Coronavirus SARS-CoV-2: Die aktuellen Informationen im Liveblog

Yahoo Redaktion
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Alle aktuellen Informationen zum Coronavirus im Yahoo-Liveblog. (Bild: Getty Images)
Alle aktuellen Informationen zum Coronavirus im Yahoo-Liveblog. (Bild: Getty Images)

Das Wichtigste in Kürze:

  • Weltweit: Über 2,4 Millionen Infizierte (Todesfälle: über 165.000; genesen: über 632.000) - Quelle: Johns Hopkins University

  • Bestätigte Fälle in Deutschland: Über 145.000 (Todesfälle: über 4.600; genesen: über 91.500) - Quelle: Johns Hopkins University

  • In Europa sind Italien und Spanien am meisten betroffen: In Italien sind es über 178.000 Infizierte (Todesfälle: über 23.600; genesen: über 47.000) und in Spanien über 200.000 (Todesfälle: über 20.800; genesen: über 80.500) - Quelle: Johns Hopkins University

  • Bestätigte Fälle in den USA: Über 759.000 (Todesfälle: über 40.600; genesen: über 70.900) - Quelle: Johns Hopkins University

  • Erste vorsichtige Lockerungen in Deutschland: Das ändert sich ab Montag

  • Kanzlerin Merkel kritisiert “Öffnungsdiskussionsorgien”

  • Bayern führt ab nächster Woche Maskenpflicht in Läden und Nahverkehr ein

  • Corona-Schutz am Arbeitsplatz: Bundesweite Standards beschlossen

Corona weltweit (dpa)
Corona weltweit (dpa)

+++ Münster führt Maskenpflicht beim Einkauf ein +++

(20.04.2020, 14:34 Uhr)

Zur Eindämmung der Corona-Pandemie hat die Stadt Münster als erste nordrhein-westfälische Großstadt eine Maskenpflicht beschlossen. Sie soll ab dem nächsten Montag (27. April) in Läden, auf Märkten, in Bussen und öffentlichen Bereichen der städtischen Verwaltungsgebäude gelten, sagte eine Sprecherin der Stadt am Montag. Der Krisenstab habe sich dazu entschieden, weil seit der Wiederöffnung kleinerer Läden mehr Menschen in der Innenstadt unterwegs seien. Statt einer Maske dürfe es auch ein Schal oder ein Tuch vor Mund und Nase sein, sagte die Sprecherin weiter.

Wer gegen die Maskenpflicht verstoße, der dürfe aus Geschäften oder Bussen verwiesen werden, sagte die Sprecherin. Bußgelder seien zunächst nicht vorgesehen. Die Bürger hätten sich bislang an die geltenden Abstandsregeln gehalten. Man gehe davon aus, dass sie nun auch der Verpflichtung nachkommen, Mund und Nase beim Einkaufen oder Busfahren zu bedecken.

Ab kommender Woche gilt auch in Bayern und Mecklenburg-Vorpommern wie schon in Sachsen eine Maskenpflicht. Mehrere Städte weiterer Bundesländer schreiben das Tragen von Alltagsmasken inzwischen ebenfalls vor. Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) lehnt hat bislang eine Verpflichtung zum Tragen von Mund-Nase-Schutz abgelehnt. Er setze auf Freiwilligkeit, hatte er betont. (dpa)

+++ Baden-Württembergs Gesundheitsminister befürwortet Maskenpflicht +++

(20.04.2020, 14:27 Uhr)

Gesundheitsminister Manne Lucha (Grüne) hat sich für eine Maskenpflicht in Baden-Württemberg ausgesprochen. “Ich befürworte eine Verpflichtung zum Mund-Nasen-Schutz beim Einkaufen, im ÖPNV und in den Pausen auf den Schulhöfen, wenn die Schulen wieder eröffnen”, sagte Lucha am Montag der Deutschen Presse-Agentur. Er mache sich keine Sorgen über mangelnde Angebote: “Es ist ja so, dass sich die Bürgerinnen und Bürger diese Masken selbst besorgen. Wir empfehlen ja keine medizinischen Produkte, sondern die oft selbst gemachte oder zu kaufende normale Schutzmaske.”

Auch im Staatsministerium wird eine Maskenpflicht erwogen. Beim vorsichtigen Hochfahren von Gesellschaft und Wirtschaft müsse zwingend die Infektionsrate im Griff gehalten werden, sagte ein Regierungssprecher am Montag. Bisher gilt für das Tragen von Masken in der Öffentlichkeit eine dringende Empfehlung. Sollte man den Eindruck haben, dass die Empfehlung allein nicht reiche, müsse man womöglich wie in Sachsen und Bayern zu einer Pflicht kommen, sagte der Regierungssprecher. (dpa

+++ Dresden erteilt Pegida Sondergenehmigung für Demo +++

(20.04.2020, 14:09 Uhr)

Das Dresdner Ordnungsamt hat der islamfeindlichen und rassistischen Pegida-Bewegung mitten in der Corona-Krise eine Kundgebung genehmigt und damit für Protest gesorgt. Selbst Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) zeigte sich am Montag von der Entscheidung des Ordnungsamtes überrascht, die Versammlung am Montagabend zuzulassen. “Ich prüfe das im Moment, ob das soweit rechtlich bestandskräftig ist”, sagte Hilbert. Er halte angesichts des Infektionsgeschehens eine solche Demonstration in der gegenwärtigen Situation für nicht vertretbar.

Hilbert verwies darauf, dass neben den 80 zugelassenen Teilnehmern auch Polizisten und mutmaßliche Gegendemonstranten vor Ort sein dürften. Das Ordnungsamt begrenzte die Demo auf eine Dauer von 30 Minuten. Pegida hatte am Sonntag im Internet bekanntgeben, nach “konstruktiver Abstimmung mit der Versammlungsbehörde und dem Gesundheitsamt” eine Sondergenehmigung bekommen zu haben. Nach der sächsischen Corona-Schutz- Verordnung sind Ansammlungen untersagt, allerdings können Ausnahmegenehmigungen erteilt werden. (dpa)

+++ Das Pressebriefing der Bundesregierung +++

(20.04.2020, 13:57 Uhr)

+++ Corona in der Schwangerschaft: Vereinzelt Komplikationen möglich +++

(20.04.2020, 13:55 Uhr)

Viele Schwangere haben Angst, sich mit dem Coronavirus zu infizieren - womöglich nicht ganz unbegründet, wie eine Literaturrecherche des Universitätsklinikums Erlangen ergab. “Der Verlauf einer Schwangerschaft kann durch Covid-19 negativ beeinflusst werden”, sagte Matthias Beckmann, Direktor der Frauenklinik. Manche Frauen bekämen nach ersten Daten vorzeitig Wehen.

Schwangere sollten sich keine Sorgen machen, meint Frank Louwen, Vizepräsident der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe (DGGG). Es gebe keinen Hinweis darauf, dass sich werdende Mütter häufiger infizieren. Und auch unter den schwangeren Sars-CoV-2-Infizierten zeige der Großteil kaum Symptome. Nur im Einzelfall könne es zu einer Lungenentzündung kommen, die zu einer Frühgeburt führen könne.

Die Ärzte aus Erlangen erklären, dass eine Übertragung des Virus bei der Schwangerschaft, der Geburt oder durch die Muttermilch auf das Kind eher unwahrscheinlich sei. Für die Publikation “SARS-CoV-2-Infektion in der Schwangerschaft” in der Fachzeitschrift “Geburtshilfe und Frauenheilkunde” verglichen sie Daten von 18 schwangeren Covid-19-Patientinnen aus China mit Infektionen mit den schon länger bekannten Coronaviren Sars-CoV und Mers-CoV. (dpa)

+++ Virologe Drosten erhält Sonderpreis für Kommunikation +++

(20.04.2020, 13:30 Uhr)

Der Virologe und Charité-Professor Christian Drosten (48) erhält in diesem Jahr den einmaligen “Sonderpreis für herausragende Kommunikation der Wissenschaft in der Covid-19-Pandemie”. Der Preis sei mit 50.000 Euro dotiert, teilten die Deutsche Forschungsgemeinschaft (DFG) und der Stifterverband am Montag mit. Drosten erkläre den Menschen auf anschauliche, transparente und faktenbasierte Weise, was die Wissenschaft weiß, wie sie arbeitet und welche Unsicherheiten bestehen.

Als Spezialist für neu auftretende Infektionskrankheiten ist er zu einem der präsentesten Köpfe in der Corona-Krise geworden. Drosten ist Direktor des Instituts für Virologie am Campus Charité Mitte, Wissenschaftler im Deutschen Zentrum für Infektionsforschung (DZIF) sowie Professor am Berlin Institute of Health (BIH). (dpa)

+++ Spahn will über Krankschreibung per Telefon nochmal reden +++

(20.04.2020, 13:26 Uhr)

Nach massiver Kritik am Auslaufen der telefonischen Krankschreibungen hat Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) Gespräche darüber angekündigt. Der Minister verwies am Montag zwar darauf, dass die Entscheidung von der Selbstverwaltung von Ärzten, Kliniken und Krankenkassen getroffen wurde. Dennoch werde man im Lichte der Debatte das Gespräch mit der Selbstverwaltung suchen.

In der Corona-Krise war die Möglichkeit eingeführt worden, sich bei Erkältungssymptomen telefonisch krankschreiben zu lassen. Der Gemeinsame Bundesausschuss von Ärzten, Kliniken und gesetzlichen Krankenkassen (G-BA) hatte dies am Freitag aber nicht mehr verlängert - gegen die Stimmen von Medizinern und Krankenhäusern. Arbeitnehmer, die sich wegen einer Erkältung krankschreiben lassen wollen, müssen dafür seit diesem Montag wieder beim Arzt vorsprechen.

Gesundheitspolitiker, Ärzteverbände, Gewerkschaften und Verbraucherschützer hatten das massiv kritisiert. Arbeitgeber hatten die Entscheidung, die Ausnahmeregelung auslaufen zu lassen, begrüßt. Der G-BA Vorsitzende Josef Hecken hatte den Schritt mit einer deutlichen Verlangsamung der Dynamik in der Corona-Krise begründet. (dpa)

+++ Weitere Lockerungen in Teheran +++

(20.04.2020, 13:26 Uhr)

Die iranische Hauptstadt Teheran hat weitere Einschränkungen im öffentlichen Leben gelockert, die um Zuge der Corona-Krise verhängt worden waren. Am Montag durften auch größere Kaufhäuser, Einkaufspassagen und überdachte Basare wieder öffnen. Weiter geschlossen bleiben dagegen Fitnessstudios, sogenannte Food-Courts mit Restaurants und Garküchen sowie Schönheits- und Frisiersalons. Allerdings müssen Kaufhäuser und Passagen um 1800 Uhr schließen - vier Stunden früher als vor der Corona-Krise. Schon am Samstag machten in Teheran viele Geschäfte und Betriebe wieder auf.

Aber auch die weiteren Lockerungen führten nicht zu einer Rückkehr zur Normalität. Viele Geschäfte blieben auch am Montag leer, da viele Teheraner aus Angst vor einer Ansteckung lieber zu Hause bleiben. Bei Verkäufern in den Kaufhäusern und Einkaufspassagen herrschte sehr viel Frust. «Hohes Ansteckungsrisiko, aber null Einkommen ... da sollten auch wir lieber zu Hause bleiben», sagte ein Ladenbesitzer.

Das Corona-Virus hat den Iran besonders stark getroffen. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Montag sind mehr als 5200 Menschen an den Folgen der Corona-Infektion gestorben, die Zahl der registrierten Infizierten stieg auf über 83.000. Gleichzeitig erholten sich insgesamt fast 60.000 der Infizierten. Sie hätten die Krankenhäuser verlassen können, so Ministeriumssprecher Kianush Dschahanpur im Staatsfernsehen. (dpa)

+++ Staatsanwaltschaft Gera ermittelt gegen Landrat wegen Posaunenkonzert +++

(20.04.2020, 13:17 Uhr)

Ein Posaunenkonzert am Ostersonntag im thüringischen Möschlitz ist ein Fall für die Staatsanwaltschaft geworden. Es gehe um den Verdacht des Verstoßes gegen das Infektionsschutzgesetz, sagte ein Behördensprecher am Montag in Gera. Das Verfahren werde gegen den Veranstalter sowie den Landrat des Saale-Orla-Kreises, Thomas Fügmann (CDU), geführt. Darüber hatten zuvor mehrere Medien berichtet. Bei Verstößen gegen Anordnungen zur Eindämmung der Corona-Epidemie drohen bis zu zwei Jahre Haft.

Wegen des kleinen Konzertes unter freiem Himmel auf einem Kirchengelände, bei dem auch Fügmann dabei war, war am Ostersonntag die Polizei angerückt. Die Beamten hatten vor Ort sechs Musiker und 18 Besucher angetroffen. Fügmann will nach früheren Angaben als Vertreter des Pandemiestabs des Saale-Orla-Kreises vor Ort gewesen sein. “Ich konnte dort kein illegales Konzert und keine Verstöße feststellen, auch die Abstandsregelungen wurden eingehalten”, hatte er geäußert. Mit dem Landespandemiestab sei vorab ausdrücklich abgestimmt gewesen, dass solche Ereignisse anlässlich des Osterfests als höchstem christlichen Feiertag “ausnahmsweise geduldet” würden. (dpa)

+++ Rückschlag: Singapur verzeichnet Anstieg bei Infektionen +++

(20.04.2020, 13:08 Uhr)

Das für seine Corona-Strategie international beachtete Singapur hat im Kampf gegen das Virus einen Rückschlag erlitten. In dem südostasiatischen Stadtstaat wurde nach vorläufigen Angaben des Gesundheitsministeriums vom Montag ein Sprung von 1425 neuen Fällen verzeichnet - der bisher größte an einem Tag. Damit liegt das 5,8 Millionen Einwohner zählende Singapur jetzt mit 8014 bestätigten Fällen an der Spitze in Südostasien, vor Indonesien und den Philippinen. Elf Menschen starben bislang nach einer Infektion mit dem Erreger Sars-CoV-2, der die Lungenkrankheit Covid-19 auslösen kann.

Die meisten neuen Fälle in Singapur beträfen Bewohner von Unterkünften für ausländische Arbeiter, erklärte das Gesundheitsministerium. Um die gesunden von den infizierten Arbeitern zu trennen, hat die Regierung eine Test-Kampagne gestartet. Etwa 200.000 Menschen, viele davon junge Bauarbeiter aus ganz Asien, teilen sich in der Stadt Schlafräume für 10 bis 20 Bewohner.

Während der Pandemie galt Singapur bisher als Beispiel, wie ein Land das Virus gut in den Griff bekommen kann: durch rigoroses Testen, Isolieren von Infizierten sowie Quarantäne für Menschen, die mit Infizierten in Kontakt waren. Ausgangsbeschränkungen wurden dort erst relativ spät verhängt; der Lockdown gilt seit dem 7. April. (dpa)

+++ Pakistan einigt sich auf Maßnahmen gegen Corona in Moscheen +++

(20.04.2020, 13:02 Uhr)

Wenige Tage vor Beginn des Fastenmonats Ramadan haben sich islamische Gelehrte in Pakistan mit der Regierung auf ein Aktionsprogramm gegen Corona verständigt. Die Gelehrten versicherten nach Regierungsangaben vom Montag, sich an einen am Wochenende erarbeiteten Maßnahmenkatalog zu halten. Aus Hygienegründen sollen Teppiche vorübergehend aus den Moscheen entfernt werden. Menschen über 50 Jahre und Kinder sollen an Gebeten nicht teilnehmen dürfen.

