch zustimmen. Die knapp 47 Millionen Spanier dürfen nur zum Einkaufen und in Sonderfällen vor die Tür, Spaziergänge oder Sport sind nicht erlaubt.

Die strengen Beschränkungen zeigen jedoch langsam Wirkung: Die Zahl der Neuinfektionen ist mittlerweile deutlich rückläufig. Sánchez hatte vor wenigen Tagen bereits durchblicken lassen, dass es ab Ende April Lockerungen für die Bevölkerung geben werde. (dpa)

+++ Pro Asyl fordert Evakuierung von Flüchtlingslagern wegen Corona +++

(08.04.2020, 11:35 Uhr)

Um eine unkontrollierte Ausbreitung des Coronavirus zu verhindern, sollten die Flüchtlingslager auf den griechischen Ägäis-Inseln nach Ansicht von Pro Asyl komplett geräumt werden. «Es ist völlig abwegig, hierzulande die Seuche einzudämmen und dann wissentlich deren Ausbreitung an anderen Orten in der EU zuzulassen», sagte der Geschäftsführer der Flüchtlingsrechte-Organisation, Günter Burkhardt, am Mittwoch.

Die sogenannten Hotspots in Griechenland müssten evakuiert werden, forderte Burkhardt. Andernfalls könnte eine Ausbreitung der Lungenkrankheit Covid-19 in den Elendslagern zu einem «Flächenbrand für ganz Europa» werden. Burkhardt schlug vor, die Schutzsuchenden jetzt auf die wegen der Corona-Krise derzeit ohnehin leerstehenden Hotels in Griechenland zu verteilen und dann in andere EU-Länder auszufliegen, um dort Asylverfahren durchzuführen. Die jetzt beschlossene Aufnahme von 50 Kindern sei «ein Alibihandeln der Bundesregierung und absolut unzureichend».

Die Flüchtlinge noch länger in den Lagern zu belassen, wo Abstands- und Hygieneregeln nicht eingehalten werden könnten, sei fahrlässig, «denn das Lager Moria ist nicht so weit weg wie die chinesische Stadt Wuhan», von der aus das Virus seinen Weg nach Europa angetreten habe. (dpa)

+++ Scholz rechnet mit Corona-Rettungspaket der EU noch vor Ostern +++

(08.04.2020, 11:26 Uhr)

Trotz der Vertagung der EU-Finanzminister im Streit um ein milliardenschweres Corona-Rettungspaket geht Bundesfinanzminister Olaf Scholz von einer Einigung an diesem Donnerstag aus. «Ich glaube, das kann man schaffen», sagte der SPD-Politiker am Mittwoch in Berlin. Bei den nächtlichen Verhandlungen habe es nur in einem Punkt keine Übereinstimmung gegeben. «Ich hoffe, dass wir noch vor Ostern die entsprechenden Erleuchtungen haben werden und es auch miteinander hinbekommen.»

Scholz zufolge handelt es sich im letzten offenen Punkt darum, die Hilfen über den Europäischen Stabilitätsmechanismus (ESM) schnell und unbürokratisch an die Länder fließen zu lassen, die sie brauchen. Deutschland gehe es darum, dass der Einsatz des ESM «nicht damit verbunden ist, dass dann wie vor zehn Jahren Kommissare kommen oder eine Troika in die Länder einreist und irgendwelche Programm entwickelt für die weitere Zukunft», sagte Scholz. Die Solidarität müsse jetzt «schnell organisierbar sein». (dpa)

+++ Niederlande warnen Deutsche an der Grenze vor unnötigen Einreisen +++

(08.04.2020, 11:24 Uhr)

Die Niederlande versuchen angesichts der Corona-Epidemie, Deutsche vor dem Osterwochenende mit Warnschildern an der Grenze von unnötigen Reisen in ihr Land abzuhalten. «Reise nicht notwendig? Bleiben Sie bitte zu Hause!», heißt es auf Leuchttafeln, die an der Grenze zu Niedersachsen aufgestellt wurden, berichtete das «Dagblad van het Noorden». Die Verkehrsbehörden hätten die Schilder im Laufe des Dienstags an den Autobahnen etwa bei Bad Nieuweschans und auch an der Europastraße aus Richtung Meppen aufgestellt. Die Hoffnung sei, dass Deutsche ohne dringenden Reisegrund kehrtmachten, sagte ein Behördensprecher der Zeitung. (dpa)