Zudem sollen die von der Weltgesundheitsorganisation WHO empfohlenen Abstandsregeln eingehalten werden und auch Masken getragen werden. Gläubige sollen das tägliche Fastenbrechen zuhause ausrichten. Muslime auf der ganzen Welt beginnen Ende der Woche mit dem Fastenmonat Ramadan. In Pakistan - einem Land mit mehr als 200 Millionen Einwohnern - wird befürchtet, dass die Ausbreitung der Pandemie durch Gemeinschaftsgebete beschleunigt wird. (dpa)

+++ Stiftungen legen Soforthilfen für Künstler auf +++

(20.04.2020, 13:02 Uhr)

Freiberufliche Kulturschaffende in Niedersachsen können in der Corona-Krise Soforthilfen von 2000 Euro beantragen. Die Niedersächsische Sparkassenstiftung und die VGH-Stiftung haben dazu nach Angaben vom Montag Sonderfonds eingerichtet. Zum Umfang der Fonds wurden keine Angaben gemacht. «Wir wollen erst einmal sehen, wie hoch der Bedarf ist», sagte in Hannover die stellvertretende Geschäftsführerin beider Stiftungen, Martina Fragge.

Zugleich blieben frühere Förderzusagen gültig, selbst wenn Projekte sich wegen der Corona-Pandemie verzögern oder gar nicht möglich sein sollten, teilten die Stiftungen mit. Ungeachtet der Krise würden auch Förderanträge für neue Projekte angenommen. (dpa)

+++ Flüchtlingshotel auf Peloponnes unter Corona-Quarantäne +++

(20.04.2020, 12:52 Uhr)

Auf der griechischen Halbinsel Peloponnes ist ein Hotel mit etwa 470 Flüchtlingen wegen des Coronavirus unter Quarantäne gestellt worden. Dies teilte das Migrationsministerium in Athen am Montag mit. In dem Hotel war einer Frau aus Somalia, die schwanger ist, positiv auf den Erreger getestet worden. Nun sollen alle Flüchtlinge und das Personal getestet werden.

In den vergangenen Wochen wurden bereits zwei Flüchtlingscamps nördlich von Athen unter Quarantäne gestellt. In griechischen Lagern leben nach Angaben des Migrationsministeriums insgesamt etwa 100 000 Menschen. Davon harren etwa 39 000 auf Inseln im Osten der Ägäis aus. Dort wurde bislang aber kein Corona-Fall diagnostiziert. In allen Lagern gelten bereits seit Wochen Ausgangsbeschränkungen. Zudem wurden Container mit Isolierstationen eingerichtet. (dpa)

+++ Polen können Schutzmasken und Einweghandschuhe aus Automaten ziehen +++

(20.04.2020, 12:45 Uhr)

Gesichtsmasken, Einweghandschuhe und Desinfektionsmittel für die Hände zum Schutz vor einer Ansteckung mit dem Coronavirus gibt es in Polen aus dem Automaten. In Krakau seien bereits sechs solcher Geräte aufgestellt worden, in der Hauptstadt Warschau bislang zwei, teilte die Betreiberfirma auf ihrer Webseite mit. Bezahlen können die Kunden ausschließlich per Karte - aus Hygienegründen.

«Auch die Automatenbranche ist durch die Corona-Epidemie in eine schwere Krise geraten. Da hatte ich diese Idee», sagte der Unternehmer Aleksander Wasik. Ziel sei es, mehr als 20 Automaten in verschiedenen polnischen Städten aufzustellen. In Polen gilt seit der vergangenen Woche eine Mundschutz-Pflicht in der Öffentlichkeit. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums vom Montag gibt es in dem Land derzeit 9453 bestätigte Coronavirus-Fälle und 362 Todesfälle. (dpa)

+++ Bericht: US-Regierung war über Coronavirus-Entwicklungen informiert +++

(20.04.2020, 12:42 Uhr)

Die US-Regierung hat laut einem Medienbericht von eigenen Experten bei der Weltgesundheitsorganisation (WHO) laufend Informationen zur Corona-Lage in China erhalten. Hochrangige, von Präsident Donald Trump ernannte US-Gesundheitsbeamte hätten «regelmäßig auf den höchsten Ebenen» mit WHO-Vertretern beraten, als sich die Corona-Krise entfaltete, berichtete die «Washington Post» am Sonntag (Ortszeit) unter Berufung auf ungenannte internationale und US-Beamte.

Trump hatte am Dienstag voriger Woche einen Stopp der US-Beitragszahlungen an die WHO veranlasst. Er machte die Organisation für die vielen Toten in der Krise mitverantwortlich und warf ihr vor, die Pandemie mit Missmanagement und Vertrauen auf Angaben aus China dramatisch verschlimmert zu haben. Seine Regierung werde in den kommenden 60 bis 90 Tagen prüfen, welche Rolle die WHO bei der «schlechten Handhabung und Vertuschung der Ausbreitung des Coronavirus» gespielt habe. So lange lägen die Zahlungen auf Eis.

Trumps Schritt stieß international auf Kritik - auch weil dem US-Präsidenten selbst vorgeworfen wird, die Krise über eine lange Zeit kleingeredet zu haben. (dpa)

Weitere Infos dazu gibt’s hier

+++ EU-Hilfen für Fischerei in der Corona-Krise - Klöckner zufrieden +++

(20.04.2020, 12:21 Uhr)

Bundeslandwirtschaftsministerin Julia Klöckner hat Hilfen der EU für Fischer in der Corona-Krise begrüßt. Nun könnten beispielsweise Fischerei- und Aquakulturbetriebe unterstützt werden, die wegen der Pandemie vorübergehend schließen müssen, teilte das Ministerium der CDU-Politikerin am Montag in Berlin mit. «Die Küstenfischerei hat bei uns eine lange Tradition, ist in den Regionen fest verankert», sagte Klöckner. «Viele Familien leben von diesem Handwerk.» Dass sie nun Fördermittel als Überbrückungshilfe in Anspruch nehmen könnten, sei «gut und wichtig.» Die EU-Staaten hatten sich vergangene Woche auf die Corona-Hilfen geeinigt. (dpa)

+++ FDP kritisiert Merkel wegen Äußerung zur Öffnungsdiskussion +++

(20.04.2020, 12:18 Uhr)

Die Äußerung von Kanzlerin Angela Merkel (CDU) über «Öffnungsdiskussionsorgien» in einigen Bundesländern in der Corona-Krise stößt bei der FDP auf Kritik. «Auch die Bundeskanzlerin steht nicht über dem Gesetz. Angela Merkel maßt sich in der Corona-Krise Regelungskompetenzen an, die sie nicht hat», sagte Parteivize Wolfgang Kubicki am Montag der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. Zuständig seien nach dem Infektionsschutzgesetz die Länder.

«Rechtlich eindeutig ist: Nicht die Öffnung muss gerechtfertigt werden, sondern die Aufrechterhaltung der Schließung», sagte Kubicki. «Bundesweite Einheitlichkeit ist kein infektionsrechtlich zulässiges Kriterium.» Die Länder müssten selbst sorgfältig abwägen, ob massive Beeinträchtigungen von Grundrechten noch gerechtfertigt seien. In Bayern mit einem vierfach höheren Infektionsrisiko müsse das anders behandelt werden als in Schleswig-Holstein. «Es wäre schön, wenn die Bundeskanzlerin die letzten Entscheidungen des Bundesverfassungsgerichts zur Kenntnis nehmen würde.»

Der Erste Parlamentarische Geschäftsführer der FDP-Fraktion im Bundestag, Marco Buschmann, sagte der dpa: «Die Kanzlerin vergreift sich im Ton.» Wenn die Infektionsgefahren abnähmen, sei es verfassungsrechtlich geboten, auch über Öffnungsperspektiven nachzudenken. «Wenn Landesregierungen dieser Aufgabe nachkommen, dann tun sie ihre Pflicht. Dafür haben sie keine Rüffel aus Berlin verdient.» (dpa)

+++ Sommerurlaub in Österreich - Alpenrepublik mit Gesprächswillen +++

(20.04.2020, 12:10 Uhr)

Die österreichische Regierung ist grundsätzlich bereit, eine Öffnung der Grenzen für Sommerurlauber aus Deutschland zu erwägen. «Dazu wird es sicherlich Gespräche geben, aber das auch Schritt für Schritt», sagte Wirtschaftsministerin Margarete Schramböck (ÖVP) am Montag in Wien. Fortschritte im Tourismus hingen natürlich von der Entwicklung der Corona-Pandemie in Deutschland und Österreich ab. Wann genau ein solcher Schritt umgesetzt werden könne, sei noch unklar.

Österreichs Tourismusministerin Elisabeth Köstinger (ÖVP) hatte zuvor erklärt, wenn Länder wie Deutschland auf einem sehr guten Weg seien, die Infektionen einzudämmen, dann gebe es durchaus die Möglichkeit, sich bilateral zu einigen.

Die Deutschen stellen in Österreich die wichtigste Gruppe unter den Touristen. Experten gehen davon aus, dass bis zu zwei Drittel der österreichischen Beherbergungsbetriebe ein Ausbleiben der deutschen Touristen nicht verkraften könnten.

Einen Plan für das stufenweise Hochfahren von Gastronomie und Tourismus will Österreich bis Ende April vorlegen. Dabei werde es Auflagen wie etwa Abstands- und Hygieneregeln geben, hieß es. (dpa)

+++ Bundesbank: Schnelle wirtschaftliche Erholung eher unwahrscheinlich +++

(20.04.2020, 12:04 Uhr)

Die Bundesbank rechnet trotz erster Lockerungsmaßnahmen in der Corona-Krise aktuell nicht mit einer schnellen wirtschaftlichen Erholung in Deutschland. Substanzielle Restriktionen würden voraussichtlich bestehen bleiben müssen, bis eine medizinische Lösung verfügbar sei, zum Beispiel ein Impfstoff. «Eine rasche und starke wirtschaftliche Erholung erscheint aus diesem Grund aus gegenwärtiger Perspektive eher unwahrscheinlich», hieß es in dem am Montag veröffentlichten Monatsbericht.

Die Ökonomen der Deutschen Bundesbank erwarten wie andere Volkswirte auch, dass Europas größte Volkswirtschaft wegen der Corona-Krise in eine Rezession stürzt - die Wirtschaft also nicht mehr wächst, sondern schrumpft. Wie schnell und stark es danach wieder aufwärts geht, ist unklar. «Die Schwere der Rezession hängt maßgeblich davon ab, wann und in welchem Ausmaß die zur Bekämpfung der Pandemie eingeführten Einschränkungen weiter gelockert und durch Instrumente ersetzt werden können, welche die Wirtschaft weniger belasten», schreiben die Experten.

Dass die deutsche Wirtschaft in eine sich selbst verstärkende Abwärtsspirale gerät, erwartet die Notenbank jedoch nicht. Dagegen sprechen aus ihrer Sicht die Geldflut der Europäischen Zentralbank (EZB), milliardenschwere Hilfspakete der Bundesregierung und das ausgebaute System der sozialen Sicherung. Die geld­ und finanzpolitischen Maßnahmen schafften die Voraussetzungen dafür, «dass sich die deutsche Wirtschaft wieder nachhaltig erholen kann, sobald die gesundheitlichen Bedrohungen durch das Coronavirus zurückgehen», heißt es im Monatsbericht. (dpa)

+++ Lehrerverband: Erhebliche Einschränkungen bis ins nächste Schuljahr +++

(20.04.2020, 11:55 Uhr)

Auch wenn der Schulbetrieb in Deutschland vorsichtig wieder anläuft - der Deutsche Lehrerverband rechnet auf lange Sicht nicht mit normalen Verhältnissen. «Wenn Schätzungen der Gesundheitsexperten richtig sind, dass es noch ein Jahr dauern könnte, dann müssen wir uns auch mindestens ein Jahr an den Schulen auf erhebliche Einschränkungen einstellen, also weit bis ins nächste Schuljahr hinein», sagte Verbandspräsident Heinz-Peter Meidinger am Montag im «Bild»-Talk «Die richtigen Fragen».

Wenn in den nächsten Wochen mehr Schüler zurückkehrten, müsse man halbierten Unterricht machen, vielleicht sogar weniger, sagte Meidinger. «Dann muss Homeschooling noch über viele Wochen und Monate begleitend stattfinden.» In verschiedenen Landesministerien werde nicht damit gerechnet, dass noch in diesem Schuljahr alle Schüler zurückkehrten und dass es im nächsten Schuljahr mit halbiertem Unterricht weitergehe.

Der Lehrerverbandspräsident forderte ein Konzept zur Förderung von Schülern, die nicht im «Homeschooling» erreicht werden, damit diese nicht abgehängt würden. Auch über Kürzungen in den Lehrplänen muss seiner Ansicht nach gesprochen werden. (dpa)

+++ Dresdner stehen Schlange für kostenlose Schutzmasken +++

(20.04.2020, 11:53 Uhr)

Tausende Dresdner haben am Montagmorgen für eine kostenlose Schutzmaske Schlange gestanden. Über mehrere hundert Meter standen die Bürger am Dresdner Rathaus, wo nach Angaben der Stadt rund 20 000 Mund-Nasenbedeckungen aus Stoff in den Farben schwarz oder weiß verteilt wurden. Pro Person wurde eine Maske ausgegeben - eine weitere durfte für Familienmitglieder mitgenommen werden. Insgesamt hat Oberbürgermeister Dirk Hilbert (FDP) rund 200 000 Masken geordert, die in den nächsten Tagen dezentral an Einwohner der Stadt verteilt werden sollen. Der Mund- und Nasenschutz stammt aus der Produktion von Dresdner Firmen.

Seit Montag müssen Sachsen beim Einkaufen sowie in Bussen und Bahnen einen Mund- und Nasenschutz tragen. Der Freistaat ist das erste Bundesland mit einer derartigen Regelung. (dpa)

+++ EU-Kommissar: Eine Billion Euro für den Wiederaufbau nach Corona +++

(20.04.2020, 11:48 Uhr)

EU-Kommissar Paolo Gentiloni rechnet mit Kosten von mindestens einer Billion Euro für den Wiederaufbau der Wirtschaft nach der Corona-Krise - zusätzlich zu dem bereits vereinbarten Paket mit Soforthilfen von gut 500 Milliarden. Dies sagte Gentiloni in einem am Montag veröffentlichten Interview des «Spiegels». Auch Kommissionschefin Ursula von der Leyen hatte zuletzt von einem Marshall-Plan in Billionenhöhe gesprochen. Der Eurorettungsschirm ESM geht von mindestens weiteren 500 Milliarden Euro aus.

Das Geld soll nach Vorstellungen der Kommission im Rahmen des siebenjährigen Haushaltsrahmens zum Teil über Anleihen aufgebracht werden, die die Kommission ausgeben und für die die EU-Staaten bürgen würden. Dazu sagte Gentiloni: «Es geht um drei Punkte: Wir brauchen für den Wiederaufbau, erstens, ein gemeinsames Instrument, das, zweitens, ausreichend groß ist und, drittens, schnell zur Verfügung steht. Aus meiner Sicht könnte das mehrjährige EU-Rahmenbudget der Weg sein, diese Ziele zu erreichen.»

Der Wiederaufbau könne nicht ein oder zwei Jahre warten, sondern solle bereits «im Frühjahr, im Sommer» beginnen, sagte Gentiloni. Allerdings sind die EU-Staaten über den EU-Haushalt für die Jahre 2021 bis 2027 ebenso zerstritten wie über eine mögliche gemeinsame Verschuldung über sogenannte Corona-Bonds. Die EU-Kommission sieht ihr Anleihe-Modell im Rahmen des Haushalts als möglichen Kompromiss, weil die gemeinsame Haftung der EU-Staaten begrenzt wäre. Das Thema steht auf dem Programm eines weiteren Videogipfels der EU-Staats- und Regierungschefs am Donnerstag. (dpa)

+++ Bayern zahlt in Corona-Krise Künstlern Hilfen von 1000 Euro pro Monat +++

(20.04.2020, 11:16 Uhr)

Bayern will in der Corona-Krise den Künstlern im Land monatlich mit 1000 Euro finanziell unter die Arme greifen. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in seiner zweiten Regierungserklärung zur Corona-Pandemie im Landtag in München an. Während kulturellen Einrichtungen mit den bisherigen Maßnahmen bereits schon geholfen werde, gebe es zugegebenermaßen eine Gruppe, «die durch jedes Raster fällt». Die rund 30 000 Künstler, die auch in der Künstlersozialkasse organisiert seien, würden daher monatlich 1000 Euro bekommen, sagte Söder. (dpa)

+++ In Luxemburg gilt jetzt Maskenpflicht +++

(20.04.2020, 11:12 Uhr)

Im Kampf gegen das Coronavirus gilt in Luxemburg seit Montag eine Maskenpflicht: Wer im Supermarkt einkaufen oder mit Bussen, Tram oder Zügen fahren will, muss jetzt eine Mund-Nase-Schutzmaske tragen. Luxemburgs Premierminister Xavier Bettel hat angekündigt, dass jeder Bürger bis zu fünf Masken bekommen soll, die von den Gemeinden ausgegeben werden. Alternativ sind auch Schals, Tücher oder selbst angefertigte Masken als Schutz zulässig.

In Luxemburg ist die Zahl der Personen, die positiv auf das Coronavirus getestet wurden, auf 3550 gestiegen (Stand Sonntag). 73 Menschen starben in Verbindung mit Covid-19. (dpa)

+++ Hochschulen fühlen sich gut gerüstet für digitales Semester +++

(20.04.2020, 11:12 Uhr)

Die überwiegende Mehrheit der deutschen Hochschulen startet einer Befragung zufolge trotz Corona-Krise zuversichtlich ins Sommersemester. In einer am Montag veröffentlichten Sonderbefragung des Hochschul-Barometers gaben knapp 90 Prozent der Hochschulleitungen an, dass sie sich (eher) gut gerüstet fühlten, Lehrveranstaltungen übergangsweise digital zu organisieren.

Selbst im Falle eines Sommersemesters komplett ohne reguläre Präsenzveranstaltungen könnten demnach drei Viertel der Lehrveranstaltungen und knapp zwei Drittel der Prüfungen digital abgehalten werden.

Mehr als 90 Prozent der 168 befragten Hochschulen empfinden die aktuelle Situation darüber hinaus als Chance, sich im Bereich der digitalen Lehre langfristig besser aufzustellen. Neben finanzieller Unterstützung - etwa für Mehrausgaben im IT-Bereich - wünschen sich viele Hochschulen die Klärung rechtlicher Rahmenbedingungen für digitale Prüfungen. (dpa)

+++ Gewerbesteuern brechen ein - Linke fordert Kommunen-Schutzschirm +++

(20.04.2020, 11:09 Uhr)

Die Corona-Krise sorgt für Milliardenverluste bei Städten und Gemeinden in Deutschland. So brachen die Einnahmen aus der Gewerbesteuer im März drastisch ein, wie aus Zahlen des Finanzministeriums hervorgeht, die der Deutschen Presse-Agentur vorliegen. Demnach nahmen die Stadtstaaten Berlin, Hamburg und Bremen 70 Prozent weniger Gewerbesteuern ein als noch vor einem Jahr. Die Einnahmen der Länder aus der Gewerbesteuerumlage sanken um fast 60 Prozent.

«Kommunen droht in der Corona-Krise der Kollaps», warnte der Finanzpolitiker der Linken, Fabio De Masi. Seine Fraktion will in dieser Woche im Bundestag voraussichtlich einen Schutzschirm für Kommunen fordern. «Aufgaben, die den Kommunen in der Corona-Krise durch den Bund zugewiesen werden, müssen von Bund und Ländern finanziert werden», sagte De Masi der Deutschen Presse-Agentur.

Nötig sei außerdem ein Altschuldenfonds, um die Zins- und Tilgungsverpflichtungen überschuldeter Kommunen zu senken. Strukturschwachen Gemeinden sollte mit einem neuen Solidarpakt geholfen werden. Außerdem sollten die vierteljährlichen Gewerbesteuer-Abschlagszahlungen der Kommunen an den Bund vorübergehend ausgesetzt werden. (dpa)

+++ Söder: Eltern müssen für drei Monate keine Kita-Gebühren bezahlen +++

(20.04.2020, 10:48 Uhr)

Eltern in Bayern sollen zumindest für die kommenden drei Monate keine Kindergarten- oder Kita-Gebühren bezahlen müssen, solange diese wegen der Corona-Krise geschlossen sind. Das kündigte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in einer Regierungserklärung im Landtag an. (dpa)

+++ Söder: Corona-Infektionen in Bayern verdoppeln sich alle 34 Tage +++

(20.04.2020, 10:37 Uhr)

Die Corona-Infektionen in Bayern verdoppeln sich zum Start der Woche rechnerisch nur noch alle 34 Tage. Das teilte Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in einer Regierungserklärung zur Corona-Pandemie im Landtag in München mit. Der Freistaat liege bei den «wesentlichen Kennzahlen heute zum Teil unter dem Bundesdurchschnitt», obwohl Bayern wegen seiner Nähe zu Italien und Österreich besonders betroffen sei.

«In anderen Ländern herrschen schlimme Zustände», betonte Söder. «Zum Glück sind wir bisher besser davongekommen.» Gleichwohl sei er immer noch besorgt, was die Entwicklung in der Corona-Pandemie angehe. (dpa)

+++ Söder: Bayern führt Maskenpflicht in Läden und Nahverkehr ein +++

(20.04.2020, 10:36 Uhr)

Bayern führt eine Maskenpflicht in allen Geschäften und im öffentlichen Nahverkehr ein. Von kommender Woche an sollen dort Mund-Nasen-Schutz oder auch Schals Pflicht sein, wie Ministerpräsident Markus Söder (CSU) am Montag in einer Regierungserklärung im Landtag ankündigte. (dpa)

+++ Experten: Corona-App kann auf vielen älteren Smartphones nicht laufen +++

(20.04.2020, 10:34 Uhr)

Das technische Konzept von Google und Apple für eine Corona-Warn-App kann nach Einschätzung von Branchenexperten auf vielen älteren Smartphone-Modellen nicht umgesetzt werden. Die Funk-Technik «Bluetooth Low Energy» werde von rund zwei Milliarden Geräten weltweit nicht unterstützt, sagte Neil Shah, Analyst beim Marktforschungsunternehmen Counterpoint Research, der «Financial Times» (Montag). Auf jedem vierten Smartphone funktioniert demnach die moderne Bluetooth-Variante nicht. Hinzu kommt, dass viele Menschen nur ein einfaches Handy haben oder gar kein Mobiltelefon. (dpa)

+++ Nazi-Jäger: Corona-Krise gefährdet weltweite Strafverfolgung +++

(20.04.2020, 10:23 Uhr)

Die Corona-Krise gefährdet nach Einschätzung des Nazi-Jägers Efraim Zuroff aus Jerusalem die weltweite Verfolgung von Nazi-Verbrechern. «Die Strafverfolgung von Nazi-Kriegsverbrechen ist immer noch möglich, wird aber immer schwieriger», sagte Zuroff nach einer Mitteilung von Sonntagabend. «Das Coronavirus ist eine unvorhergesehene Katastrophe, die möglicherweise die letzten Bemühungen, Nazi-Kriegsverbrecher für ihre Untaten zur Verantwortung zu ziehen, beenden wird.»

Nach einem Bericht des Simon-Wiesenthal-Zentrums, dessen Direktor in Jerusalem Zuroff ist, gab es von April 2018 bis Dezember 2019 drei Verfahren gegen Nazi-Kriegsverbrecher. Zwei fanden in Deutschland statt, eines in den USA. In Deutschland handelte es sich um ehemalige SS-Wachleute aus dem Konzentrationslager Stutthof bei Danzig. Im gleichen Zeitraum seien in sieben Ländern Ermittlungen in insgesamt 251 Fällen aufgenommen worden, davon 194 in Polen und 50 in Deutschland. Anfang dieses Jahres liefen in Deutschland demnach noch 24 Ermittlungsverfahren.

Zuroff sagte der Deutschen Presse-Agentur, dass gerade in Deutschland viele Anstrengungen unternommen würden, um Nazi-Verbrecher zur Rechenschaft zu ziehen. «Ich habe Angst, dass das Coronavirus das stoppen wird. Die Verdächtigen gehören zur gefährdetsten Altersgruppe - ebenso wie die Opfer.» Er habe die Sorge, dass Angeklagte und Zeugen letztlich vor einem Urteil sterben könnten. (dpa)

+++ Abiturienten in Sachsen zurück an Schulen +++

(20.04.2020, 09:51 Uhr)

Nach einer mehrwöchigen Zwangspause durch die Corona-Krise sind in Sachsen die ersten Schüler an die Schulen zurückgekehrt. Am Montagmorgen begannen Abiturienten in kleinen Gruppen mit den Prüfungsvorbereitungen. Um Schüler und Lehrer vor einer Infektion zu schützen, wurden Schutzmasken verteilt und Desinfektionsmittel bereitgestellt.

Allerdings gibt es vorerst keinen regulären Unterricht. Im Mittelpunkt steht die Vorbereitung für das Abitur. Am Mittwoch folgen dann in Sachsen die Abschlussklassen an Oberschulen, Berufs- und Förderschulen. Die anderen Schüler sollen später stufenweise zurückkehren. (dpa)

+++ Vorschlag für Flugverkehr: Viel Abstand und Maskenpflicht an Bord +++

(20.04.2020, 09:32 Uhr)

Beim Wiederanlaufen des Flugbetriebs könnten Passagiere zum Tragen von Schutzmasken verpflichtet werden. Ein entsprechender Vorschlag für die Zeit vom Boarding über den gesamten Flug bis nach dem Verlassen des Flugzeugs findet sich in einem Konzeptpapier der deutschen Luftfahrtbranche, das der Deutschen Presse-Agentur vorliegt.

Das 20-Punkte-Programm sieht zudem an den Flughäfen zahlreiche Maßnahmen vor, um das corona-bedingte Abstandsgebot einhalten zu können. Dazu gehören unter anderem luftigere Warteschlangen und -bereiche, der Einsatz von mehr Passagierbussen und zeitlich gestreckte Prozesse etwa beim Einsteigen und der Gepäckabfertigung. An den Abflughäfen könnten zudem gezielt Passagiere auf Fieber überprüft werden. Grundsätzlich müssten die Fluggäste bereits beim Einchecken erklären, dass sie keine ansteckenden Krankheiten haben.

In dem Papier nicht enthalten ist hingegen der jüngste Vorschlag des Easyjet-Chefs Johan Lundgren, in den Dreierreihen den jeweiligen Mittelsitz freizulassen. Dies würde das Platzangebot im Flugzeug sofort um ein Drittel reduzieren.

Die Vorschläge an die Bundesregierung sind zwischen Fluggesellschaften und Flughäfen auf nationaler Ebene abgestimmt worden. Sie sollten zunächst für einen Zeitraum von sechs Wochen gelten, schlagen die Autoren vor. Ähnliche Überlegungen gibt es auf europäischer Ebene, ohne dass bereits konkrete Vorschläge vorlägen. Zuerst hatte die «Frankfurter Allgemeine Zeitung» berichtet. (dpa)

+++ Merkel kritisiert «Öffnungsdiskussionsorgien» - Rückfallrisiko erhöht +++

(20.04.2020, 09:28 Uhr)

Kanzlerin Angela Merkel (CDU) hat die Diskussionen über weitergehende Lockerungen der Beschränkungen im Kampf gegen das Coronavirus außergewöhnlich scharf kritisiert. Nach Informationen der Deutschen Presse-Agentur aus Teilnehmerkreisen machte Merkel am Montag in einer Schaltkonferenz des CDU-Präsidiums deutlich, wie unzufrieden sie sei, dass die Botschaft vorsichtiger Lockerungen in einigen Ländern zu «Öffnungsdiskussionsorgien» geführt habe. Dies erhöhe das Risiko eines Rückfalls sehr stark.

Sie mache sich größte Sorgen, dass sich die gute Entwicklung bei den Corona-Infektionen wieder umkehre, weil sich zu wenige Menschen an die Kontaktbeschränkungen halten würden, machte Merkel demnach deutlich. Die Diskussion über Lockerungen sei nicht hilfreich.

Bund und Länder hatten sich am vergangenen Mittwoch nach fast vier Wochen Zwangspause darauf geeinigt, dass von diesem Montag an kleine und mittlere Geschäfte bis zu einer Fläche von 800 Quadratmetern wieder öffnen dürfen. Die Details hängen von Branche und Bundesland ab. In den ersten Ländern sollte am Montag und in den Tagen danach für die Abschlussklassen die Schule wieder losgehen. Die strikten Kontakt- und Abstandsregeln sollen allerdings mindestens bis zum 3. Mai weiter gelten. (dpa)

+++ Bund übernimmt Kosten für Behandlung von Corona-Patienten aus EU-Ländern +++

(20.04.2020, 08:40 Uhr)

Die Bundesrepublik will die Kosten für die Behandlung schwer kranker Corona-Patienten aus EU-Partnerstaaten in deutschen Krankenhäusern übernehmen. Mit der Kostenübernahme demonstriere Deutschland "unser Verständnis von europäischer Solidarität", erklärte Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) am Montag vor der Sitzung des so genannten Corona-Kabinetts, das dazu einen Beschluss fassen soll. Spahns Ministerium bezifferte die erwarteten Kosten auf 20 Millionen Euro.

"Deutschlands Krankenhäuser versorgen auf ihren Intensivstationen bereits mehr als 200 schwer kranke Corona-Patienten aus europäischen Partnerländern", erklärte der Minister. "Die Bereitschaft und die Kapazität, bei Bedarf weitere aufzunehmen, sind da." Nach Angaben von Spahns Ministerium liegen derzeit Anfragen für etwa 40 weitere Patienten vor.

+++ Auch Schwesig für höheres Kurzarbeitergeld +++

(20.04.2020, 08:10 Uhr)

Nach Bundesarbeitsminister Hubertus Heil hat sich auch Mecklenburg-Vorpommerns Ministerpräsidentin Manuela Schwesig (beide SPD) in der Corona-Wirtschaftskrise für eine rasche Anhebung des Kurzarbeitergeldes ausgesprochen. "Ich appelliere an alle Beteiligten, sich jetzt schnell auf eine Erhöhung des Kurzarbeitergeldes zu verständigen", sagte Schwesig den Zeitungen der Funke Mediengruppe vom Montag. Viele Arbeitnehmer in Deutschland warteten "dringend darauf".

Ein wichtiges Signal wäre dies insbesondere für die Beschäftigten in der Tourismuswirtschaft und der Gastronomie, sagte Schwesig weiter.

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+++ UNHCR: Gewalt gegen Frauen droht in der Corona-Pandemie zuzunehmen +++

(20.04.2020, 07:55 Uhr)

Das UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR hat angesichts der weltweiten Ausgangsbeschränkungen in der Corona-Krise vor einer Zunahme häuslicher Gewalt gegen Frauen gewarnt. Als Flüchtlinge, Vertriebene oder Staatenlose falle es ihnen schwerer, sich zu schützen, teilte die Organisation am Montag in Genf mit.

"Einige sind am Ende möglicherweise in ihren Unterkünften und Häusern mit ihren Peinigern eingesperrt, ohne die Möglichkeit zu haben, sich zu entfernen oder persönlich Hilfe zu suchen", sagte die stellvertretende Hochkommissarin Gillian Triggs.

Andere Frauen würden möglicherweise angesichts der sich verschlechternden wirtschaftlichen Umstände und mangels Ausweispapieren zu Prostitution oder Kinderheirat gezwungen. Weltweit sei das UNHCR deshalb in höchster Alarmbereitschaft.