+++ Künstlern in Myanmar droht wegen Corona-Bild Gefängnis +++

(08.04.2020, 11:22 Uhr)

Drei Künstlern droht in Myanmar eine zweijährige Gefängnisstrafe, weil sie in der Corona-Krise mit einem Wandbild strenggläubige Buddhisten verärgert haben sollen. Die Menschenrechtsorganisation Human Rights Watch forderte am Mittwoch, die Vorwürfe fallen zu lassen. Auf dem Streetart-Bild in der Stadt Myitkyina im Norden des Landes war ein Sensenmann zu sehen, daneben Ärzte, das Virus und die Forderung «Stay at Home» - «Bleibt zu Hause».

Kritiker sahen in dem Umhang des Sensenmanns ein Mönchsgewand. Die Künstler wurden festgenommen und wegen der Verletzung religiöser Gefühle angezeigt. Das Trio hatte das Bild laut Human Rights Watch nach heftiger Kritik bereits übermalt.

Das südostasiatische Land (früher: Birma) ist buddhistisch geprägt und wird nach jahrzehntelanger Militärherrschaft von einer gewählten Regierung unter Friedensnobelpreisträgerin Aung San Suu Kyi geführt. Der Regierung wird vorgeworfen, die Covid-19-Pandemie auszunutzen, um die Meinungsfreiheit zu beschneiden. (dpa)

+++ Welthungerhilfe: Auch Länder des Südens brauchen Rettungsschirm +++

(08.04.2020, 11:08 Uhr)

Die Welthungerhilfe begrüßt Pläne von Entwicklungsminister Gerd Müller (CSU) für eine verstärkte Bekämpfung der Corona-Pandemie in Entwicklungsländern. «Auch die Länder des Südens brauchen einen Rettungsschirm. Dabei müssen Ernährung und Gesundheit gemeinsam gedacht werden», forderte der Generalsekretär der Welthungerhilfe, Mathias Mogge. In einer Videokonferenz beraten die EU-Entwicklungsminister an diesem Mittwoch über eine weitere Unterstützung für Entwicklungsländer.

Mogge berichtete, in vielen unserer Programmländern komme es zu Versorgungsengpässen, Nahrungsmittelpreise schössen lokal in die Höhe. «Frühere Pandemien wie Ebola haben gezeigt, dass durch Ausgangsbeschränkungen Felder nicht bestellt werden konnten.» Tagelöhner verlören von heute auf morgen ihren Job und damit ihr Einkommen. «Viele Menschen brauchen direkte Unterstützung mit Geld oder Nahrungsmitteln, um ihr Überleben zu sichern. Dafür sollen bewährte Strukturen, auch die von Nichtregierungsorganisationen, genutzt werden.» Die langfristig angelegten Programme dürften nicht unter den Sofortmaßnahmen leiden. (dpa)

+++ Tanzfestival Movimentos wegen Corona-Krise abgesagt +++

(08.04.2020, 11:00 Uhr)

Das renommierte Tanzfestival Movimentos in Wolfsburg fällt der Corona-Krise zum Opfer. Aufgrund der Gesundheitsrisiken finde das für Juni geplante Festival nicht statt, teilte die Autostadt in Wolfsburg am Mittwoch mit. Veranstaltungen dieser Größenordnung seien in der aktuellen Situation nicht möglich.

Bei dem Sommerfestival sollten unter anderem Uraufführungen gezeigt werden, die anlässlich des 20-jährigen Bestehens der Autostadt beauftragt worden waren. Die Autostadt in Wolfsburg ist Auslieferungszentrum für Neuwagen von VW und zugleich Museum und Kulturzentrum.