+++ Mehr Läden und erste Schulen öffnen +++

(20.04.2020, 06:55 Uhr)

Deutschland beginnt an diesem Montag mit der vorsichtigen Lockerung von Einschränkungen in der Corona-Krise. Nach einem Monat Zwangspause dürfen Geschäfte unter einer Fläche von 800 Quadratmetern wieder aufmachen. Die Details hängen von Branche und Bundesland ab. In den ersten Ländern geht für die Abschlussklassen die Schule wieder los. Die strikten Kontakt- und Abstandsregeln gelten jedoch weiter. Und Sachsen führt sogar eine Maskenpflicht ein.

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+++ Trump: Corona-Krise sorgt für beispiellose Nachfrage nach Waffen +++

(20.04.2020, 06:30 Uhr)

Die Corona-Krise hat nach Angaben von US-Präsident Donald Trump zu einer beispiellosen Nachfrage nach Schusswaffen unter Amerikanern geführt. "Menschen kaufen wegen dieses Seuchenanstiegs Waffen in einem Ausmaß, das man davor nicht gesehen hat", sagte Trump am Sonntagabend (Ortszeit) bei seiner täglichen Pressekonferenz zur Corona-Krise im Weißen Haus.

Der Republikaner Trump verurteilte in diesem Zusammenhang schärfere Waffengesetze im US-Bundesstaat Virginia, die der demokratische Gouverneur Ralph Northam kürzlich unterzeichnet hatte. Trump unterstellte Northam, Menschen in Virginia ihr in der US-Verfassung verankertes Recht auf Waffenbesitz streitig machen zu wollen. "Das können wir nicht erlauben", sagte der Präsident.

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+++ Mehr als 2000 Todesopfer insgesamt wegen Covid-19 in der Türkei +++

(20.04.2020, 05:55 Uhr)

Die Gesamtzahl der Corona-Toten in der Türkei ist auf mehr als 2000 gestiegen. In 24 Stunden seien 127 Menschen der Krankheit erlegen, teilte Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Sonntag via Twitter mit. Insgesamt sind in der Türkei damit 2017 Todesfälle durch Covid-19 gemeldet. In 24 Stunden seien zudem 3977 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Gesamtzahl der Coronavirus-Fälle in der Türkei stieg damit auf 86 306.

In dem Land mit seinen rund 83 Millionen Einwohnern wurden bislang rund 634 000 Tests durchgeführt.

+++ Premier Boris Johnson schaltet sich in Regierungspolitik ein +++

(20.04.2020, 05:43 Uhr)

Der britische Premierminister Boris Johnson schaltet sich nach seiner überstandenen Corona-Erkrankung wieder kräftig in die Regierungspolitik ein. Johnson habe mit Außenminister Dominic Raab, der ihn teilweise vertritt, und weiteren Mitarbeitern am vergangenen Freitag ein dreistündiges Gespräch gehabt, berichtete die Zeitung "Sunday Telegraph". Bereits zuvor habe er mehrmals von seinem Landsitz Chequers aus Anweisungen gegeben.

Nach Regierungsangaben vom Samstag hatte Johnson "einige Kontakte" mit Kabinettsmitgliedern gehabt, es wurde aber nicht das Ausmaß genannt. Er halte sich an die Anweisungen seines Arztes, hieß es.

Dass sich Johnson wieder so schnell in die Regierungsgeschäfte einmischt, soll mit zunehmender Kritik an der Regierung bei der Bekämpfung der Pandemie zu tun haben.

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+++ Regierungsanhänger in Brasilien fordern Militärintervention +++

(20.04.2020, 05:40 Uhr)

Im Konflikt um den richtigen Umgang mit dem Coronavirus sind in Brasilien zahlreiche Regierungsanhänger auf die Straße gegangen und haben ein Eingreifen der Streitkräfte gefordert. Die Proteste am Sonntag in der Hauptstadt Brasília richteten sich gegen die von mehreren Provinzgouverneuren verhängten Ausgangsbeschränkungen und Ladenschließungen zur Eindämmung der Pandemie.

"Jeder in Brasilien muss verstehen, dass er sich dem Willen des brasilianischen Volkes zu unterwerfen hat", rief der rechtspopulistische Präsident Jair Bolsonaro seinen Anhängern von der Ladefläche eines Geländewagens aus zu.

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Die Nachrichten vom Vortag finden Sie hier:

+++ Mehrwertsteuersenkung für Gastronomen? Verhaltene Reaktionen +++

(19.04.2020, 23:35 Uhr)

Die Forderung des bayerischen Ministerpräsidenten Markus Söder (CSU) nach einer Mehrwertsteuersenkung für die von der Corona-Krise geplagte Gastronomie stößt auf verhaltene Reaktionen. SPD-Bundestagsfraktionschef Rolf Mützenich sagte am Sonntagabend in der ARD-Sendung «Bericht aus Berlin»: «Das wird erstmal nicht der entscheidende Schlüssel sein.» Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) habe aber angekündigt, dass es möglicherweise zu weiteren Hilfen für diesen Bereich komme.

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther (CDU) sagte in der Sendung: «Wir sollten nicht zu viel in diesen Zeiten versprechen.» Es gehe um aktuelle Hilfen, nicht um Erleichterungen in ferner Zukunft.

Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) sprach sich hingegen für eine Senkung der Mehrwertsteuer in der Gastronomiebranche aus. Gastronomen brauchten ein Signal, ein «Licht am Ende des Tunnels», sagte er am Sonntagabend in der ARD-Sendung «Anne Will».

Mützenich regte - wie zuvor schon sein SPD-Parteifreund, Sozialminister Hubertus Heil - an, beim Kurzarbeitergeld nachzusteuern. «Natürlich sind das Milliarden(kosten), aber in den anderen Bereichen sind das auch Milliarden.» Er warf der Union vor, das zu behindern: «Die Union bremst.» Es gehe darum, für die nächsten Monate Planungssicherheit zu haben auch für jene, die durch Einkommensausfälle in finanzielle Nöten kämen. Andere Länder finanzierten die Kurzarbeit viel stärker. (dpa)

+++ Kretschmer: Lockerungen bedeuten mehr Infektionen +++

(19.04.2020, 22:55 Uhr)

Die Lockerung der Anti-Corona-Maßnahmen wird nach Einschätzung von Sachsens Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU) dazu führen, dass sich mehr Menschen mit dem Virus infizieren. Die Lockerungen gingen «an die Grenze dessen, was vertretbar ist», sagte er am Sonntagabend in der ARD-Sendung «Anne Will». «Wir werden auf jeden Fall eine Zunahme von Infektionen erleben.» In drei Wochen werde man sehen, ob die Lockerungen zu weitgehend gewesen seien.

Sachsen geht bei den Lockerungen weiter als andere Länder und dehnt die Vereinbarung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU) und den Ministerpräsidenten der Länder sehr weit. Bereits an diesem Montag werden dort nicht nur wie in anderen Ländern eine Reihe weiterer Geschäfte geöffnet, sondern unter strengen Regeln auch Gottesdienste zugelassen und bereits die ersten Abschlussklassen zurück in die Schulen geholt. Verbunden ist das aber mit Verschärfungen an anderer Stelle: Als erstes Bundesland führt Sachsen an diesem Montag eine Pflicht zum Tragen von Mund-Nasen-Schutz beim Einkauf und im Nahverkehr ein. Bundesweit gilt sonst nur die dringende Empfehlung, dort solche Alltagsmasken zu tragen.

Bundeswirtschaftsminister Peter Altmaier (CDU) sagte in der Sendung mit Blick auf die bundesweiten Regelungen etwa zur Öffnung kleiner und mittlerer Geschäfte: «Wenn diese Lockerungen dazu führen, dass wir mit niedrigen Infektzahlen zurechtkommen, dann wird es selbstverständlich weiter Lockerungen geben.» (dpa)

Lesen Sie hier, wie ab Montag ein kleines Stück Normalität zurückkehren soll.

+++ Schäuble verteidigt Agieren der Politik in der Corona-Krise +++

(19.04.2020, 22:45 Uhr)

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU) hat das Vorgehen von Bundes- und Landesregierungen in der Corona-Krise gegen den Vorwurf einer Aushöhlung der Demokratie verteidigt. «Wir setzen die parlamentarische Demokratie nicht außer Kraft, wir sind handlungsfähig», sagte der Parlamentspräsident am Sonntagabend im ZDF-«heute journal». «Natürlich können wir in so einer Lage nicht monatelang debattieren, da muss entschieden werden.» Die Parlamente könnten die Entscheidungen der Regierungen auch korrigieren. Im Bundestag stehe eine Mehrheit aber hinter dem Kurs der Regierung.

Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU), fordert während der Corona-Pandemie auf monatelange Debatten zu verzichten und stattdessen schneller zu entscheiden. Foto: Michael Kappeler / dpa
Bundestagspräsident Wolfgang Schäuble (CDU), fordert während der Corona-Pandemie auf monatelange Debatten zu verzichten und stattdessen schneller zu entscheiden. Foto: Michael Kappeler / dpa

Es sei auch nicht so, dass der parlamentarische Betrieb lahmgelegt sei. Der Bundestag werde in dieser Woche mit den bereits erprobten Abstandsvorkehrungen tagen. Parlamentsdebatten ließen sich nicht durch Videokonferenzen ersetzen. «Das Parlament findet statt», sagte Schäuble. «Wir entscheiden die Dinge, die der Gesetzgeber entscheiden muss.» (dpa)

+++ Tschechiens Präsident will Grenzen ein Jahr geschlossen halten +++

(19.04.2020, 22:35 Uhr)

Der tschechische Präsident Milos Zeman hat seinen Bürgern wegen der Coronavirus-Pandemie empfohlen, diesen Sommer die Schönheiten ihres eigenen Landes zu entdecken. Für Auslandsreisen sollten die Staatsgrenzen hingegen ein volles Jahr geschlossen bleiben, «damit keine neue Infektionswelle dadurch hervorgerufen wird, dass Reisende in Länder fahren, in denen die Epidemie noch nicht zu Ende ist», sagte das Staatsoberhaupt am Sonntag in einem Radiointerview.

Reisebüros und andere Tourismusunternehmen hatten zuvor gefordert, im Sommer wenigstens Reisen in die bei Tschechen besonders beliebten Urlaubsziele Slowakei und Kroatien zu erlauben, in denen es nur wenige Coronavirus-Infektionen gebe.

Tschechien hatte Mitte März zur Eindämmung des Coronavirus ein weitgehendes Ein- und Ausreiseverbot verhängt. Ausnahmen vom Ausreiseverbot gelten derzeit für Pendler, Lkw-Fahrer und in unabdingbaren Fällen zum Beispiel für medizinische Behandlungen. (dpa)

+++ USA: Über 41.000 Menschen an Covid-19 verstorben +++

(19.04.2020, 22:20 Uhr)

Wie die Johns-Hopkins-Universität online auf ihrem Coronavirus Resource-Center zeigt, sind in den USA bis Sonntagabend mehr als 41.300 Menschen an Covid-19 gestorben. Demnach stieg auch die Zahl der bestätigten Infektionen auf mehr als 740.000. Rund 67.000 Menschen gelten als genesen.

Immerhin: Am Vorabend hat der besonders schwer betroffene US-Bundesstaat New York rückläufige Zahlen vermeldet. «Wenn dieser Trend anhält, haben wir den Höhepunkt überschritten», sagte der New Yorker Gouverneur Andrew Cuomo am Sonntag bei seiner täglichen Pressekonferenz. Doch auch damit sei gerade erst eine Halbzeit in der Corona-Krise erreicht, mahnte der Demokrat. An den strikten Maßnahmen zur Eindämmung der Virusausbreitung müsste weiter festgehalten werden. Die Ausgangsbeschränkungen waren kürzlich bis Mitte Mai verlängert worden. (dpa)

+++ Corona-Konzert mit Megastars, Spenden und seltenen Einblicken +++

(19.04.2020, 22:15 Uhr)

Taylor Swift sitzt mit leicht zerfransten Haaren vor einer Blumentapete am Klavier und singt «Soon You'll Get Better». Elton John greift im Garten in die Tasten und trällert seinen Hit «I'm Still Standing» und der Zuschauer bekommt Einblick in gleich vier private Rolling-Stones-Zimmer. Legende Paul McCartney singt alleine zuhause «Lady Madonna». Es sei eine Ehre, die wahren Helden der Corona-Krise, das Gesundheitspersonal in aller Welt, zu feiern, sagt der Ex-Beatle mit bewegter Stimme.

Die drei Mega-Stars zählten zu Dutzenden Künstlern, die sich in der Nacht zum Sonntag mit einem virtuellen Konzert bei den vielen Helfern in der Corona-Pandemie bedanken wollten. Lady Gaga, Mitorganisatorin der zweistündigen Highlight-Show «One World: Together at Home» machte mit dem Lied-Klassiker «Smile» den Auftakt. Zumindest heute Abend, für einen Moment, würde sie alle gerne zum Lächeln bringen, sagte die Sängerin. (dpa)

Lesen Sie hier mehr zu der «Megastar-Versammlung» und wie viel Spenden sie eingebracht hat.

+++ Spahn: Abstandsgebote und Hygieneregeln währen noch Monate +++

(19.04.2020, 22:00 Uhr)

Die Abstandsgebote und verschärften Hygieneregeln werden nach Einschätzung von Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) noch lange gelten. Er rechne noch «über Monate» damit, sagte er am Sonntagabend im «heute journal» im ZDF. «Bis es einen Impfstoff gibt, werden wir miteinander und aufeinander aufpassen müssen.»

Spahn wies auf die Bedeutung der Gesundheitsämter hin, die die Infektionsketten klären und Kontaktpersonen identifizieren müssen. Kanzlerin Angela Merkel hatte erklärt: «Es muss unser Ziel sein, jede Infektionskette verfolgen zu können.» Von Praktikern wird aber beklagt, dass dies nicht gewährleistet ist.

«Es hapert an bestimmten Stellen», sagte Spahn. Die Gesundheitsämter hätten bisher «nicht die verdiente Aufmerksamkeit bekommen». Er fügte hinzu: «Wir wollen sie personell stärken und eben auch digital stärken.» Bekannt ist, dass in den öffentlichen Gesundheitsdiensten dafür zusätzliche Personalkapazitäten geschaffen werden sollen - mindestens ein Team von 5 Personen pro 20.000 Einwohner.

Die geplante App zur anonymisierten Nachverfolgung etwaiger Kontakte solle «im Laufe des Mais» angewendet werden können, sagte Spahn. «Es muss gerade bei Datenschutz und Datensicherheit möglichst perfekt sein, bevor wir starten.» (dpa)

+++ Israelis demonstrieren mit Masken und Abstand gegen Netanjahu +++

(19.04.2020, 21:55 Uhr)

Mit Sicherheitsabstand wegen der Corona-Krise haben Tausende Israelis in Tel Aviv gegen den Ministerpräsidenten Benjamin Netanjahu demonstriert. Die Demonstranten auf dem zentralen Rabin-Platz trugen am Sonntag Gesichtsmasken und standen auf markierten Positionen jeweils zwei Meter von einander entfernt, damit die Polizei die Kundgebung nicht auflöst. Teilnehmer schwenkten schwarze sowie israelische Fahnen und riefen «Demokratie, Demokratie, Demokratie».

Menschen demonstrieren auf den Straßen Tel Avivs mit entsprechendem Abstand, aufgrund des Coronavirus. Die Demonstranten warfen Netanjahu vor, die Coronavirus-Krise als Vorwand zu benutzen, um die demokratischen Institutionen des Landes zu untergraben. Foto: Oded Balilty / AP / dpa
Menschen demonstrieren auf den Straßen Tel Avivs mit entsprechendem Abstand, aufgrund des Coronavirus. Die Demonstranten warfen Netanjahu vor, die Coronavirus-Krise als Vorwand zu benutzen, um die demokratischen Institutionen des Landes zu untergraben. Foto: Oded Balilty / AP / dpa

Sie protestierten gegen aus ihrer Sicht anti-demokratische Maßnahmen unter anderem im Kampf gegen das neuartige Coronavirus. Zudem forderten die Demonstranten, angeklagten Politiker per Gesetz von der Regierungsbildung auszuschließen. Der rechtskonservative Netanjahu ist wegen Korruption in drei Fällen angeklagt.

Israel wird seit Ende 2018 von einer Übergangsregierung unter Netanjahu verwaltet. Am 2. März hatten die Bürger das dritte Mal innerhalb eines Jahres ein neues Parlament gewählt. Dabei gab es erneut keinen klaren Sieger. Oppositionskandidat Benny Gantz hatte den Auftrag zur Regierungsbildung erhalten, war mit dem Versuch der Bildung einer großen Koalition mit Netanjahu aber gescheitert. Am Donnerstag beauftragte Präsident Reuven Rivlin daraufhin das Parlament mit der Regierungsbildung. (dpa)

+++ Trump greift China in Corona-Krise an und droht mit Konsequenzen +++

(19.04.2020, 21:50 Uhr)

US-Präsident Donald Trump hat China für die weltweite Verbreitung des Coronavirus verantwortlich gemacht und seine eigene Regierung gegen jegliche Kritik verteidigt. «Es hätte in China gestoppt werden können», sagte Trump am Samstagabend (Ortszeit) bei seiner täglichen Pressekonferenz im Weißen Haus. «Das ist nicht geschehen und die ganze Welt leidet deswegen.»

Trump machte deutlich, dass es um eine entscheidende Frage gehe: «War es ein Fehler, der außer Kontrolle geriet, oder wurde es absichtlich getan?» Das mache einen großen Unterschied. In letzterem Fall «sollte es Konsequenzen geben», sagte er. In jedem Fall müsse die Regierung in Peking US-Experten erlauben, die Vorgänge vor Ort zu untersuchen. «Sie wollten uns nicht dort haben. Ich denke, dass sie beschämt waren. Ich denke, sie wussten, dass es etwas Schlechtes ist.» (dpa)

Lesen Sie hier mehr zu den Vorwürfen Trumps.

+++ Premier Boris Johnson schaltet sich wieder in Regierungspolitik ein +++

(19.04.2020, 21:30 Uhr)

Der britische Premierminister Boris Johnson schaltet sich nach seiner überstandenen Corona-Erkrankung wieder kräftig in die Regierungspolitik ein. Johnson habe mit Außenminister Dominic Raab, der ihn teilweise vertritt, und weiteren Mitarbeitern am vergangenen Freitag ein dreistündiges Gespräch gehabt, berichtete die Zeitung «Sunday Telegraph». Bereits zuvor habe er mehrmals von seinem Landsitz Chequers aus Anweisungen gegeben.

Nach Regierungsangaben vom Samstag hatte Johnson «einige Kontakte» mit Kabinettsmitgliedern gehabt, es wurde aber nicht das Ausmaß genannt. Er halte sich an die Anweisungen seines Arztes, hieß es.

Lesen Sie hier, wieso Experten mit großer Sorge nach Großbritannien blicken.

+++ Günther: Tourismus-Geschäft trotz Corona-Krise nicht abschreiben +++

(19.04.2020, 21:20 Uhr)

Schleswig-Holsteins Ministerpräsident Daniel Günther will trotz der Corona-Krise das Sommergeschäft im Tourismus noch nicht abschreiben. Er glaube daran, «dass so viel Disziplin da ist, dass man auch im Restaurant, in den Gaststätten sich an die Regeln hält und es dann auch möglich ist, den Tourismus wieder hochzufahren», sagte der CDU-Politiker am Sonntag im «Bericht aus Berlin» der ARD. Er habe das Sommergeschäft «auf jeden Fall nicht abgeschrieben».

Einen festen Zeitpunkt für eine mögliche Lockerung der Beschränkungen zur Eindämmung der Pandemie im Bereich Tourismus nannte Günther nicht. Dafür erklärte er, wie eine Lockerung in Schleswig-Holstein vonstatten gehen könnte - die Reihenfolge habe das Land bereits festgelegt: «Wir beginnen bei uns mit den Zweitwohnungen, die im Moment nicht betreten werden dürfen, dann kommen die privaten Vermietungen, dann die Hotels dran», erklärte der Regierungschef. Zuletzt würden dann Tagestouristen wieder zugelassen. (dpa)

+++ Neue Corona-Regeln: Was sich ab Montag ändert und was nicht +++

(19.04.2020, 21:10 Uhr)

Nach einem Monat weitgehendem Stillstand in Deutschland werden von diesem Montag an die ersten Corona-Auflagen schrittweise gelockert. Die wichtigsten Änderungen betreffen Geschäfte bis 800 Quadratmeter, Zoos, Schulen und Universitäten. Viele Bereiche des Lebens bleiben aber weiterhin von Maßnahmen eingeschränkt. (dpa)

Lesen Sie hier mehr dazu.

+++ Balkonien statt Mallorca? Sommerurlaub auf der Kippe +++

(19.04.2020, 21:00 Uhr)

Strandurlaub an der Adria, Wandern in Österreich oder nur mal eine kleine Städtetour nach Paris - was davon in diesem Sommer möglich sein wird, ist noch völlig unklar. Dass die Corona-Pandemie alle Osterurlaubspläne über den Haufen geworfen hat, ist von den meisten noch als alternativlos akzeptiert worden. Aber was wird, wenn Auslandsreisen auch in der Hauptferienzeit von Juni bis August noch nicht möglich sind, wenn ganz Deutschland im Sommer zu Hause bleiben muss? Weil das Thema so brisant ist, wagte lange Zeit niemand eine Prognose, ob das so kommen kann. (dpa)

Jetzt aber wagen erste Politiker Prognosen zum Sommerurlaub.

+++ Corona: Regierungsanhänger in Brasilien fordern Militärintervention +++

(19.04.2020, 20:50 Uhr)

Im Konflikt um den richtigen Umgang mit dem neuartigen Coronavirus sind in Brasilien zahlreiche Regierungsanhänger auf die Straße gegangen und haben ein Eingreifen der Streitkräfte gefordert. Die Proteste am Sonntag in der Hauptstadt Brasília richteten sich gegen die von mehreren Provinzgouverneuren verhängten Ausgangsbeschränkungen zur Eindämmung der Krankheit. «Jeder in Brasilien muss verstehen, dass er sich dem Willen des brasilianischen Volkes zu unterwerfen hat», rief der rechtspopulistische Präsident Jair Bolsonaro seinen Anhängern von der Ladefläche eines Geländewagens aus zu.

Der Ex-Militär hat das Coronavirus immer wieder als «leichte Grippe» bezeichnet und sich gegen eine Einschränkung des öffentlichen Lebens ausgesprochen. Bolsonaro fürchtet vor allem, dass der Lockdown der brasilianischen Volkswirtschaft schaden könnte.

Wegen Meinungsverschiedenheiten über den richtigen Umgang mit der Coronavirus-Pandemie hatte Bolsonaro zuletzt seinen Gesundheitsminister entlassen. Auch mit den Gouverneuren der wichtigen Bundesstaaten Rio de Janeiro und São Paulo sowie mit Parlamentspräsident Rodrigo Maia geriet er aneinander. Selbst bei den zahlreich im Kabinett vertretenen Militärs wie Vizepräsident General Hamilton Mourão sorgte Bolsonaro mit seinem laxen Ansatz für Entsetzen.

In dem größten Land Lateinamerikas haben sich bislang 37.437 Menschen nachweislich mit Sars-CoV-2 infiziert, 2388 Patienten sind im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. In den Ballungsräumen geraten die Kliniken zunehmend an ihre Kapazitätsgrenzen. (dpa)

+++ Mehr als 142.300 Corona-Nachweise in Deutschland - 4415 Tote +++

(19.04.2020, 20:40 Uhr)

In Deutschland sind bis Sonntagabend mehr als 142.300 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Vortag Stand 20.30 Uhr: Mehr als 140.400 Infektionen). Mindestens 4415 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Vortag Stand 20.30 Uhr: 4288). Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt.

Die Uhrzeit, wann ein neuer Tagesstand gemeldet wird, variiert von Bundesland zu Bundesland. Zudem melden einige der Bundesländer ihre jeweiligen Zahlen jeweils nicht immer zur gleichen Uhrzeit. Mehrere Deutsche starben im Ausland im Zusammenhang mit einer Corona-Infektion.

Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts haben in Deutschland rund 88.000 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle.

Besonders hohe Zahlen registrierter Infektionen haben den Statistiken der Bundesländer zufolge Bayern mit mehr als 37.700 nachgewiesenen Fällen und mindestens 1271 Toten, Nordrhein-Westfalen mit mehr als 29.500 Fällen und mindestens 882 Toten sowie Baden-Württemberg mit mehr als 28.000 bestätigten Fällen und mindestens 965 Toten.

Gerechnet auf 100.000 Einwohner verzeichnet Bayern mit einem Wert von 289,0 die meisten Infektionen. Im Bundesschnitt waren es 171,2. Allerdings ist die Anzahl der erfolgten Tests pro 100.000 Einwohner in den Bundesländern unterschiedlich hoch.

Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) lag die Ansteckungsrate am Samstag leicht höher als am Freitag. Ein neuerer Wert lag bis Sonntagabend zunächst nicht vor. Die Reproduktionszahl stieg von 0,7 auf 0,8. Allerdings wurde für Samstag eine statistische Schwankungsbreite von 0,7 bis 1 angegeben. Das heißt in jedem Fall, ein Mensch steckt im Schnitt einen oder weniger als einen anderen an. Bei einer Reproduktionszahl von 0,8 geben zehn Infizierte das Virus an acht andere Menschen weiter - was bedeutet, dass die Zahl der täglichen Neuansteckungen zurückgeht: Bei einem Wert unter 1 flaut eine Epidemie nach und nach ab. (dpa)

+++ Frankreich erlaubt wieder Besuche in Pflege- und Altenheimen +++

(19.04.2020, 19:57 Uhr. Update: 20:30 Uhr)

In Frankreich sollen im Rahmen der Lockerungen der Coronavirus-Beschränkungen Besuche in Alten- und Pflegeheimen wieder erlaubt werden. Ab Montag gebe es wieder ein Besuchsrecht, allerdings mit Einschränkungen, teilte der französische Gesundheitsminister Olivier Véran am Sonntagabend bei einer Pressekonferenz mit Premierminister Édouard Philippe mit. Es dürften nicht mehr als zwei Angehörige gleichzeitig einen Bewohner in einer Senioren- oder sozialen Pflegeeinrichtung besuchen. Außerdem sei körperlicher Kontakt weiterhin verboten, erklärte Véran. Das Besuchsverbot galt seit Mitte März.

Die Lage hinsichtlich der Verbreitung des Virus Sars-CoV-2 hatte sich in Frankreich in den vergangenen Wochen vor allem in den Pflegeeinrichtungen zugespitzt. 45 Prozent aller Einrichtungen landesweit hätten mindestens einen positiv auf das Coronavirus getesteten Fall «signalisiert», erklärte Véran. Allein in der vergangenen Woche seien in den Alten- und Pflegeheimen rund 50.000 Tests durchgeführt worden. (dpa)

Lesen Sie hier mehr zu der Entscheidung.

+++ Trump-Beraterin: Weit von Klarheit über Corona-Ursprung entfernt +++

(19.04.2020, 20:25 Uhr)

In der Debatte um den genauen Ursprung des Coronavirus sieht die Beraterin von US-Präsident Donald Trump, die Ärztin Deborah Birx, abschließende Klarheit in weiter Ferne. «Jedes Mal, wenn wir ein neues Virus haben, ist es wichtig, seinen Ursprung herauszufinden, und ich denke, wir sind noch weit davon entfernt, ihn herauszufinden», sagte Birx am Sonntag dem TV-Sender CBS. Man wisse lediglich, dass das neuartige Virus aus China stamme - woher genau, sei unklar. «Ich habe keinen Beweis dafür, dass es ein Unfall in einem Labor war», sagte Birx. Derzeit sei allgemeiner Konsens, dass sich das Virus von einem Tier auf den Menschen übertragen habe.

Die Corona-Pandemie hat in der zentralchinesischen Stadt Wuhan begonnen. Experten gehen davon aus, dass es von Fledermäusen stammt und direkt oder über ein anderes Tier als Wirt auf den Menschen übergesprungen sein könnte.

In den USA gibt es Berichte unter Berufung auf amerikanische Geheimdiensterkenntnisse, wonach das Virus aus einem Forschungslabor in China stammen könnte. Demnach soll das Virus im Institut für Virologie in Wuhan versehentlich von einem Mitarbeiter in die Stadt gebracht worden sein, was der Leiter des Instituts bereits zurückwies. Trump hatte China am Samstag für die weltweite Verbreitung verantwortlich gemacht und Konsequenzen angedroht. Dabei sei entscheidend, ob ein Fehler gemacht worden sei, der außer Kontrolle geriet, oder eine Absicht dahinterstand, sagte Trump.

In den USA wurden laut Johns-Hopkins-Universität bereits mehr als 737.000 Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen. Fast 40.000 Menschen starben nach einer Infektion. Trump hatte am Samstagabend bei seiner täglichen Pressekonferenz gesagt: «Auf einer Pro-Kopf-Basis ist unsere Sterblichkeitsrate weit niedriger als die anderer Nationen in Westeuropa, mit Ausnahme möglicherweise Deutschlands.» Als Beispiele nannte er Großbritannien, die Schweiz, Belgien, die Niederlande, Italien und Frankreich. Birx präsentierte eine Grafik, wonach die Sterblichkeitsrate in den USA bei 11,24 Toten gerechnet auf 100.000 Einwohner liegt. In Deutschland ist dieser Wert demnach bei 5,25, in den Niederlanden bei 20,14, in Belgien bei 45,2. (dpa)

+++ “SZ”: Betriebsräte sollen Beschlüsse per Schalte fassen dürfen +++

(19.04.2020, 20:20 Uhr)

Die Bundesregierung will angesichts der geltenden Kontaktbeschränkungen Betriebsräten laut einem Medienbericht ermöglichen, Beschlüsse auch in Telefon- und Videokonferenzen zu fassen. Das sehe ein Gesetzentwurf vor, für den es am Montag im Bundestag eine Verbändeanhörung gebe, berichtet die «Süddeutsche Zeitung». Bisher muss ein Betriebsrat Beschlüsse mit der Mehrheit der Stimmen «der anwesenden Mitglieder» fassen.

Die Gewerkschaften tragen die Änderung mit, weil sie bis Jahresende befristet sein soll, wie DGB-Chef Reiner Hoffmann der Zeitung sagte. Es gibt dem Bericht zufolge aber Befürchtungen, dass im Falle einer dauerhaften Änderung Arbeitgeber das ausnutzen und etwa Betriebsräten von Filialen die Fahrt zur Sitzung der Arbeitnehmervertretung verweigern könnten. (dpa)

+++ Mehr als 2000 Todesopfer insgesamt wegen Covid-19 in der Türkei +++

(19.04.2020, 20:15 Uhr)

Die Gesamtzahl der Corona-Toten in der Türkei ist auf mehr als 2000 gestiegen. In 24 Stunden seien 127 Menschen der Krankheit erlegen, teilte Gesundheitsminister Fahrettin Koca am Sonntag via Twitter mit. Insgesamt sind in der Türkei damit 2017 Todesfälle durch Covid-19 gemeldet. In 24 Stunden seien zudem 3977 Menschen positiv auf das Coronavirus getestet worden. Die Gesamtzahl der Coronavirus-Fälle in der Türkei stieg damit auf 86.306.

In dem Land mit seinen rund 83 Millionen Einwohnern wurden bislang rund 634.000 Tests durchgeführt. Den Daten der Johns-Hopkins-Universität in den USA zufolge liegt die Türkei inzwischen auf Platz acht der am schwersten von Infektionen betroffenen Länder und damit knapp vor dem Iran.