Nach vielen Jahren der Austragung im VW-Kraftwerk war das Festival im vergangenen Jahr in die neue Spielstätte «Hafen 1» umgezogen, die gut 800 Zuschauern Platz bietet. (dpa)

+++ Gesundheits-Staatssekretär: Boris Johnson «gut gelaunt» +++

(08.04.2020, 10:46 Uhr)

Der Zustand des britischen Premierministers Boris Johnson ist nach Regierungsangaben weiterhin stabil. «Er fühlt sich wohl und ist gut gelaunt», berichtete Gesundheits-Staatssekretär Edward Argar am Mittwoch dem Fernsehsender ITV. Der Regierungschef müsse nach wie vor nicht an das Beatmungsgerät angeschlossen werden. Der 55-Jährige liegt seit Montag wegen seiner Coronavirus-Infektion auf der Intensivstation des St. Thomas's Hospital in London.

Nach einem Bericht der «Times» ist auch Johnsons hohes Fieber zurückgegangen. Er wird im Krankenhaus von Richard Leach behandelt, der als führender Lungenfacharzt Großbritanniens gilt, wie der «Telegraph» berichtete. Eine Regierungssprecherin wollte die Berichte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur nicht kommentieren. (dpa)

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+++ Wirtschaftsforscher: Deutschland kann Rezession verkraften +++

(08.04.2020, 10:44 Uhr)

Die Corona-Krise führt aus Sicht führender Wirtschaftsforscher zu einer schweren Rezession - Deutschland sei aber gut gerüstet, um diese durchzustehen. Ifo-Konjunkturchef Timo Wollmershäuser sagte am Mittwoch, Deutschland bringe gute Voraussetzungen mit, den wirtschaftlichen Einbruch zu verkraften und mittelfristig wieder das wirtschaftliche Niveau zu erreichen, das sich ohne die Krise ergeben hätte. Die günstige Finanzlage ermögliche es dem Staat, weitgehende Maßnahmen zur Abfederung der kurzfristigen negativen Folgen für Unternehmen und private Haushalte zu ergreifen.

Nach der Prognose der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute wird die deutsche Wirtschaftsleistung in diesem Jahr um 4,2 Prozent schrumpfen. Dies wäre die schwerste Rezession seit der Finanz-und Wirtschaftskrise vor mehr als zehn Jahren. Für das kommende Jahr sagen die Institute eine Erholung und ein Wachstum von 5,8 Prozent voraus. (dpa)

+++ Londoner Pfarrer bietet vom Auto aus Gottesdienst an +++

(08.04.2020, 10:24 Uhr)

Ein britischer Pfarrer bietet wegen der Corona-Krise jetzt Gottesdienste vom Auto aus an. Er fahre durch die Wohnstraßen Londons und halte jeden Tag an einer anderen Stelle einen zehnminütigen Gottesdienst, berichtete Pat Allerton am Mittwoch der britischen Nachrichtenagentur PA. Er achte auf den Sicherheitsabstand und benutze einen Lautsprecher für sein Gebet und ein Kirchenlied. Der 41-Jährige hofft, dass er als mobiler Geistlicher die Stimmung angesichts der Massenschließungen von Kirchen aufgrund der Ausbreitung des Coronavirus heben kann. (dpa)

+++ Viele Corona-Fälle auf Kreuzfahrtschiff vor Uruguay +++

(08.04.2020, 10:12 Uhr)

Auf einem vor Uruguay festliegenden Kreuzfahrtschiff sind fast 60 Prozent der mehr als 200 Menschen an Bord positiv auf das Coronavirus Sars-CoV-2 getestet worden. Sechs Menschen auf der «Greg Mortimer» seien in Krankenhäuser von Uruguays Hauptstadt Montevideo gebracht worden, ihr Zustand sei aber stabil, teilte die australische Reederei Aurora am Mittwoch mit. Die übrigen der 128 positiv getesteten Menschen zeigten derzeit keine Symptome.