Die türkische Regierung hat bisher darauf verzichtet, eine landesweite Ausgangssperre zu verhängen - auch, um die bereits angeschlagene Wirtschaft nicht zu beeinträchtigen. Sie hat allerdings 48-stündige Ausgangssperren übers Wochenende in 31 Städten und Provinzen eingeführt, darunter in Istanbul, Ankara und Izmir. Die Maßnahme endet um Mitternacht.

Am Samstag hatte die Türkei Reisebeschränkungen für dieselben 31 Städte und Provinzen um zwei Wochen verlängert. Die Grenzen der betroffenen Regionen bleiben damit für Reisen auf dem Land-, Luft- und Seeweg geschlossen - ausgenommen ist der Transport unverzichtbarer Güter. Die betroffenen Städte sind bereits seit zwei Wochen weitgehend abgeschottet.

Zudem gilt eine landesweite Ausgangssperre für Menschen ab 65 Jahren, chronisch Kranke und - mit Ausnahmen - für Menschen unter 20 Jahren. Schulen und Universitäten, Cafés und Bars sind geschlossen, Großveranstaltungen und gemeinsame Gebete in Moscheen verboten. In Supermärkten und anderen belebten Orten gilt eine Maskenpflicht. (dpa)

+++ Giorgio Armani sieht Corona-Krise als Chance für die Fashionindustrie +++

(19.04.2020, 20:07 Uhr)

Italian designer Giorgio Armani acknowledges the applause at the end of his Fall/Winter 2006/2007 men's collection fashion show during Milan Fashion Week January 19, 2006. REUTERS/Max Rossi Pictures of the Month January 2006
Designer Giorgio Armani hofft nach der Corona-Krise auf einen Wandel in der Modeindustrie (Bild: Reuters)

"Was gerade geschieht, berührt mich zutiefst", sagt Giorgio Armani (85) in Bezug auf die Coronavirus-Pandemie. Im Gespräch mit der "Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung" berichtet der italienische Modedesigner davon, das Gefühl zu haben, aktuell "vieles bewegen zu müssen, und zwar in unterschiedlichen Bereichen". Die Krise wolle er nutzen, um an einer besseren Zukunft zu arbeiten - vor allem in der Fashionindustrie. (Spot on News)

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+++ New Yorks Gouverneur: Corona-Höhepunkt in Kliniken wohl überschritten +++

(19.04.2020, 19:56)

Die Zahl der Corona-Patienten in den Krankenhäusern im besonders schwer von Covid-19 betroffenen US-Bundesstaat New York ist weiter rückläufig. «Wenn dieser Trend anhält, haben wir den Höhepunkt überschritten», sagte der New Yorker Gouverneur Andrew Cuomo am Sonntag bei seiner täglichen Pressekonferenz. Doch auch damit sei gerade erst eine Halbzeit in der Corona-Krise erreicht, mahnte der Demokrat. An den strikten Maßnahmen zur Eindämmung der Virusausbreitung müsste weiter festgehalten werden. Die Ausgangsbeschränkungen waren kürzlich bis Mitte Mai verlängert worden.

Cuomo kündigte umfangreiche Antikörper-Testreihen in dem Bundesstaat mit rund 19 Millionen Einwohnern an, um ein genaueres Bild von der Verbreitung des Virus zu bekommen. Dabei werden Antikörper im Blut nachgewiesen, die eine überstandene Coronavirus-Infektion belegen sollen.

Insgesamt sind im Bundesstaat New York nach Angaben der Johns Hopkins Universität in Baltimore nun bereits mehr als 242 000 Menschen infiziert worden. Über 17 600 Menschen seien dort an den Folgen von Covid-19-Erkrankungen gestorben. (dpa)

+++ Südkorea lockert einige Anti-Corona-Regeln für Bürger +++

(19.04.2020, 19:23)

Trotz deutlich rückläufiger Zahlen bei den Neuerkrankungen mit dem Coronavirus will Südkorea an seiner Politik zur Vermeidung sozialer Kontakte vorerst festhalten. Allerdings kündigte Ministerpräsident Chung Sye Kyun am Sonntag einige Lockerungen der Beschränkungen für Kirchen, Unterhaltungseinrichtungen, private Paukschulen und Sportveranstaltungen an.

Die Maßnahmen der von den Behörden so genannten «erweiterten sozialen Distanz» sollen jetzt zunächst bis zum 5. Mai beibehalten werden. Mit Blick auf den Schutz vor Sars-CoV-2 sei es das Sicherste, sagte Chung. Doch die Maßnahmen umzusetzen, sei in der Realität nicht einfach. «Wir müssen einen Mittelweg finden.» (dpa)

+++ Laschet will mehr Staatshilfen für die Autobranche +++

(19.04.2020, 18:59)

Nordrhein-Westfalens Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) fordert mehr staatliche Unterstützung für die von der Corona-Krise schwer getroffene Autobranche. «Unsere Automobilwirtschaft braucht schnell Perspektiven für Umsatz, Liquidität und Wachstum», sagte Laschet dem «Handelsblatt» (Montag). «Wir werden sehr bald über intelligente Impulse für Investitionen sprechen müssen.» In diesem Zusammenhang fordert der Politiker einen baldigen Autogipfel.

Die in der vergangenen Woche beschlossene Öffnung der Autohäuser könne nur dann Wirkung entfalten, wenn nun auch die digitale Zulassung und schnelle Genehmigungen für den Bau von Ladesäulen folgen, sagte Laschet weiter.

Die Folgen der Virus-Pandemie trafen die Autobranche hart. Die Hersteller stoppten in vielen Regionen die Produktion, die nun bald teilweise wieder hochgefahren werden soll. Zumindest aus China kamen jüngst Nachrichten, die Hoffnung machten. So hatte etwa Volkswagen zuletzt von deutliche Zeichen für eine Erholung des wichtigen Geschäfts in China gesprochen.

Allerdings ringen die deutschen Autobauer aktuell nicht nur mit der Corona-Krise, sondern auch mit dem Wandel hin zu Elektromobilität, der Milliarden verschlingt. (dpa)

+++ Führende SPD-Politiker fordern in Corona-Krise Mehrbelastung für Reiche +++

(19.04.2020, 18:27)

Führende SPD-Politiker haben in der Corona-Krise eine stärkere Belastung von Menschen mit hohen Einkommen gefordert. Eine Entlastung bräuchten jetzt "alle, die der Krise nicht mit einem satten Finanzpolster begegnen können", sagte SPD-Chef Norbert Walter-Borjans den Zeitungen der Funke Mediengruppe mit Blick auf Arbeitnehmer, Kurzarbeiter, Rentner und Gewerbetreibende. Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) stellte eine baldige Anhebung des Kurzarbeitergeldes in Aussicht. (AFP)

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+++ Abkehr von telefonischer Krankschreibung stößt auf Kritik +++

(19.04.2020, 18:20)

Die Abkehr des Gemeinsamen Bundesausschusses (G-BA) von der Möglichkeit der Krankschreibung per Telefon stößt parteiübergreifend auf scharfe Kritik. Der SPD-Gesundheitsexperte Karl Lauterbach sowie Bayerns Gesundheitsministerin Melanie Huml (CSU) warnten am Samstag übereinstimmend vor einer Gefährdung für Ärzte, Praxispersonal und Patienten. Auch die Kassenärztliche Bundesvereinigung distanzierte sich von dem am Freitag erfolgten Beschluss. (AFP)

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+++ Grüne wollen Besuche in Pflegeeinrichtungen ermöglichen +++

(19.04.2020, 18:19)

Die Grünen wollen mit einem Sieben-Punkte-Plan der Isolation und Vereinsamung von gefährdeten Personengruppen in der Corona-Krise entgegenwirken. Unter anderem sollen "Besuchsverbote in Pflegeeinrichtungen so weit wie möglich verhindert werden", heißt es in dem Papier, das den Zeitungen der Funke Mediengruppe (Montagsausgaben) nach eigenen Angaben vorliegt. (AFP)

+++ Skandal um Seniorenresidenz in Kanada: 31 Tote +++

(19.04.2020, 18:07)

Die Zustände zeigen ein grauenhaftes Bild: In einem kanadischen Seniorenheim wurden die Bewohner inmitten der Corona-Krise weitesgehend sich selbst überlassen. Die Behörden ermitteln. (dpa)

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+++ Spaniens Regierung will Ausgangssperre erneut verlängern +++

(19.04.2020, 18:06)

In der Corona-Krise will die spanische Regierung den Notstand und die Ausgangssperre im ganzen Land erneut um zwei weitere Wochen bis Mitternacht des 9. Mai verlängern. Das kündigte Ministerpräsident Pedro Sánchez am späten Samstagabend in einer Rede an die Nation an. Über die Verlängerung des sogenannten Alarmzustandes, der dritthöchsten Notstandsstufe, wird das Parlament wieder abstimmen müssen. Es wird jedoch eine breite Unterstützung auch der Opposition erwartet.

Der sozialistische Politiker verkündete derweil auch die Absicht, die strikte, seit dem 15. März geltende Ausgangssperre ab dem 27. April vor allem für Kinder bis zwölf Jahre etwas zu lockern. Über die Maßnahmen zur Lockerung sei allerdings noch nichts entschieden worden, sagte Sánchez. Gegebenenfalls werde man diese Maßnahmen auf die Entwicklung der Pandemie in den verschiedenen Regionen des Landes anpassen.

Man mache langsame und konstante Fortschritte im Kampf gegen das Coronavirus, betonte der Regierungschef. "Wir sehen am Horizont einen langsamen Marsch in Richtung einer neuen Normalität", sagte er. (dpa)

+++ Einige Strände in Florida öffnen trotz Corona-Krise wieder +++

(19.04.2020, 18:04)

Surfen und spazieren gehen erlaubt, sonnenbaden verboten: Im Norden des US-Bundesstaates Florida sind einige Strände trotz der anhaltenden Corona-Krise unter verschärften Bedingungen wieder geöffnet worden. In einem Tweet rief die Behörde für Krisenmanagement der Stadt Jacksonville Bürger am Samstag dazu auf, beim Strandbesuch einen Abstand von rund zwei Metern zu anderen Menschen einzuhalten.

"Das kann der Beginn des Weges zurück zum normalen Leben sein", sagte Bürgermeister Lenny Curry am Freitag laut einer Mitteilung und appellierte an die Menschen, sich an die geltenden Einschränkungen zu halten. Am Strand seien zum Beispiel weder Grills noch Stühle oder Decken erlaubt. Zudem gelten begrenzte Öffnungszeiten in den Morgen- und frühen Abendstunden. (dpa)

+++ Knapp 13 000 freie Intensivbetten in Deutschland +++

(19.04.2020, 17:01)

In Deutschland sind nach aktuellen Zahlen der Deutschen Interdisziplinären Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin (DIVI) fast 13 000 Intensivbetten frei. Insgesamt verfügten die Kliniken über mindestens 30 000 Betten, teilte die Vereinigung am Sonntag mit. Man habe endlich eine verlässliche Übersicht über alle Intensivkapazitäten in Deutschland erreicht, sagte DIVI-Präsident Uwe Janssens. Dieses Wissen verschaffe Medizinern und Politikern eine kleine Atempause – nicht zu verwechseln mit falscher Euphorie. «Wir sind noch lange nicht über den Berg!»

Wegen der Corona-Pandemie sind seit kurzem alle deutschen Kliniken mit Intensivbetten dazu verpflichtet, die Belegung an die DIVI zu melden, wo sie in einem online frei zugänglichen Register festgehalten werden. Mehr als 95 Prozent der Krankenhäuser meldeten inzwischen ihre freien und belegten Intensivbetten täglich. Die 100-Prozent-Abdeckung werde in der kommenden Woche erwartet, hieß es. Der Blick auf die Deutschlandkarte verdeutliche ein Nord-Süd- sowie ein Ost-West-Gefälle: Prozentual würden die meisten Coronapatienten in Süddeutschland und im Westen der Republik intensivmedizinisch versorgt. Im Nordosten sei die Lage noch verhältnismäßig entspannt. (dpa)

+++ Mindestens 15 deutschsprachige Firmen suchen Corona-Mittel +++

(19.04.2020, 17:00)

Mindestens 15 Unternehmen im deutschsprachigen Raum arbeiten an Medikamenten gegen das neue Coronavirus, 7 an Impfstoffen. Das geht aus einer Mitteilung der drei Pharmaverbände vfa, Bio Deutschland und Pharmig vom Sonntag hervor. Dabei erhoben die Verbände keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Mit einer interaktiven Karte im Internet zeigen sie, an welchen Orten in Deutschland, Österreich und der Schweiz zum Coronavirus geforscht wird und was die Unternehmen genau machen. Die Karte werde stetig aktualisiert. Die Unternehmen würden intensiv untereinander und mit weiteren Firmen kooperieren.

In Deutschland sind bis Sonntagnachmittag mehr als 141 900 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Mindestens 4400 damit Infizierte sind bislang bundesweit gestorben. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Nach RKI-Schätzungen haben in Deutschland rund 88 000 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle. (dpa)

+++ Stadt Dresden verteilt 200 000 Schutzmasken +++

(19.04.2020, 16:58)

Zum Beginn der Mundschutzpflicht in Bahnen, Bussen und Geschäften in Sachsen verteilt die Stadt Dresden von diesem Montag an 200 000 Schutzmasken. Die Ausgabe beginne um 11.00 Uhr an der Goldenen Pforte des Rathauses, teilte die Stadt am Sonntag mit. Jeder Dresdener, der keine eigene Möglichkeit sehe, sich eine Mund-Nasen-Bedeckung zu besorgen, solle eine Maske erhalten, hieß es. Sachsen führt an diesem Montag als erstes Bundesland eine Mundschutzpflicht im Einzelhandel und im öffentlichen Nahverkehr ein. (dpa)

+++ Mindestens 15 deutschsprachige Firmen suchen Corona-Mittel +++

(19.04.2020, 16:56)

Mindestens 15 Unternehmen im deutschsprachigen Raum arbeiten an Medikamenten gegen das neue Coronavirus, 7 an Impfstoffen. Das geht aus einer Mitteilung der drei Pharmaverbände vfa, Bio Deutschland und Pharmig vom Sonntag hervor. Dabei erhoben die Verbände keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Mit einer interaktiven Karte im Internet zeigen sie, an welchen Orten in Deutschland, Österreich und der Schweiz zum Coronavirus geforscht wird und was die Unternehmen genau machen. Die Karte werde stetig aktualisiert. Die Unternehmen würden intensiv untereinander und mit weiteren Firmen kooperieren.

In Deutschland sind bis Sonntagnachmittag mehr als 141 900 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden. Mindestens 4400 damit Infizierte sind bislang bundesweit gestorben. Das geht aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Nach RKI-Schätzungen haben in Deutschland rund 88 000 Menschen die Infektion überstanden. Wie für andere Länder rechnen Experten auch in Deutschland mit einer hohen Dunkelziffer nicht erfasster Fälle. (dpa)

+++ Slowenien lockert den Lockdown - Stichprobe nach Wiener Vorbild +++

(19.04.2020, 16:54)

Das EU-Land Slowenien leitet erste Lockerungen der Maßnahmen zur Zurückdrängung der Corona-Pandemie ein. Baumärkte, Technikläden und Möbelgeschäfte können an diesem Montag ebenso wieder öffnen wie Wäschereien, Kfz-Werkstätten und Reparaturgeschäfte. Auch Anstreicher für Außenarbeiten, Dachdecker, Gärtnereibetriebe und Drive-by-Imbisse dürfen wieder ihre Tätigkeit aufnehmen. Friseurläden, Schönheitssalons und Geschäfte mit einer Verkaufsfläche von weniger als 400 Quadratmetern sollen den Plänen zufolge zwei Wochen später öffnen.