Auf dem Schiff befanden sich ursprünglich etwa 217 Menschen, die meisten Passagiere stammen aus Australien und Neuseeland. Die «Greg Mortimer» selbst habe nicht in dem südamerikanischen Land anlegen dürfen, hieß es in Medienberichten. (dpa)

+++ Laschet: Pflegeberufe nach Corona-Krise besser bezahlen +++

(08.04.2020, 10:0 Uhr)

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) fordert eine bessere Bezahlung von Pflegekräften nach der Corona-Krise. «Wir setzen jetzt alle auf die Pflegerinnen und Pfleger, die machen einen exzellenten Job - mehr, als sie müssten», sagte der CDU-Politiker am Mittwoch im ZDF-«Morgenmagazin». Und das müsse sich nach der Krise auch in der Entlohnung widerspiegeln. Dafür brauche es mehr Tarifverträge. «Die Corona-Krise zeigt, wie sehr die Gesellschaft auf diese Leistungsträger angewiesen ist», hatte Laschet auch dem «Kölner Stadt-Anzeiger» (Mittwoch) gesagt. (dpa)

+++ Deutsche Post sieht keinen Grund für Staatshilfe +++

(08.04.2020, 10:06 Uhr)

Die Deutsche Post sieht trotz der Corona-Krise keinen Bedarf für staatliche Finanzhilfen. «Wir sind in einer sehr stabilen Situation», sagte Post-Chef Frank Appel am Mittwoch in einer Telefonkonferenz mit Journalisten. Der Konzern sei sehr widerstandsfähig und insbesondere bei der Bilanz sehr gut aufgestellt. Daher gebe es im Unternehmen keinerlei Diskussionen über mögliche staatliche Unterstützung.

Während die Post im Express- und Frachtgeschäft, in der Lieferkettenlogistik und bei Werbepost zuletzt spürbare Rückgänge verbuchte, sei das Paketgeschäft auf ein Niveau gewachsen, wie man es normalerweise nur in der Vorweihnachtszeit sehe, sagte Appel. Daher will die Post jetzt Mitarbeiter aus anderen Bereichen verstärkt im Paketgeschäft einsetzen. Auch Neueinstellungen sind demnach geplant. (dpa)

+++ Iran setzt trotz Corona-Krise Arbeit am Atomprogramm fort +++

(08.04.2020, 09:49 Uhr)

Der Iran arbeitet trotz der schweren Corona-Krise im Land weiter an seinem Atomprogramm. Eine neue Generation von Zentrifugen solle demnächst in der Urananreicherungsanlage von Natanz in Zentraliran eingesetzt werden, sagte der Vorsitzende der iranischen Atomenergieorganisation (AEOI) Ali-Akbar Salehi am Mittwoch im iranischen Staatsfernsehen. (dpa)

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+++ Bericht: Boris Johnsons Fieber geht zurück +++

(08.04.2020, 09:28 Uhr)

Dem britischen Premierminister Boris Johnson soll es etwas besser gehen. Sein durch das Coronavirus ausgelöstes hohes Fieber ist zurückgegangen, wie die «Times» berichtete. Johnson wird nach einem Bericht des «Telegraph» im Krankenhaus von Richard Leach behandelt, der als führender Lungenfacharzt Großbritanniens gelte. Eine Regierungssprecherin wollte die Berichte auf Anfrage der Deutschen Presse-Agentur am Mittwoch nicht kommentieren.

Johnson liegt auf der Intensivstation des St. Thomas' Hospitals in London. Sein Zustand war am Dienstag nach Regierungsangaben stabil. Der 55-Jährige musste bis dahin auch nicht an eine Beatmungsmaschine angeschlossen werden. Ihm werde zwar Sauerstoff zugeführt, aber er «atmet selbstständig ohne jegliche Unterstützung», hieß es. (dpa)

+++ Junge Liberale wollen Maskenpflicht an öffentlichen Orten +++

(08.04.2020, 09:15 Uhr)

Die Jungen Liberalen fordern eine Pflicht zum Tragen von Mund-Nase-Schutzmasken an öffentlichen Orten. "Atemschutzmasken sind geeignet, die Gefahr, andere anzustecken, zu verringern", erklärte die Juli-Bundesvorsitzende Ria Schröder am Mittwoch. "Je mehr Menschen eine solche Maske tragen, desto höher ist dieser Schutz." Außerdem sei eine Maskenpflicht "ein verhältnismäßig kleiner Eingriff in die Freiheit", habe aber einen enormen Effekt.