Die Pandemie hatte sich in dem zwischen Alpen und Adria gelegenen Land zunächst relativ rasch ausgebreitet. Durch einschränkende Maßnahmen konnte aber der Zuwachs gestoppt werden. Unter anderen dürfen die Bürger das Gebiet ihrer Wohnsitzgemeinde nicht ohne Ausnahmegenehmigung verlassen. Inzwischen verdoppelt sich die Zahl der nachgewiesenen Ansteckungen in nur mehr 21 Tagen. (dpa)

+++ Deutsche Post will keine Schutzmasken für Mitarbeiter +++

(19.04.2020, 16:13)

Die Deutsche Post hat sich gegen eine flächendeckende Ausstattung der Brief- und Paketzusteller mit Atemschutzmasken ausgesprochen. "Bei einer Ausstattung aller Beschäftigten in Deutschland mit Masken rechnen wir mit einem Bedarf von einer Million Stück pro Woche", sagte der Betriebschef der Deutschen Post, Thomas Schneider, der "Westdeutschen Allgemeinen Zeitung". "Wir sehen eine flächendeckende Ausstattung unserer Zusteller mit FFP2-Masken kritisch, da zu erwarten ist, dass diese Masken dann in Kliniken oder Pflegeeinrichtungen fehlen würden."

+++ Scholz stellt Hoteliers und Gastronomen Finanzhilfen in Aussicht +++

(19.04.2020, 15:33)

Bundesfinanzminister Olaf Scholz (SPD) stellt den von der anhaltenden Schließung in der Corona-Krise besonders betroffenen Hoteliers und Restaurantbetreibern finanzielle Unterstützung in Aussicht. "Natürlich schauen wir genau, ob und wo wir gezielt weitere Hilfen benötigen. Wir haben vor allem jene Branchen im Blick, für die es noch nicht so schnell wieder losgeht. Das Hotel- und Gaststättengewerbe gehört sicherlich dazu", sagte Scholz der "Welt am Sonntag". (Bild: AFP)

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+++ “Stay Home” auf den Pyramiden in Gizeh +++

(19.04.2020, 15:07)

So schön leuchten die Pyramiden von Gizeh (Bild: AFP)
So schön leuchten die Pyramiden von Gizeh (Bild: AFP)

Eine nicht zu übersehende Botschaft in der Corona-Krise: "Bleiben Sie zuhause" ist groß auf eine der Pyramiden in Gizeh nahe der ägyptischen Hauptstadt Kairo projiziert. (AFP)

+++ Mindestens 17 Coronafälle in Flüchtlingslager in Panama +++

(19.04.2020, 15:07)

In einer Herberge für Migranten und Flüchtlinge im Südosten von Panama haben sich mindestens 17 Menschen nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert. Die Patienten seien von den restlichen Bewohnern des Lagers in der Region Darién nahe der Grenze zu Kolumbien getrennt worden, berichtete die Zeitung «La Prensa» am Sonntag unter Berufung auf das Gesundheitsministerium und den Grenzschutz. Insgesamt halten sich in dem Camp über 1900 Menschen vor allem aus Kuba, Haiti und Nordafrika auf.

Normalerweise bringen die panamaischen Behörden die Migranten von der kolumbianischen Grenze zur Grenze mit Costa Rica, damit sie ihren Weg Richtung USA fortsetzen können. Wegen der Coronakrise müssen sie nun allerdings vorerst in dem Lager in der Ortschaft La Peñita bleiben. Die Anlagen seien gereinigt und desinfiziert worden, teilte das Sicherheitsministerium mit. Zudem würden neue Unterkünfte für Kranke gebaut.

In Panama haben sich bislang 4273 Menschen nachweislich mit dem neuartigen Coronavirus infiziert, 120 Patienten sind im Zusammenhang mit der Lungenkrankheit Covid-19 gestorben. Die Regierung des mittelamerikanischen Landes hat recht strenge Ausgangsbeschränkungen angeordnet, um die Verbreitung des Coronavirus zu bremsen. (dpa)

+++ Laschet: "Wenn man Läden öffnet, darf man auch in Kirchen beten" +++

(19.04.2020, 14:52)

Der nordrhein-westfälische Ministerpräsident Armin Laschet (CDU) hat sich dafür ausgesprochen, Kirchen, Synagogen und Moscheen möglichst bald wieder zu öffnen. «Wenn man Läden öffnet, darf man auch in Kirchen beten», sagte Laschet am Sonntag im Deutschlandfunk. Dass sich Menschen nicht zu Gottesdiensten treffen dürften, sei eine massive Einschränkung der Grundrechte, die man jeden Tag aufs Neue begründen müsse. Von Montag an dürfen vielerorts kleinere Geschäfte, aber auch Auto- und Möbelhäuser wieder die Türen öffnen.

North Rhine Westphalia State Premier Armin Laschet of the Christian Democratic Union (CDU) holds a speech during the CDU party's Ash Wednesday event in Kirchveischede, Germany, February 26, 2020. REUTERS/Leon Kuegeler
Armin Laschet ist dafür, auch die Kirchen für Besucher zu öffnen (Bild: Reuters)

Vertreter von Religionsgemeinschaften und Kirchen wollen in den kommenden Tagen gemeinsam mit Bund und Ländern ein Konzept erarbeiten, wie Gottesdienste in Deutschland bei Einhaltung der Hygieneregeln zum Schutz vor Corona schrittweise wieder möglich werden. Sachsen will schon ab diesem Montag unter bestimmten Bedingungen wieder öffentliche Gottesdienste erlauben. Teilnehmen dürfen daran maximal 15 Gläubige. (dpa)

+++ Bayern: Keine Klausuren mehr vor den Abiturprüfungen +++

(19.04.2020, 13:55)

Angehende Abiturienten müssen vor dem Start der Abiturprüfungen in Bayern keine Klausuren mehr schreiben. Das gilt für die Gymnasien und die Fach- und Berufsoberschulen. Die Schüler könnten sich damit voll auf ihr Abitur konzentrieren, sagte Kultusminister Michael Piazolo (Freie Wähler) am Sonntag der Deutschen Presse-Agentur in München. Ab dem 27. April wird damit nur noch gezielte Prüfungsvorbereitung in den Prüfungsfächern angeboten - und das wegen der coronabedingten Auflagen in kleineren Gruppen. Die Abiturprüfungen an den Gymnasien in Bayern beginnen am 20. Mai. An den Fach- und Berufsoberschulen starten sie ab dem 18. Juni. (dpa)

+++ Boris Johnson "erholt sich und ist gut gelaunt" +++

(19.04.2020, 13:43)

Eine Woche nach seiner Entlassung aus dem Krankenhaus geht es dem an der Lungenkrankheit Covid-19 erkrankten britischen Premierminister Boris Johnson nach Regierungsangaben deutlich besser. Johnson "erholt sich gut und ist gut gelaunt", sagte Vize-Premierminister Michael Gove am Sonntag dem Sender Sky News. Kritik am Krisenmanagement der Regierung wies Gove zurück.

Conservatives' British Prime Minister Boris Johnson gestures while speaking after winning his seat at the counting centre in Britain's general election in Uxbridge, Britain, December 13, 2019. REUTERS/Toby Melville     TPX IMAGES OF THE DAY
Boris Johnson hat sich inzwischen von seiner Coronavirus-Infektion erholt (Bild: Reuters)

Johnson habe die "Lage absolut im Griff" und einen guten Überblick über die Regierungsgeschäfte, sagte Gove. Der Premier habe mit Außenminister Dominic Raab gesprochen, der dessen "Anweisungen" in einer Telefonschalte am Samstag an die Kabinettsmitglieder übermittelt habe. (AFP)

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+++ WHO: Viele Staaten nicht gut auf Epidemien vorbereitet +++

(19.04.2020, 13:31)

Die Weltgesundheitsorganisation WHO attestiert vielen Staaten einem Medienbericht zufolge keine gute Pandemie-Vorbereitung. Die meisten Staaten weltweit seien schlecht bis mittelmäßig auf Epidemien vorbereitet, zitiert der «Spiegel» aus einem Positionspapier für eine für Sonntag angesetzt Videokonferenz der Gesundheitsminister der G20-Staaten zur Corona-Krise.

Nur ein Drittel der Länder könne Seuchenausbrüche entdecken und darauf reagieren, heißt es laut «Spiegel» in dem Papier. Selbst hoch entwickelte Gesundheitssysteme hätten dann nur noch «begrenzte Kapazitäten», grundlegende Leistungen zu erfüllen. Dem Bericht zufolge prophezeit die WHO, in armen Ländern mit schwächeren Systemen würden die Folgen der Corona-Pandemie «verheerend sein».

Laut «Spiegel» moniert die WHO zudem, es mangele an gut ausgebildeten Mitarbeitern und Infrastrukturen in den Gesundheitssystemen und es fehlten robuste Lieferketten und Logistik, um dringend benötigte medizinische Ausrüstung zu beschaffen. Die internationale Zusammenarbeit funktioniere schlecht, vor allem weil «die WHO nicht in die Lage versetzt wird, Koordination und Kooperation zu ermöglichen». (dpa)

+++ ECDC: Mittlerweile eine Million Corona-Infektionen in Europa erfasst +++

(19.04.2020, 13:00)

In Europa sind mittlerweile mehr als eine Million Infektionen mit dem Coronavirus nachgewiesen worden. Bis Sonntagmittag erfasste das Europäische Zentrum für die Prävention und die Kontrolle von Krankheiten (ECDC) dort insgesamt 1 018 221 Covid-19-Fälle, wie aus Zahlen auf der Webseite der EU-Agentur hervorging. Mit Spanien, Italien, Deutschland, Frankreich und Großbritannien kommen mittlerweile fünf europäische Länder auf sechsstellige Infektionszahlen. Covid-19-Todesfälle gab es europaweit demnach bislang 98 852, davon die meisten in Italien, Spanien, Frankreich, Großbritannien und Belgien.

Für den Europäischen Wirtschaftsraum (EWR) - das sind die Staaten der EU sowie Norwegen, Island und Liechtenstein - einschließlich Großbritannien kam das in Solna bei Stockholm ansässige Zentrum auf 926 333 gemeldete Infektionen sowie 96 779 Todesfälle. Zahlen aus Ländern wie die Schweiz, Russland und verschiedenen kleineren europäischen Staaten werden hierbei aber nicht eingerechnet.

Weil in allen Ländern von einer unweit höheren Dunkelziffer ausgegangen wird, geben die Statistiken nicht die tatsächliche Zahl der Infektionen wieder. Dabei spielt vielerorts unter anderem eine Rolle, dass die Testkapazitäten begrenzt sind und Infektionen mit mildem Verlauf nicht erkannt werden. (dpa)

+++ Mehr als 140 400 Corona-Nachweise in Deutschland - 4289 Tote +++

(19.04.2020, 12:04)

In Deutschland sind bis Sonntagvormittag mindestens 140 478 Infektionen mit dem neuen Coronavirus registriert worden (Samstagabend Stand 20.30 Uhr: Mehr als 140 448 Infektionen). Mindestens 4289 mit dem Erreger Sars-CoV-2 Infizierte sind den Angaben zufolge bislang bundesweit gestorben (Samstagabend Stand 20.30 Uhr: 4288). Die Zahlen gehen aus einer Auswertung der Deutschen Presse-Agentur hervor, die die neuesten Zahlen der Bundesländer berücksichtigt. Um 10.30 am Samstag lagen keine aktualisierten Daten der Länder vor, daher gibt es keine 24-Stunden-Vergleichszahlen.

Nach Schätzungen des Robert Koch-Instituts (RKI) lag die Ansteckungsrate am Samstag leicht höher als am Freitag. Die Reproduktionszahl stieg von 0,7 auf 0,8. Allerdings wurde eine hohe statistische Schwankungsbreite von 0,7 bis 1 angegeben. Das heißt in jedem Fall, ein Mensch steckt im Schnitt einen oder weniger als einen anderen an. (dpa)

+++ Georgier gehen trotz Ausgangsbeschränkungen zu Ostermessen +++

(19.04.2020, 11:42)

Eigentlich herrschen in Georgien strikte Ausgangsbeschränkungen, mehr als drei Menschen dürfen sich nicht zusammen aufhalten. Im Vorfeld des orthodoxen Osterfestes gab es aber massiven Druck der einflussreichen Kirche, so dass die Regierung schließlich ungeachtet der Corona-Auflagen das Abhalten von Ostermessen erlaubte. (AFP)

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+++ Australien fordert Untersuchung des weltweiten Umgangs mit Corona-Krise +++

(19.04.2020, 11:35)

Australien hat eine unabhängige Untersuchung des weltweiten Umgangs mit der Corona-Pandemie gefordert. Auch das Vorgehen der Weltgesundheitsorganisation WHO müsse auf den Prüfstand, sagte Außenministerin Marise Payne dem öffentlich-rechtlichen Sender ABC am Sonntag. Zudem müsse das Krisenmanagement der chinesischen Regierung zu Beginn des Ausbruchs untersucht werden. Die australische Regierung wolle Details über den Ursprung des Virus, den Umgang mit der Pandemie und die Transparenz bei der Informationsweitergabe. (AFP)

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+++ ESM-Chef rechnet mit Bedarf an weiteren Corona-Hilfsmilliarden +++

(19.04.2020, 11:29)

In der Corona-Krise erwartet der Chef des Eurorettungsschirms ESM, Klaus Regling, einen Bedarf von mindestens weiteren 500 Milliarden Euro an Hilfsgeldern aus europäischen Töpfen. Zum Vergleich: Der deutsche Bundeshaushalt sieht in diesem Jahr Ausgaben von rund 484 Milliarden Euro vor. «Es könnte aber mehr sein», sagte er der italienischen Zeitung «Corriere della Sera» (Sonntag). Dafür müsse man über neue Kriseninstrumente nachdenken, aber auch bestehende Möglichkeiten wie den EU-Haushalt nutzen.

Die EU-Staaten haben kürzlich nach zähen Verhandlungen ein erstes Hilfspaket von mehr als 500 Milliarden Euro für Arbeitnehmer, Firmen und schlingernde Staaten in der Corona-Krise geschnürt. (dpa)

+++ Ärztekammerpräsident fordert, Besuche im Altenheim zu ermöglichen +++

(19.04.2020, 11:23)

Bundesärztekammer-Präsident Klaus Reinhardt fordert, dass Besuche im Altenheim auch während der Corona-Krise ermöglicht werden sollten. Bedingung dafür sei allerdings, dass Angehörige Schutzkleidung tragen, sagte Reinhardt der in Bielefeld erscheinenden «Neuen Westfälischen» (Samstagausgabe).

Dass zunächst noch Kitas geschlossen und junge Schüler zuhause bleiben, ist nach Angaben von Reinhardt aus medizinischer Sicht sinnvoll. «Weil jüngere Kinder die aktuelle Situation und damit verbundene Einschränkungen wie Abstand halten noch nicht so gut verstehen.» Nötig sei aber eine baldige Perspektive, die ein schrittweises Öffnen der Kitas und Grundschulen möglich mache, so Reinhardt. (dpa)

+++ Sächsische Polizei trägt ab Montag Schutzmasken +++

(19.04.2020, 11:14)

In Sachsen sollen die Polizisten von diesem Montag an Schutzmasken tragen. Die Bediensteten seien angehalten, den dienstlich gelieferten, textilen und waschbaren Mund-Nase-Schutz, die sogenannte Community-Maske, grundsätzlich bei Bürgerkontakten zu tragen, teilte das Landespolizeipräsidium am Sonntag in Dresden mit. Auch bei Zusammenkünften im Innendienst werde die Maske dringend empfohlen.