Die Menschen sollten dabei nach Auffassung der Liberalen "einfache Atemmasken" tragen, etwa selbstgenähte Varianten, und nicht solche, die von medizinischem Personal benötigt werden. Die Maskenpflicht solle "die notwendigen Ausgangs- und Kontaktbeschränkungen aber nicht ersetzen, sondern muss als deren Ergänzung verstanden werden".

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+++ Tui: Weg für staatlichen Milliardenkredit frei +++

(08.04.2020, 08:45 Uhr)

Der Weg für ein staatliches Hilfspaket an den Tui-Konzern in der Corona-Krise ist frei. Mehrere Banken erklärten ihre Zustimmung zu einem vom Bund in Aussicht gestellten Kredit über 1,8 Milliarden Euro, teilte der weltgrößte Reiseanbieter am Mittwochmorgen in Hannover mit. Das Geld kommt von der staatlichen Förderbank KfW - wegen gleichzeitiger Änderungen an einem anderen Darlehensprogramm mussten aber noch weitere Institute ihr Einverständnis geben.

+++ Weltweit bereits mehr als 82.000 Coronavirus-Tote +++

(08.04.2020, 08:05 Uhr)

Weltweit sind US-Experten zufolge bereits rund 82.1000 Menschen nach einer Infektion mit dem neuartigen Coronavirus gestorben. Weitere knapp 301.400 erholten sich von einer Infektion mit dem Virus.

Die Zahl der bestätigten Infektionen mit Sars-CoV-2 stieg bis Mittwoch kurz vor Mitternacht (Ortszeit) weltweit auf rund 1,4 Millionen, wie aus Daten der Universität Johns Hopkins in Baltimore hervorging.

Die Webseite der Universität wird regelmäßig aktualisiert und zeigt daher einen höheren Stand bestätigter Infektionen als die offiziellen Zahlen der Weltgesundheitsorganisation (WHO) und der US-Gesundheitsbehörde CDC.

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+++ Nächtliche EU-Verhandlungen bringen vorerst keine Einigung auf Corona-Hilfen +++

(08.04.2020, 07:12 Uhr)

Im Streit über das milliardenschwere Corona-Krisenpaket der Europäischen Union haben die Finanzminister auch in der Nacht zum Mittwoch zunächst keinen Durchbruch geschafft. Noch sei nichts vereinbart und es sei immer noch unklar, ob eine Lösung erzielt werde, hieß es am frühen Morgen aus Verhandlungskreisen. Die per Videokonferenz geführten Verhandlungen seien in der Nacht immer wieder unterbrochen worden, um neue Dokumente und Formulierungen zu besprechen.

Eine eigentlich für den Dienstagabend vorgesehene Pressekonferenz war bereits in der Nacht auf 10.00 Uhr am Mittwoch verschoben worden. Um 06.00 Uhr morgens hatten sich die Verhandlungen bereits über 14 Stunden hingezogen - immer noch ohne greifbares Ergebnis.

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+++ Therapie bringt Hoffnung für Corona-Patienten ++

(08.04.2020, 07:05 Uhr)

Wer eine Krankheit durchgemacht hat, bildet Antikörper gegen die Erreger und ist künftig immun. Die Abwehrkräfte anderer sollen jetzt schwerkranken Covid-19-Patienten in Deutschland helfen. Mehrere Kliniken in Deutschland suchen zurzeit genesene Corona-Patienten, die Blutplasma für eine Behandlung der Schwerkranken spenden. "Das mildert und verkürzt den Krankheitsverlauf", sagte der Leiter der Transfusionsmedizin am Universitätsklinikum Erlangen, Holger Hackstein. Das zeigten Erfahrungen aus China.

Das Paul-Ehrlich-Institut im hessischen Langen wies allerdings darauf hin, dass weitere klinische Studien zur Wirksamkeit der Blutplasma-Therapie unerlässlich seien. 