In Sachsen werden an diesem Montag die ersten Auflagen im Kampf gegen das Corona-Virus gelockert, und zwar stärker als in anderen Bundeländern. Unter anderem sollen die ersten Abschlussklassen in die Schulen zurückkehren. Die sächsische Landesregierung hat wegen der Lockerungen - als erste in ganz Deutschland - eine Maskenpflicht für den öffentlichen Nahverkehr und den Einzelhandel beschlossen. (dpa)

+++ Philologenverband fordert Leihcomputer für alle Schüler +++

(19.04.2020, 10:57)

Der Deutsche Philologenverband hat wegen der Corona-Krise die flächendeckende Ausgabe von Leihcomputern an Schüler gefordert. Die Schulen sollten die Geräte im Klassensatz verleihen, "damit alle das gleiche Endgerät haben", verlangte die Verbandsvorsitzende Susanne Lin-Klitzing in der "Welt am Sonntag". Finanziert werden solle dies mit Mitteln aus dem Digitalpakt. (AFP)

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+++ Virtuelles Corona-Benefiz-Konzert ein voller Erfolg +++

(19.04.2020, 10:40)

Wohnzimmer-Konzerte für den Kampf gegen Corona: Dutzende Weltstars, darunter die Rolling Stones und Beyoncé, haben am Wochenende ein virtuelles Corona-Benefizkonzert gegeben. Mit Hits wie "You Can't Always Get What You Want" richteten sich die Pop-Ikonen von ihren Wohnzimmern und Terrassen aus an Ärzte, Krankenpfleger und Fans in aller Welt. Aus Anlass des Konzertes sammelten die Musiker umgerechnet 32 Millionen Euro Spenden für medizinische Hilfsorganisationen und die Weltgesundheitsorganisation. (AFP)

Das ganze Konzert können Sie sich hier noch einmal ansehen:

+++ Laborleiter: Institut in Wuhan ist nicht Ursprung des Virus +++

(19.04.2020, 10:18)

Der Chef des Instituts für Virologie in der zentralchinesischen Stadt Wuhan hat amerikanische Vorwürfe zurückgewiesen, dass das neue Coronavirus aus seinem Labor stammen könnte. «Das Virus ist auf keinen Fall von uns gekommen», sagte Yuan Zhiming in einem am Sonntag in chinesischen Medien verbreiteten Interview des Staatsfernsehens.

«Wir wissen genau, welche Virus-Forschung in dem Institut vorgeht und wie mit Viren und Proben umgegangen wird», sagte er. Auch habe sich niemand in seinem Labor mit dem Sars-CoV-2-Virus infiziert (dpa)

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+++ Bis zu 1000 Deutsche warten noch auf Rückkehr nach Hause +++

(19.04.2020, 9:59)

Nach der weltweiten Rückholaktion für 240.000 in der Corona-Krise gestrandete Deutsche bemüht sich das Auswärtige Amt noch um rund 1000 Bundesbürger, die ausgeflogen werden sollen. Noch immer warteten "einige hundert bis tausend Gestrandete auf eine Rückkehrmöglichkeit", sagte Bundesaußenminister Heiko Maas (SPD) der "Bild am Sonntag". (AFP)

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Für viele Touristen ist der Traumurlaube zu Reisealptraumen geworden (Bild: Sakchai Lalit/AP/dpa)
Für viele Touristen ist der Traumurlaube zu Reisealptraumen geworden (Bild: Sakchai Lalit/AP/dpa)

+++ Arbeitsminister Heil für Anhebung von Kurzarbeitergeld +++

(19.04.2020, 9:40)

Bundesarbeits- und Sozialminister Hubertus Heil hat sich für eine Anhebung des Kurzarbeitergeldes in der Corona-Krise ausgesprochen. «Nicht nur für Geringverdiener, auch für Facharbeiter bedeutet Kurzarbeit einen erheblichen Einbruch. Miete und Rechnungen müssen ja weiterbezahlt werden. Deswegen suchen wir in der Regierung und mit den Sozialpartnern intensiv nach einer Lösung», sagte der SPD-Politiker der «Neuen Osnabrücker Zeitung» (Samstag).

Kurzarbeit gilt in Politik und Wirtschaft als probates Mittel für Unternehmen, um einige Wochen oder Monate der Flaute zu überbrücken, ohne Mitarbeiter entlassen zu müssen. Die Beschäftigten erhalten dann 60 Prozent - mit Kindern 67 Prozent - des Nettoverdienstausfalles. In einigen Branchen stocken die Arbeitgeber das Kurzarbeitergeld aber nach tariflichen Vereinbarungen auf. (dpa)

+++ Körperkontakt mit Baby trotz Corona-Infektion möglich +++

(19.04.2020, 9:32)

Mütter mit Corona-Infektion sollten ihre neugeborenen Babys stillen und mit ihnen kuscheln dürfen. Das empfehlen Experten der Deutschen Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe: «Mütter und Säuglinge sollten in die Lage versetzt werden, kontinuierlich zusammenzubleiben und Hautkontakt durchzuführen – Tag und Nacht, insbesondere unmittelbar nach der Geburt.» Auch das Stillen wird empfohlen. (dpa)

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+++ Israel lockert Corona-Beschränkungen +++

(19.04.2020, 9:17)

Israel hat am Sonntag mehrere Regeln zum Schutz vor dem Coronavirus gelockert. Die Regierung hatte den von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu angekündigten Schritt in der Nacht gebilligt. Anstatt bislang 15 Prozent dürfen nun 30 Prozent der Angestellten wieder zurück an ihren Arbeitsplatz kommen, unter Einhaltung strenger Hygieneregeln. Wer gegen die Maskenpflicht verstößt, dem droht ein Strafgeld von umgerechnet 50 Euro.

Netanjahu hatte am Samstagabend gesagt, die Lockerung sei möglich, weil Israel unter den OECD-Ländern vergleichsweise gut dastehe im Umgang mit der Corona-Krise. «Wir haben eine der niedrigsten Sterberaten», sagte er. (dpa)

+++ Arbeitsminister Heil: Grundrente möglicherweise rückwirkend auszahlen
+++

(19.04.2020, 8:49)

Wegen der Corona-Krise wird eine rückwirkende Auszahlung der geplanten Grundrente wahrscheinlicher. «Es kann sein, wenn wir das technisch zum 1. Januar nicht hinbekommen sollten, dass man ein paar Monate später rückwirkend zum 1. Januar auszahlt», bekräftigte Bundesarbeitsminister Hubertus Heil (SPD) am Samstagabend in einem Interview der ARD-«Tagesthemen».

Bereits zuvor hatte es in einer Regierungsäußerung geheißen, «der Vorschlag einer gestaffelten Umsetzung mit rückwirkender Zahlung der Grundrentenzuschläge für Bestandsrentner» sei «grundsätzlich in Betracht zu ziehen».

Die Bundesregierung hatte beschlossen, die Grundrente zum 1. Januar 2021 einzuführen. Damit sollen die Renten von rund 1,3 Millionen Menschen mit kleinen Bezügen aufgebessert werden. (dpa)

+++ Betreiber von Freibädern wollen Planungssicherheit +++

(19.04.2020, 8:32)

Vor dem Start der Freibadsaison in Deutschland drängen die Betreiber wegen der Corona-Krise auf Planungssicherheit. «Wir brauchen ein eindeutiges Signal», sagte der Geschäftsführer der Deutschen Gesellschaft für das Badewesen (DGfdB), Christian Ochsenbauer. Ähnlich äußerte sich der Städte- und Gemeindebund.

Normalerweise eröffnet die Freibadsaison im Mai (Bild: Hauke-Christian Dittrich/dpa)
Normalerweise eröffnet die Freibadsaison im Mai (Bild: Hauke-Christian Dittrich/dpa)

Die meisten Freibäder öffnen üblicherweise Mitte Mai – das gehe allerdings nicht von heute auf Morgen. «Das Hochfahren der technischen Anlagen und die Beprobung zur Sicherstellung der Hygiene von Badewasser und Trinkwasser benötigt bei Freibädern bis zu zwei Wochen», sagte Ochsenbauer. Obwohl noch unklar ist, ob und wann sie öffnen dürften, liefen in vielen Betrieben die üblichen Vorbereitungen für den Saisonstart. In einigen Kommunen habe man dagegen bereits entschieden, auf die Öffnung 2020 ganz zu verzichten, sagte Ochsenbauer. (dpa)

+++ Kanzleramtchef: Herdenimmunität gegen Corona keine taugliche Strategie +++

(19.04.2020, 8:20)

Kanzleramtschef Helge Braun hält die Strategie einer «Herdenimmunität» für untauglich im Kampf gegen das Corona-Virus in Deutschland. «Um nur die Hälfte der deutschen Bevölkerung in 18 Monaten zu immunisieren, müssten sich jeden Tag 73.000 Menschen mit Corona infizieren», sagte Braun der Deutschen Presse-Agentur in Berlin. «So hohe Zahlen würde unser Gesundheitssystem nicht verkraften und könnten auch von den Gesundheitsämtern nicht nachverfolgt werden. Die Epidemie würde uns entgleiten.»

Mit Herdenimmunität meinen Wissenschaftler die Immunität eines so großen Prozentsatzes der Bevölkerung nach einer Infektionswelle, dass die weitere Ausbreitung der Krankheit zum Erliegen kommt. «Eine Epidemie ist erst zu Ende, wenn ein Anteil von 60 bis 70 Prozent der Bevölkerung immun gegen das Virus ist», erklärte Braun, der selbst Arzt ist. «Die Wissenschaftler nennen das etwas schmeichelhaft Herdenimmunität.» Stattdessen setzt der CDU-Politiker auf den Kurs der Bundesregierung um Kanzlerin Angela Merkel: «Daher lautet die Strategie, Ansteckungen zu vermeiden und bezüglich der Immunität auf die Einsatzfähigkeit eines Impfstoffs zu warten.» (dpa)

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+++ Künstler fordern mehr Hilfe vom Staat in Corona-Krise +++

(19.04.2020, 7:52)

International bekannte deutsche Künstler haben wegen der Corona-Krise von der Bundesregierung Soforthilfen für freiberufliche Künstler gefordert. Diesen stehe "vom ersten Tag des ersatzlosen Ausfalls der Veranstaltungen in Deutschland das Wasser im wahrsten Sinne des Wortes bis zum Halse", schrieben sie in einem offenen Brief an die Beauftragte der Bundesregierung für Kultur und Medien, Monika Grütters, aus dem die Zeitung "Welt am Sonntag" zitierte. (AFP)

+++ Forstwirtschaftsrat: Corona-Krise zeigt sich auch im Wald +++

(19.04.2020, 7:44)

Die Corona-Pandemie hat nach Ansicht von Experten auch Folgen für die deutschen Wälder sowie den Holzhandel. Es fehle derzeit an Personal, das Schadholz aus Wäldern entferne und neue Bäume pflanze, sagte der Präsident des Deutschen Forstwirtschaftsrates, Georg Schirmbeck, in einem Interview der «Neuen Osnabrücker Zeitung». «Dabei kommen in Deutschland häufig Spezialfirmen aus Osteuropa zum Einsatz», so Schirmbeck. «Die kommen wegen Corona jetzt aber nicht über die Grenze.» Pflanzaktionen fielen daher momentan aus.

Auch der Handel mit Holz sei weitgehend zum Erliegen gekommen, sagte der Forstwirtschaftspräsident. Viele Sägewerke stünden derzeit still, und auch die Möbelindustrie habe die Produktion zurückgefahren. «Das wird sich mittelfristig auch in den Möbelhäusern bemerkbar machen durch knappere Angebote», sagte Schirmbeck. (dpa)

+++ Cookinseln erklären sich zur coronafreien Zone +++

(19.04.2020, 7:31)

Die Cookinseln im Südpazifik haben sich offiziell zu einem coronafreien Gebiet erklärt. Es seien keine Infektionen mit dem Erreger Sars-CoV-2 bekannt, und alle 900 Tests seien bislang negativ ausgefallen, teilte das Büro von Premierminister Henry Puna am Freitag (Ortszeit) mit.

Als die ersten Covid-19-Fälle im rund 3000 Kilometer entfernten Neuseeland bekannt wurden, hatten die Cookinseln im März Ausgangsbeschränkungen angeordnet. Einige davon wurden nun gelockert. Am Montag sollen die Schulen wieder öffnen. Die Menschen müssen aber weiter Abstandsregeln befolgen, Versammlungen mit mehr als zehn Personen bleiben verboten. Internationale Flüge bleiben eingeschränkt.

Die insgesamt rund 240 Quadratkilometer großen Cookinseln sind ein selbstverwalteter, mit Neuseeland assoziierter Staat aus 15 Atollen, auf denen zusammen weniger als 20.000 Menschen leben. (dpa)

+++ Bill Gates bei Impfstoff gegen Coronavirus optimistisch +++

(19.04.2020, 7:25)

Der Microsoft-Gründer und Philanthrop Bill Gates hat sich zuversichtlich gezeigt, dass es gegen Ende nächsten Jahres einen Impfstoff gegen das neuartige Coronavirus geben wird. «Es gibt momentan viele Kandidaten für einen Impfstoff, die wir unterstützen. Und ich bin optimistisch, dass bis Ende nächsten Jahres einer von ihnen rauskommen wird», sagte Gates bei dem virtuellen Mega-Konzert «One World: Together at Home» in der Nacht zum Sonntag.

Zu dem zweistündigen Event der Hilfsbewegung Global Citizen mit Stars wie Lady Gaga, Elton John und den Rolling Stones hatten sich auch Wissenschaftler, Politiker und andere Personen des öffentlichen Lebens zugeschaltet, um sich bei den vielen Helfern in der Corona-Pandemie zu bedanken. Zuvor hatte Global Citizen nach eigenen Angaben bereits Sponsoren für Millionenspenden gewinnen können, die dem Solidaritätsfonds der Weltgesundheitsorganisation WHO zukommen sollen.

Mit der Ausbreitung des Coronavirus Sars-CoV-2 ist ein Wettbewerb zwischen Biotech-Firmen und Forschungsinstituten weltweit entbrannt, um einen wirksamen Impfstoff herzustellen. International bemüht sich die Impfstoff-Allianz CEPI («Coalition for Epidemic Preparedness Innovations») um die Entwicklung eines Serums. Zu den Mitbegründern der Allianz gehört die Bill-und-Melinda-Gates-Stiftung. (dpa)

+++ Trump greift China in Corona-Krise an und droht mit Konsequenzen +++

(19.04.2020, 7:11)

US-Präsident Donald Trump hat in der Corona-Krise erneut schwere Vorwürfe gegen China erhoben. Das neuartige Coronavirus hätte in China gestoppt werden können, bevor es sich über die ganze Welt verbreitete, sagte Trump am Samstagabend (Ortszeit) bei seiner täglichen Pressekonferenz im Weißen Haus. «Das ist nicht geschehen, und die ganze Welt leidet deswegen.» Der Präsident warf der Regierung in Peking deshalb Versäumnisse vor. (dpa)

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+++ Gemeinnützige Organisationen fordern Staatshilfen +++

(19.04.2020, 00:03)

Ein breites Bündnis aus gemeinnützigen Organisationen fordert einem Bericht der «Welt am Sonntag» zufolge von der Bundesregierung Soforthilfen in der Corona-Krise. «Freiwilliges Engagement ist systemrelevant und braucht unbedingt Unterstützung, um dauerhafte und strukturelle Brüche zu vermeiden», heiße es in einem offenen Brief, der am Montag veröffentlicht werden solle, berichtet die Zeitung. Nicht nur die Wirtschaft, sondern auch die über 600.000 gemeinnützigen Organisationen in Deutschland müssten grundsätzlich Zugang zu den Mitteln aus Schutzfonds von Bund und Ländern bekommen.

Der Brief sei unter anderem vom Bundesverband Deutscher Stiftungen, dem Deutschen Spendenrat, dem Deutschen Naturschutzring und dem Deutschen Olympischen Sportbund unterzeichnet. Tausende von Sportvereinen oder Kulturzentren blieben bei den Soforthilfen außen vor. (dpa)