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+++ Trump droht WHO mit Stopp von Beitragszahlungen +++

(08.04.2020, 06:35 Uhr)

Mitten in der Corona-Krise droht US-Präsident Donald Trump der Weltgesundheitsorganisation (WHO) mit dem vorläufigen Stopp der Beitragszahlungen seines Landes. Seine Regierung werde dies prüfen, kündigte Trump am Dienstag an. Er wirft der UN-Organisation massive Versäumnisse im Kampf gegen das Coronavirus vor. Bei den Zahlen der Corona-Toten wurde unterdessen in den USA ein weltweiter Rekord erreicht: Binnen 24 Stunden starben fast 2000 Menschen an der Infektion.

Trump wirft der WHO vor, zu China-freundlich zu sein und im Kampf gegen das Virus eine "fehlerhafte Empfehlung" abgegeben zu haben. "Zum Glück habe ich frühzeitig ihre Empfehlung zurückgewiesen, unsere Grenze zu China offen zu lassen", schrieb der US-Präsident im Internetdienst Twitter. Trump hatte Ende Januar ein Einreiseverbot für Reisende aus China verhängt.

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+++ Fast 2000 Corona-Tote in den USA binnen eines Tages - weltweiter Rekord +++

(08.04.2020, 06:05 Uhr)

In den USA ist innerhalb von 24 Stunden die weltweite Rekordzahl von fast 2000 Menschen an den Folgen der Infektion mit dem Coronavirus gestorben. Laut Zahlen der Johns-Hopkins-Universität vom Dienstagabend (Ortszeit) erlagen seit dem Vortag genau 1939 Menschen in den Vereinigten Staaten der von dem neuartigen Virus ausgelösten Lungenkrankheit Covid-19. Es ist die höchste Zahl von Todesopfern, die seit Beginn der Ausbreitung des Erregers innerhalb eines Tages in einem Land verzeichnet wurde.

+++ Wirtschaftsforscher: Corona-Krise löst schwere Rezession aus +++

(08.04.2020, 05:55 Uhr)

Die Corona-Krise löst aus Sicht führender Wirtschaftsforschungsinstitute eine schwerwiegende Rezession in Deutschland aus. Das Bruttoinlandsprodukt dürfte in diesem Jahr um 4,2 Prozent schrumpfen, wie aus dem Gutachten hervorgeht, das der Deutschen Presse-Agentur vorab vorlag. Die Institute stellen das Papier am Mittwoch (10.00 Uhr) vor.

Die schweren wirtschaftlichen Folgen der Corona-Krise werden laut der Prognose zudem deutliche Spuren auf dem Arbeitsmarkt hinterlassen. In der Spitze werde die Arbeitslosenquote auf 5,9 Prozent und die Zahl der Kurzarbeiter auf 2,4 Millionen hochschnellen.

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+++ Corona-Rettungspaket: EU-Verhandlungen ziehen sich +++

(08.04.2020, 05:50 Uhr)

Hängepartie um das milliardenschwere Corona-Krisenpaket der Europäischen Union: Die Verhandlungen der EU-Finanzminister haben sich in der Nacht zum Mittwoch in die Länge gezogen. Man mache Fortschritte, sei aber noch nicht am Ziel, twitterte der Sprecher der Eurogruppe, Luis Rego. Eine für den Abend vorgesehene Pressekonferenz wurde auf 10.00 Uhr am Mittwoch verschoben. Aus Verhandlungskreisen hieß es, die Arbeiten an einem Kompromiss gingen weiter, doch werde dies Zeit in Anspruch nehmen.

Es geht um eine gemeinsame Antwort der EU-Staaten auf die erwartete schwere Wirtschaftskrise als Folge der Covid-19-Pandemie. Nicht nur die Mitgliedsstaaten haben bereits Programme in Billionenhöhe aufgelegt, auch auf EU-Ebene wurden Regeln gelockert und Milliarden aus dem EU-Budget mobilisiert und die Europäische Zentralbank hat ein riesiges Anleihekaufprogramm gestartet. Nun soll jedoch noch einmal nachgelegt werden.

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